Zeitschriftenband 
15 (1850)
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XXVIII Porwort.

Ereigniſſe oder zum Meiſtern der zur Leitung der Poli⸗ tik Berufenen für befugt zu halten. Und noch weniger hatte er eine Neigung zu dem beliebten Gewerbe der politiſchen Kannegießerei; er meinte, alter Gewöhnung gemäß, daß dazu mindeſtens Kenntniß der Acten nöthig ſei, und konnte bei derartigem politiſchen Geſchwätz leicht ungeduldig werden. So folgte er auch jetzt noch dem Gange der großen politiſchen Stürme der jüngſten Zeit mit voller Aufmerkſamkeit, nur freilich, ſelbſt von der Mitwirkung abgetrennt und auf den kleinen Um⸗ kreis ſeines Zimmers angewieſen, in der ruhig betrach⸗ tenden Weiſe, wie man ſonſt die Berichte über die Flut der Ereigniſſe in fremden Ländern zu leſen pflegte. Wol aber waren bei alledem ſein altbewährtes patriotiſches Gefühl und ſeine perſönlich treue Anhänglichkeit an das königliche Haus dieſelben wie ſonſt, und äußerten ſich nicht ſelten in gemüthvollſter Weiſe.

Die Tage einer größeren geiſtigen Friſche hatten ab und zu mit denen einer mehr oder weniger bemerklichen Theilnahmloſigkeit gewechſelt. In der letzten Zeit ſchien dieſe die Oberhand gewinnen zu wollen. Da traf ihn, am 20. November dieſes Jahres(1849), ein dritter Anfall, der eine Gehirn⸗Erweichung herbeiführte, ihm die Sprache und alle Fähigkeit zur Bewegung raubte. Doch war ihm das Bewußtſein auch jetzt noch geblieben. Mehr und mehr aber ſchwanden ſeine Kräfte hin. Umgeben von allen Seinen, ſo viel ihrer in Berlin anweſend waren, entſchlief er ſanft und ſchmerzlos am Abende des 26. Novembers, nach 8 Uhr, im faſt vollendeten ſieb⸗ zigſten Lebensjahre.

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