Zeitschriftenband 
15 (1850)
Einzelbild herunterladen

ge

ein be⸗ en s det es

9

es

9 b⸗ ue er m nd ür es

ge

n

Vorwort. IX

mergericht eingetreten. Im Frühjahre 1804 beſtand er die dritte Prüfung und ſchloß bald darauf, am 22. Mai, ſeine eheliche Verbindung. Er hatte ſich ſeine Gattin unter den widerſtrebendſten Verhältniſſen erkämpfen müſſen; er hatte die ganze Kraft ſeines Charakters ent⸗ wickeln und zuſammenfaſſen müſſen, um dies Ziel zu erreichen. Er war, erſt 24 Jahre alt, doch ſchon ein Mann in der ganzen, vollen Bedeutung des Wortes geworden, als er mit ſeiner jungen Gattin nach Warſchau zurück⸗ kehrte, um bei der dortigen Regierung, nunmehr als Aſſeſſor, wieder einzutreten.

Mnioch fand er nicht mehr, er war im Februar 1804 geſtorben. Hitzig hat ſeine Freundespflicht gegen den Dichter im reichlichſten Maße erfüllt. Einer jüngern Tochter deſſelben(die ſpäter einen ſeiner Jugendfreunde heirathete) iſt er im eigentlichen Sinne des Wortes Va⸗ ter geworden und hat auch dem Schickſal ihrer Kinder, noch bis über ſeinen Tod hinaus, vorgeſorgt. Werner dagegen war noch in Warſchau. Außerdem war E. T. A. Hoffmann, gleichzeitig mit Hitzig, als Rath zur warſchauer Regierung gekommen. Hoffmann lebte da⸗ mals mehr in der Muſik, während ſich ſeine ſchriftſtelle⸗ riſche Thätigkeit erſt ſpäter entwickeln ſollte. Bald waren auch ſie durch dichteriſches Intereſſe zuſammengeführt, und eine kurze glückliche Zeit des heiterſten Zuſammen⸗ wirkens und Genießens ging an den Freunden vorüber.

Der Umſturz der politiſchen Verhältniſſe zerriß dies ſchöne Beiſammenſein. Die Franzoſen beſetzten War⸗ ſchau, die ſüdpreußiſche Regierung wurde aufgelöſt. Hitzig kehrte im März 1807 mit ſeiner Familie nach der Hei⸗ mat zurück, zunächſt in das väterliche Haus nach Pots⸗ dam. Eine Menge von Beamten war bei dem Umſturz der Dinge brotlos geworden. Er mochte dem Staate

5*