Zeitschriftenband 
16 (1850)
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Das Verschwinden drs Lord Bathurst in Perleberg. 447

Wer ſollte die Entſchädigung zahlen? Dieſer na⸗ türlichen Frage verdanken wir die Notiz, daß Ende De⸗ cember 1809 abermals ein ungenannter, myſteriöſer Frem⸗ der in Perleberg war, der ſichdieſer Angelegenheit wegen im Ernſt'ſchen Gaſthauſe aufhielt. Dem Com mandanten von Klitzing ward die Liquidation zur Ueber⸗ reichung an den Fremden mitgetheilt; er äußerte dagegen ſein Bedenken, und dem Fremden wurde nur die Rech⸗ nung für die wirklichen baaren Auslagen zugeſtellt, unter Anheimgeben, ob und wie den andern betheiligten Per⸗ ſonen eine Gratification zuzubilligen ſei? Der Fremde trug bei einer perſönlichen Conferenz dem Bürgermeiſter in ſehr verbindlichen Ausdrücken auf, den hieſigen Poli⸗ zeibehörden wegen der angewandten Bemühungen in ſei⸗ nem Namen(²) zu danken, er ließ darauf den Bürger⸗ meiſter noch einmal rufen und händigte ihm eine Summe von 36 Stück Ducaten ein, um dieſelben nach ſeinem Gutdünken zu vertheilen und ließ ſich, zu ſeiner Legiti⸗ mation vor der Familie des Verſchollenen darüber eine Quittung ausſtellen. Die Gratification, wobei auf die Bezirksvorſteher und ihre Gehülfen nur 20 Ducaten in summa kamen, ſcheint die Erwartungen nicht befriedigt zu haben.

Wer war der Fremde? Ein Fremder, der den Bürgermeiſter zu ſich rufen ließ, der in einer fremden Sprache geſprochen haben muß denn Stappenbeck be⸗ merkt, daß er in dieſer zarten Angelegenheit in des Frem den Gegenwart mit dem Herrn von Klitzing auf deutſch ſich unterhalten habe und der 36 Ducaten im Namen der Familie gegen Quittung aushändigte. Das iſt Alles, was wir auch von dieſem dritten Fremden aus den Acten erfahren, der ebenfalls darauf ſpurlos aus Perleberg ver