Zeitschriftenband 
15 (1850)
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vorwort.

Unſere eigene Anſicht noch hinzuzufügen, wäre überflüſſig. Die Biographie iſt eine Arbeit der Pietät und als Bild des Verewigten im Sinne und Geiſt ein wahres; es kommt daher wenig dar⸗ auf an, wenn unſere Anſicht, gegründet auf lange Erfahrung und eigene Geſtändniſſe Hitzig's, über ſeine lebhafte Theilnahme an der Politik eine verſchiedene von der ſeines Biographen iſt. Frägt es ſich doch vielleicht, ob ein ſtreng lutheriſcher Proteſtant überhaupt ein Politiker ſein kann, was wir dem ſtrengen Katholiken nicht abſprechen, der den weltlichen Dingen neben der Kirche ihr Be⸗ ſonderrecht läßt. Wenn Hitzig Theilnahme für den Gang der Weltereigniſſe hatte, wozu übrigens Nie⸗ mand geradezu verpflichtet iſt, ſo war ſie durchaus harmoniſch mit ſeiner ganzen Natur. Als chriſtli⸗ cher Optimiſt ſuchte er die rauhen grellen Erſchei⸗ nungen ſanft zu erklären und irgend wie mit dem lutheriſchen Syſtem der Deutung, wonach alle Obrigkeit von Gott iſt, in Einklang zu bringen. Als die politiſchen Stürme zu Orkanen und Wol⸗ kenbrüchen wurden, denen ſein Auge nicht mehr folgte(und wer kann ſich rühmen, daß er ihnen gefolgt iſt!), verſchloß er ſich ohne große Beküm⸗ merniß in ſein Gottvertrauen, daß, wenn es aus⸗ getobt, Alles wieder in die Richte kommen werde. Auch über den Schmerz, daß die Poeſie und Lite⸗ ratur von der Politik ſo ganz in den Hintergrund