Zeitschriftenband 
15 (1850)
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Vorwort. X nicht in Verbindung ſtehen, oder mochten die Länder, in denen die Werke erſchienen, auch keinen regelmäßigen Verkehr mit Deutſchland haben, wie Holland, Schwe⸗ den, Dänemark. So war, um nur ein Beiſpiel ſeines Verhaltens dem der Uebrigen gegenüber anzuführen, im Jahre 1810 Goethe'sPandora bei Geiſtinger in Wien erſchienen. Als er in dieſem Jahre, zum erſtenmal, die leipziger Meſſe bezog, war ſeine erſte Frage nach dieſem Werk. Alle Collegen antworteten, danach habe man nicht zu fragen: Geiſtinger ſei ein Mann, mit dem man keine Rechnung halte. Er begriff die Richtigkeit des Schluſſes nicht, daß, wenn man einem Händler keinen Credit geben wolle, man auch nicht eine gute Waare gegen baare Bezahlung von ihm nehmen könne. Er kaufte dreihundert Exemplare der Pandora von Geiſtin⸗ ger und ſetzte ſie ſämmtlich in einem Vormittage in Berlin ab. Später, als die berliner Univerſität gegrün⸗ det war, fand jeder Student die erforderlichen Compen⸗ dien beim Anfang der Vorleſungen in ſeinem Laden ge⸗ bunden vorräthig, weil er ſich eben bei Zeiten von die⸗ ſen Erforderniſſen unterrichtet hatte, während die anderen Buchhändler in der Regel erſt an Beſtellung dachten, wenn die Anfrage danach an ſie kam. Von weſentlichem Erfolg war auch ein mit ſeiner Buchhandlung verbun⸗ denes Leſezimmer für die Univerſität.

Hitzig konnte ſich ſolchergeſtalt in den blühendſten Jahren ſeiner Buchhandlung wohl geſtehen, daß ein ſorgfältiges Verfolgen ihrer Vorräthe einem lebendigen Fortſchreiten mit den Literaturen in Europa gleich zu achten war. Dies Alles aber betraf nur den Sorti⸗ mentshandel. Mit derſelben Gediegenheit ſorgte er für eigenen tüchtigen Verlag. Eine namhafte Anzahl tüch⸗ tiger Werke iſt in ſeinem Verlage erſchienen, und Man⸗