Zeitschriftenband 
15 (1850)
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416 Constantin Weise.

anderthalb Jahren hätten alſo zwei einzelne junge Leute, welche ſich in die Verborgenheit eines Alpenſees zurück⸗ zogen, gegen 25,000 Thaler verzehrt; ein Umſtand, der zuſammengenommen mit dem der Diamantenentfernung, in der Hauptſache freilich nichts ändert, aber doch zu Vermuthungen Anlaß gibt, welche den ſentimentalen Lichtſchein, den die Darſtellung auf Conſtantin wirft, etwas dämpft.)

Als der Criminalrichter ihn fragte, ob er glaube, daß er hingerichtet werde, antwortete er:

Ja, meine Verbrechen verdienen den Tod. Dieſe Strafe zu erleiden, bin ich hierher gekommen. Hätte ich das nicht gewollt, ſo wäre ich nach Anna's Tode nach Amerika gegangen, wozu ich Mittel und Kenntniß hatte.

Zur Ergänzung ſeiner obigen Geſchichtserzählung fügte er noch Folgendes hinzu:

Als wir unſer Vermögen hier veräußert hatten, verabredeten wir die Tage unſerer Abreiſe. Ich reiſte am 19. October bis A..., wo ich einen Reiſewagen kaufte, und am 21. October 1835 kam auch Anna dorthin. Wir reiſten unaufgehalten nach Arona, wo wir uns eine freundliche Wohnung mit einem Garten mietheten. Wir unternahmen von da aus kleine Reiſen, bis Anna's vorgerückte Schwangerſchaft uns in Arona feſthielt. Am 16. April 1836 wurde ſie von einem todten Kna⸗ ben entbunden. Bis zu ihrem Tode, der am 28. April d. J. erfolgte, haben wir zuſammen gelebt wie Mann und Frau, wofür wir uns auch ausgaben.

Befragt, wie es ihm möglich geworden, ohne poli⸗ zeiliche Legitimation in einem fremden Lande ſich nie⸗ derzulaſſen, bekannte er, ſich ſelbſt aus der Magiſtratur

eines der dort vorräthigen Paßſchemata auf den Namen

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