Zeitschriftenband 
15 (1850)
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XVIII Vorwort.

er empfing. Sein eigenes Haus ſtand ihnen offen; den Jüngeren war er in jeder freien Stunde mit Rath und That bereit. Jede Erſcheinung der Art, die in Berlin bemerklich ward, faßte er ins Auge. So ward einſt ein junger Württemberger, der nach Berlin kam, wo er keine näheren Verbindungen hatte, ſchon in den nächſten Ta⸗ gen zu ihm entboten. Nicht ohne einige Beſorgniß folgte dieſer dem Rufe des Criminalgerichts⸗Directors, wurde von dem Letztern aber ſofort als der Verfaſſer eines Heftes von Gedichten, deren Kunde er hier am wenig⸗ ſten erwartet hatte, begrüßt. Der heitere Beginn brachte wie⸗ der eine innige, für das Leben ausdauernde, in anderen lieben Verhältniſſen noch nachwirkende Freundſchaft. Bei Gele⸗ genheit einer karlsbader Kur bildete ſich ein herzliches Ver⸗ hältniß Jean Paul's zu Hitzig. Im Jahre 1834 unternahm er eine Reiſe nach Straßburg und Paris, bei der Hitzig es ſich angelegen ſein ließ, von dem franzöſiſchen Rechts⸗ verfahren, und namentlich von der Einrichtung der Ge⸗ ſchworenengerichte, nähere Kenntniß zu nehmen.(Indeß kehrte er ungünſtig geſtimmt zurück, und konnte ſeine Abneigung gegen die Geſchworenengerichte ſchwer ver⸗ winden.)

Hitzig's Wirkſamkeit für die Literatur war vorzugs⸗ weiſe eine vermittelnde. Er ſelbſt hat ſich als eineli⸗ terariſche Natur, im Gegenſatz der poetiſchen, bezeichnet. Hierunter darf freilich nicht verſtanden werden, daß er nicht auch zum eigenen künſtleriſchen Schaffen befähigt, nicht auch ein Dichter geweſen ſei. Schon jene Bio⸗ graphien Hoffmann's und Werner's mußten wir als literariſche Kunſtwerke bezeichnen; und wie er an dem jugendlichen Muſenalmanach Theil genommen, ſo hat er gelegentlich auch ſpäter, auf äußere Veranlaſſung oder im Drange des ſtarken Gefühls, einzelne Gedichte hin⸗

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