in er vi⸗
2 rte ick. ſa⸗ hn
m⸗ nd
ie⸗ uf ind ge⸗ mn om ir⸗ gö⸗ bſt che
nes
6 eit d⸗
er⸗ keit
ig, o.
Der Leuenmord in Luzern. 11
der Preſſe nicht zu hemmen vermögen, wenn in den com⸗ pakteſten monarchiſchen und despotiſchen Staaten weder Cenſur noch Grenzcordons die Einbringung und Ein⸗ wirkung aufwiegelnder Schriften verhinderten, wenn ſelbſt der Autokrat von Rußland eingeſtehen mußte, daß ſeine dreifachen Koſakencordons die Einſchwärzung propagan⸗ diſtiſcher Artikel in Polen nicht zu hemmen im Stande waren, ſo iſt ſchwer zu begreifen, was ein Preßgeſetz für den kleinen Canton Luzern helfen ſollte, wo ringsumher in den andern Cantonen die zügelloſeſte Preß⸗ freiheit herrſcht und kein Mittel gegen das Einbringen der Druckſchriften vorhanden iſt. Wenn ein ſolches Ge⸗ ſetz nicht blos beſtimmt war, die Rache gegen die ein⸗ heimiſchen Schriftſteller oder einzelnen Buchhändler und Buchdrucker zu kühlen, ſo verrieth er einen faſt unbe⸗ greiflichen Grad von Beſchränktheit, unbegreiflich ſelbſt bei einem Bauernregiment mit Jeſuitenrathgebern.
Das Preßgeſetz der Republik Luzern hatte nichts ge⸗ holfen, die radicale Oppoſition wuchs in allen übrigen Cantonen, im Aargau wurden die Klöſter aufgehoben. Da erkannte der Staatsmann Leu, daß das einzige Mit⸗ tel, die katholiſche Kirche und„ihr Vermögen vor dem Indifferentismus zu retten“, das ſei: den Jeſuitenor⸗ den wirklich zurückzuberufen und demſelben die Semina⸗ rien und den theologiſchen Lehrſtuhl im Lycäum zu über⸗ geben.„Es wird ſchwer halten, hatte ihm ſein verſtor⸗ bener Lehrer Wolf prophezeit, aber du wirſt es noch erleben.“.
Die Jeſuiten wurden berufen, zum Theil waren ſie ſchon da, verkleidet ſchlichen ſie über die Grenze. Der erſte Freiſcharenzug(S⸗ December 1844) fand ſtatt. „Luzern befand ſich in dem Zuſtande der Nothwehr; es kämpfte nicht für irdiſches Gut, nicht für irdiſchen Rang,


