464 Pas verschwinden des Lord Bathurst in Perleberg.
vorauf und allein gegangen wäre, um ſich unterwegs in die Extrapoſt zu ſetzen, welche die Juden dahin führte. Er könnte dieſes Spiel mit ihnen vorher verabredet haben. Dann wäre er ſpäter irgendwo verſchwunden; der Möglichkeiten ſind viele und ſie gehören nicht mehr auf das Territorium, wo unſere Tragödie ſpielt.— Es will dies nichts mehr als Vermuthung ſein, der man den Einwand entgegenſetzen kann: daß bei einem ſo ab⸗ gekarteten Spiele auch dafür geſorgt ſein würde, in die Kutſche des Lords ſtatt ſeiner irgend einen Strohmann zu ſetzen; ſtatt deſſen läuft er fort und erweckt umſo⸗ mehr die Aufmerkſamkeit der Zuſchauer und der verbor⸗ genen Lauſcher.
In Perleberg ſelbſt gehen zwei Gerüchte um:
In der Nähe von Klitzing's Wohnung— oder dem Wirthshauſe, wo der Ball des Landadels ſtattfand, dem auch Klitzing beigewohnt hätte(²)— befand ſich das Haus des Branntweinbrenner und wahrſcheinlich Schen⸗ ken Hacker, von dem oben geſprochen iſt. Es war übel berüchtigt. Bathurſt, von Klitzing kommend, ſei dort eingetreten, oder hineingeriſſen und nicht wieder zum Vorſchein gekommen.— Auguſt Schmidt verkehrte viel in dieſem Hauſe.— Man erzählt ſich, aus dritter und vierter Hand, daß dieſer Hacker in Altona als wohl⸗ habender Mann ſpäter gelebt, vielleicht noch lebe, daß in Altona oder in Hamburg die Uhr des Lords zum Vorſchein und Verkauf gekommen. Möglich, daß dies übrigens nur eine weitere Ausbildung jener aus den Acten mitgetheilten Gaunergeſchichte iſt.
Wahrſcheinlicher klingt eine andere, weit verbreitete Muthmaßung:


