Lord Lovat und die Rebellen von Culloden. 5
Karl I., Charlotte Grey und König Heinrich's VIII. Ge⸗ mahlinnen. Sogar war es ihnen vergönnt, mit allem ariſtokratiſchen Apparat zur Execution zu fahren, und ihre Leichen in metallbeſchlagenen Särgen in ihren Erbgrüf⸗ ten beiſetzen zu laſſen. Und man ſagt uns nicht, daß das Volk über ſolche Bevorzugung gemurrt hat.
Die Liſten haben uns einzelne Züge aufbewahrt, um den todten Namen in den Regiſtern doch etwas Lebens— friſches beizulegen, was die Aufmerkſamkeit der Nach⸗ welt, die gleichgültig darüber wegfliegt, auf dieſe Dpfer für die Legitimität anziehen mag. Der Eine, ein junger Mann von edler Bildung und gereiften Univerſitäts⸗ ſtudien, James Dawſon, opferte alle Ausſichten, ſelbſt eine liebenswürdige junge Braut, um den Fahnen des Prätendenten als Copitain zu folgen. Noch in der Gefangenſchaft hoffte er auf Begnadigung, der eine Hoch⸗ zeit folgen ſollte. Vergebens. Sein Schickſal erregte ſo allgemeine Theilnahme, daß eine Ballade des damals be⸗ kannten Dichters Shenſtone es beſang, die ein Schrift— ſteller ſo hoch ſtellt, daß er ſagt: Dawſon's Geſchichte wird wahrſcheinlich noch dann in der Erinnerung leben, und er von der Nachwelt beklagt werden, wenn die der übrigen Rebellen längſt vergeſſen iſt.— Ein Barbier aus Mancheſter, Syddal, verließ ein gutes Einkommen, eine Gattin und fünf Kinder, um mit den Rebellen zu ziehen. Aber er war ein glühender Katholik und hatte den Tod ſeines Vaters zu rächen. Vor 30 Jahren, nach der Revolution von 1715, war er am Galgen geſtor⸗ ben, und ſein Schädel hing noch auf dem Markte von Mancheſter. 30 Jahre hatte der Sohn es täglich mit angeſehen, bis er beim Einzug des Prätendenten in die Stadt das Haupt des Vaters von der Stelle ſeiner Schmach herunternehmen konnte. Fähndrich in Karl


