Zeitschriftenband 
16 (1850)
Einzelbild herunterladen

erg.

eint für Sophie ugen et⸗ rte; es und der ungeblich Chefrau meheliche eiden zu fy wes⸗ Eheftau ann und wollte et den Be⸗ daß das nd beim hoffte er net Frau, Richter eder fit E ie Kemt tſen, die Eheleu⸗ beſtohlen ntniß ge n wir(t⸗ r Keinen⸗ Schnict s Nn

u

Das berschwinden des Lord Bathurst in Perleberg. 459

Eine Epiſode, die freilich nicht direct in unſere Un⸗ terſuchung über das Verſchwinden des Lord Bathurſt gehört, aber ſo eigenthümlich und charakteriſtiſch, daß ſie, ausgebildeter in ihren Einzelnheiten, auch ſchon für ſich Anſprüche auf Aufnahme in unſer Werk machen dürfte. Eine ſolche Frau war die im perleberger Ge⸗ fängniß um dieſer Schwindeleien willen ſitzende Hacker. Sie hatte ſchon im zweiten Verhöre mit der größten Bereitwilligkeit Alles eingeſtanden, da Beharrlichkeit und Ausdauer nicht zu ihren Eigenſchaften gehörten; und von einer ſolchen in Intriguen geübten Frau ward jene halbe Denuntiation gegen einen angeblichen Mitwiſſer an der Mordthat gemacht. Auch ſcheint es dem Inquirenten nicht große Mühe gekoſtet zu haben, ſie davon zu über⸗ zeugen, daß man ihr keinen Glauben ſchenken dürfe, und plötzlich erklärte ſie:Meine ganze Anzeige wegen des hier verſchwundenen Fremden iſt grundfalſch. Ich habe Alles das blos darum erſonnen, weil ich glaubte, daß ich dadurch aus meinem jetzigen Arreſte loskommen würde!

Niemand wird ihrer Verſicherung, daß ſie gelogen, den Glauben verſagen, aber jeder ausgebildeten Lüge pflegt ein Körnlein Wahrheit zum Grunde zu liegen. Intriguanten bilden ihre Luftgeſpinnſte nicht aus der bloßen Luft, es ſchwimmt darin immer ſchon ein mate⸗ riellerer Stoff, wenn auch noch ſo klein, an den ſie ihre Gebilde knüpfen. Wie kam die Hacker darauf, eine ſo beſtimmte, genau von ihr bezeichnete Perſon zu nennen? Sollte ſie nie davon gehört haben, daß Sachen des Lord Bathurſt hier und da zum Vorſchein gekommen wären? Unter andern Umſtänden hätte man, eingedenk ihres lügneriſchen Charakters, auch dieſer ihrer letzten Be⸗ theuerung, daß ſie nur gelogen, nicht unbedingt trauen

6