18 Lord Lovat und die Rebellen von Culloden.
loſe Liebeshändel verwickelt war. Als dieſe in Begriff waren, ruchbar zu werden und ihn in Fortſetzung ſeiner Heiligenrolle zu verhindern, ſtarb, glücklich für ihn, Königin Anna von Großbritannien(1. A luguſt 1714).
Das Haus Hannover ward auf den Thron berufen; zugleich ſchwellten aber auch die Hoffnungen der Stuarts. Simon Fraſer verließ ei ligſt d den geiſtlichen Stand und kehrte nach Schottland zurück, um, je nachdem, zu ſei— nem Vortheil zu operiren. Beide Parteien, oder viel⸗ mehr beide Dynaſtien, brauchten verwegene, intriguante und einflußreiche Männer. Als der Prätendent im„ 1715 landete, unterſtützte er zuerſt, doch mehr unter d Hand als öffentlich, deſſen S Sache. Als er jedoch tald einſah, daß dies unbeſonnene Benehmen keine Ausſicht auf Erfolg habe, wandte er ſich davon ab, und trat öffentlich und mit eben ſolcher Entſchiedenheit auf Seite der britiſchen Regierung. Er warb ein Regiment gegen die Stuarts und trug nicht wenig bei zum Verunglücken des Aufſtandes.
Die Regierung in London wußte dieſe kluge Hand⸗ lungsweiſe zu ſchätzen. Ihm wurde nicht allein Amneſtie für alle ſne frühern Vergehen, ſondern er ward auch in den Beſitz der verwirkten Güter der Lovats geſetzt und vom Hofe König Georg's in London mit Auszeich⸗ nungen überhäuft.
Sein Einfluß in Schottland ward ſehr groß. An der Spitze des mächtigen Clans deeFuſt, heirathete er noch, unbeſchadet daß er ein katholiſcher Prieſter gewe⸗ ſen und ſeiner vorgeſchrittenen Jahre, eine Grant, die Tochter eines der angeſehenſten Häuptlinge; nach deren 2 eine Verwandte des Herzogs von Argyle. Von der Regierung bezog er anſehnliche Jahrgelder.„Man wußte in London ſehr gut, daß man ihn bezahlen müſſe,


