Zeitschriftenband 
16 (1850)
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Das verschwinden des Lord Vathurst in Perleberg. 465

Dem Poſtgebäude gegenüber, nur durch die Straße getrennt, liegt ein Haus, welches 1809 einem ehemali⸗ gen ſtädtiſchen Beamten gehörte. Der Beſitzer deſſelben galt für einen Franzoſenfreund, daher Spion; zur Zeit des Franzoſenhaſſes, des erwachten Patriotismus, war er Verdächtigungen, Verfolgungen ausgeſetzt und es ſind wirklich Unterſuchungen gegen ihn wegen Einverſtänd⸗ niſſes mit dem Feinde geführt worden. Die Acten dar⸗ über exiſtiren nicht mehr. Dafür wird uns von glaub⸗ haften Männern verſichert, daß man jener Zeit nichts Arges ſich denken konnte, was nicht zu jenem Hauſe gepaßt hätte. Der Mann war, neben ſeinem Amte, ein ſogenannter Bauernadvocat, er reizte das Landvolk zu Prozeſſen auf, zu Widerſetzlichkeiten gegen die Obrigkeit. Die Mittel, deren er ſich bediente, um Geld zu erhal⸗ ten, ſind noch in Vieler Erinnerung, man hielt ihn zu Allem fähig. Seine Wirthſchaft war liederlich, das Leben darin wüſt, ausſchweifend; ſeine Töchter waren nicht häßlich, die Franzoſen verkehrten hier viel während ihrer Herrſchaft. Der Verdacht, daß er mit ihnen in nächſtem Verbande geſtanden, ſei wohlbegründet, und er hinterließ einiges Vermögen, um deſſen Erwerb man ihn nicht beneidete. Das Gerücht läßt nun Bathurſt am ſpäten Abend, als der Wagen ſchon angeſpannt, hinter denſelben treten, um ein Bedürfniß zu befriedi⸗ gen. Da wäre er in dies Haus gelockt oder möglicher⸗ weiſe überfallen worden, man hätte ihm den Mund verſtopft, ehe er ſchreien können, ihn vom Boden auf⸗ gehoben, hineingetragen, erdroſſelt und im Keller ver⸗ ſcharrt. Der Beſitzer des Hauſes iſt längſt todt. Man erzählt, daß die Witwe auf dem Todtbette zu ihrem Kinde und Erben durchaus etwas ſprechen wollen, als ihr die Sprache verging. Der letzte Beſitzer ſoll in ſehr