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448 Das Verschwinden des Lord Bathurst in Perleberg.
ſchwindet— Dort ſagte man: es war ein Verwandter der Familie Bathurſt*).
Dieſer Name taucht in den Acten zuerſt in einem eingehefteten Blatte des Hamburger Correſpondenten vom 23. Januar 1810, Nr. 13, auf. Es heißt darin:„Lon⸗ don den 6. Januar.— Sir Bathurſt, außerordent⸗ licher engliſcher Geſandter bei dem Hofe von Oeſtreich, von dem eine deutſche Zeitung am 10. December angab, daß er ſich in einem Anfall von Wahnſinn umgebracht habe, befindet ſich wohl an Geiſt und Körper. Seine Freunde haben Briefe von ihm vom 13. December, die alſo von ſpäterm Dato ſind, als die Nachricht von ſei⸗ nem Tode.“
Darauf folgt ein anderer Auszug aus dem Hambur⸗ ger Correſpondenten, vom 6. Februar 1810, Nr. 21. Der Artikel iſt London den 23. Januar datirt, aber aus dem franzöſiſchen Moniteur unmittelbar entnommen: „Die Nachricht, welche ein pariſer Journal von dem Tode des Herrn Bathurſt, geweſenen engliſchen Geſandten bei dem öſtreichiſchen Kaiſer, enthielt(ſagt die Times), ſcheint nur zu wahr. Dieſer Artikel, der unter der Rubrik:„Berlin den 10. December» publicirt wurde, meldete, daß Herr Bathurſt bei ſeiner Reiſe durch Ber⸗
*) So nach den Acten; auf Vermuthungen, die ſich aus den⸗ ſelben von ſelbſt ergaben. Der myſteriöſe Fremde war indeß, wie wir aus mündlichen Mittheilungen erfahren, ein ſeiner Zeit wohl⸗ bekannter Mann, der originelle Reiſende Röntgen aus Neuwied, welcher ſpäter, als Märtyrer ſeiner Wißbegierde, in Afrika auf einer Entdeckungspilgerfahrt nach Timbuktu einen Tod fand, ſo dunkel als der des Lord Bathurſt, aber aus den Umſtänden erklär⸗ licher. Auf der Vorbereitung zu ſeiner Reiſe nach Afrika in Eng⸗ land war er mit der Bathurſt'ſchen Familie bekannt geworden, und übte nur eine Freundespflicht, indem er ſich als Agent zur Entdeckung des Myſteriums bereitwillig ſtellte. Er ſollte es ſo wenig als Timbuktu auffinden.


