Zeitschriftenband 
15 (1850)
Einzelbild herunterladen

und die drei

eſter ſcſort lbe Anklag abgeführt

ſtantin ge⸗ e Fumilien⸗ egeben und Vuters er⸗

het, che de endgeſielu Venn ic en ich und wir eh ten damals Im Son ubes Iih machtt ui g nit de en ihr! en Schn richt, viterit sl v

Constantin Weise. 413

ſichtlich angegriffen war, ſo wurde er, nachdem das Protocoll vorgeleſen und von ihm genehmigt worden war, wieder abgeführt.

Am 1. Juli 1837 ſetzte man das Verhör mit dem Inculpaten fort:

Ich ſprach geſtern ſagte Weiſedaß Anna und ich Verbrecher geworden wären. Wir haben lange gekämpft, aber umſonſt! Anna fühlte ſich im Septem⸗ ber 1835 ſchwanger von mir. Sie eröffnete mir dieſe Nachricht unter den Aeußerungen banger Beſorgniſſe. Mein Vater hatte ſeit längerer Zeit, wie ſie ſagte, ihr nicht ehelich beigewohnt; Schimpf und Schande werde, wie ſie unter Thränen äußerte, ihr Loos ſein! Ich war um ſo weniger im Stande, ſie zu tröſten, da ich ſelbſt über dieſe Nachricht zum Tode erſchrocken war. Lieber wollte ſie ihrem Leben im Waſſer ein Ende machen, falls ein anderer Ausweg nicht mehr möglich ſei. Der Vater war zu jener Zeit unzufrieden mit mir, weil der Magiſtratsrath Dr. S... ihm geſagt hatte, ich ſei nachläſſig und zerſtreut, er wiſſe nicht, was er aus mir machen ſolle. Wäre dachte ich der Vater todt, ſo wäre alle Schmach von mir und Anna genommen! An dieſen Gedanken knüpfte ſich die Hoffnung, daß ich dann irgendwo mit ihr ehelich leben könne, während ich mich überzeugt hielt, daß Anna ſich ums Leben bringen werde, wenn ſie nicht von der ihr drohenden Schmach befreit werde. Dieſer Gedanke beſchäftigte mich einige Tage; ich äußerte denſelben endlich gegen Anna; ſie ſchwieg einige Augenblicke, dann aber ſagte ſie: Con⸗ ſtantin, Du haſt Recht; ein Leben muß vernichtet wer⸗ den, wenn zwei Leben(damit meinte ſie ſich und ihr Kind, mit dem ſie ſchwanger ging) erhalten werden ſollen! Ich ſprach dann einige Tage vor der Ausfüh⸗

3

3 1 K