Zeitschriftenband 
15 (1850)
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VIII Vorwort.

zerriſſen, aber ſchon von dem entſchieden religiöſen Zuge bewegt, der ihn ſpäter ſein Heil im Schooße der katho⸗ liſchen Kirche finden ließ, fühlte Werner ſich aufs Herz⸗ lichſte zu dem unbefangenen Jünglinge, zu dieſemrein menſchlichen Menſchen wie er ihn ſo treffend be⸗ zeichnete hingezogen. In dem lebensfreudigen jungen Tempelritter Robert d'Heredon, dem zum Schluſſe des Werkes(der Söhne des Thales) die Hoffnungen der Zukunft übertragen werden, zeichnete er das Bild des jungen Freundes. Aber auch Hitzig empfing Großes von Werner: die erſte tiefere Mahnung zum Streben nach einer endlichen Verſöhnung mit Gott.

Im Jahre 1801 verließ Hitzig Warſchau und ging wieder nach Berlin, die weiteren Staatsprüfungen ab⸗ zumachen. Auch hier war es die Poeſie, die aufs Neue zur Anknüpfung herzlicher Bande Gelegenheit gab, aber diesmal mit Altersgenoſſen, Chamiſſo, Wilhelm Neumann, Varnhagen, Theremin, Koreff und andern dichteriſch angeregten Jünglingen. Die hier ge⸗ knüpften freundſchaftlichen Bande waren beſtimmt, für das Leben zu dauern. Bald war Hitzig, ſein geſelliges Talent, ſeine Meiſterſchaft im freundſchaftlichen Zuſammen⸗ halten, die ſpäter noch ſo manche dankenswerthe Erfolge herbeiführen ſollten, ſchon jetzt bewährend, der Mittel⸗ vunkt dieſes jugendlichen Bundes. Man theilte bei den regelmäßigen Zuſammenkünften die dichteriſchen Erzeug⸗ niſſe einander mit, man ſtellte aus ihnen einenMuſen⸗ almanach zuſammen und gab dieſen in den Druck. Hitzig hatte dazu, neben eigenen Poeſien, beſonders Ueberſetzungen aus romaniſchen Sprachen geliefert. Wer⸗ ner gab den Freunden, auf Hitzig' Mittheilung, von Warſchau aus gründliche Kritiken über das Geleiſtete.

Schon 1801 war Hitzig als Reſerendar beim Kam⸗

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