XII Vorwort.
Waffen Unrecht hatte, iſt uns durch die jüngſte Zeit klar geworden, wo Feder und Tinte und Phraſen, ungeknickt, noch zu ganz anderer Rieſengröße anzuwachſen vermoch⸗ ten. Eine zweite Folge kleiner Artikel erſchien unter dem Titel:„Vier Variationen über ein Zeitthema“ (1842), gleichfalls als beſondere Broſchüre. Redlich das Redliche fördernd, ein Vorläufer freierer Bewegung auf dem Gebiete der öffentlichen Preſſe, behandelte ſie die ſchiefe Stellung der Regierung zur Publicität und gab die Vorſchläge zur Abhülfe.
Es iſt hier noch ſeiner Betheiligung bei einer ande⸗ ren literariſchen Arbeit zu gedenken, die das für ſeine Charakter⸗Auffaſſung ſo wichtige Verhältniß der Literatur zu den religiöſen Momenten des Lebens betrifft. Sie führt den Titel:„Zuruf eines Chriſten an die Schrift⸗ ſteller des franzöſiſchen Volkes von G. de Felice. Ein Spiegel auch für die deutſche Schriftſtellerwelt. Aus dem Franzöſiſchen überſetzt von Dr. K. Dielitz und mit einem Vorwort herausgegeben von J. E. Hitzig(1843)“. Der Standpunkt des Verfaſſers, der die Schriftſteller ſeiner Nation zur Wirkſamkeit für das Chriſtenthum gewinnen will und nur dadurch eine erhebendere Geſtaltung der nationalen Literatur erwartet, ergibt ſich aus dem Titel. Auch Hitzig theilte ihn und hatte gerade deshalb die Ueberſetzung veranlaßt. Sehr ſchön und ſeine freiere, tiefere Auffaſſung bezeugend iſt die Wendung, die er im Vorwort beiläufig gegen die blinden Eiferer der gläu⸗ bigen Richtung nimmt, indem er ihnen die Bedeutung von Kunſt und Literatur, auch für die von ihnen ver⸗ tretenen höchſten Intereſſen, vor Augen führt.
Auch noch eine größere literariſche Arbeit war Hitzig's ſpäteren Jahren vorbehalten. Am 2l. Auguſt 1838 ſtarb Chamiſſo, und wie jenen früher dahingegangenen Freun⸗
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