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Das verschwinden des Lord Bathurst in Perleberg. 463
billigen wären. Wir erfahren ferner aus mündlichen Mittheilungen, daß er, ein Mann von regem Geiſte, nicht bloß eine militairiſche Maſchine, ſich zu politiſchen Regungen erhob. Er galt ſpäter als ein Anhänger des Tugendbundes. Ein ſolcher wird am wenigſten zu einem Inſtrumente der Napoleoniſchen Tyrannei ſich hergegeben haben. Aber Alle, die ihn näher gekannt, ſind der Meinung, daß er mehr als Alle gewußt. Eine ältliche Dame ſchwört darauf: zu wiſſen, daß Klitzing Alles gewußt, aber er habe einen Eid abgelegt gehabt, es nie zu verrathen!— Von einem bewährten Manne aus der Gegend, der als vollgültiger Zeuge hier auftreten könnte, wiſſen wir: wenn man mit Klitzing im vertraulichen Geſpräch, wo er ſich gern erſchloß, auf dieſen Gegen⸗ ſtand überging, ſprudelte er auf, ſprach von einem Phantaſten, der Lord ſei ein verrückter Menſch geweſen, aber plötzlich brach er das Geſpräch in raſcher Wendung ab. Es war augenſcheinlich, daß er es nicht liebte, daß es peinliche Erinnerungen in ihm erweckte.
Aber Bathurſt iſt verſchwunden; durch irgend eines Zweiten, Dritten, Beihülfe oder Gewaltanſtrengung muß ſein Körper ergriffen und vom perleberger Territorium weg, weit weg geſchafft ſein?— Wir finden mit ihm zugleich zwei reiſende Juden in der Poſtſtube, die in der Nacht mit den Pferden, die er beſtellt hatte, in der⸗ ſelben Richtung weiter fahren, die er einſchlagen wollte. Es wäre thöricht, an eine Entführung des Lords durch dieſe Juden zu denken. Es ſollen achtbare Kaufleute aus Lentzen geweſen ſein. Wie aber, wenn der Lord, die Nachſtellungen fürchtend, es für gerathen gehalten hätte, ſeinen Wagen, Begleiter und Alles im Stich zu laſſen, worauf die Aufmerkſamkeit ſeiner Verfolger haf⸗ ten mußte, wenn er dann den Weg nach Lentzen zu Fuß


