10 Der Leuenmord in Luzern. ten ihn nicht. Er erkannte endlich, daß es nur ein du Mittel gäbe, die alte katholiſche Schweiz, wie er ſie ft wollte, zu retten— die Wiedereinführung der bu Jeſuiten in Luzern.— Im J. 1840 foderten 17,000 Stimmen die Revi⸗ d ſion der neuen liberalen Verfaſſung vom Jahre Dreißig, drif und nach Grundſätzen, welche Leu in den früheren Se⸗ diſiſ parat⸗Volksverſammlungen feſtgeſtellt hatte. Luzern kehrte W in die Reihe der kirchlich katholiſchen Cantone zurück. fir Leu war es, welcher das Meiſte zu dieſer Reorganiſa⸗ tion gethan; die höchſten Stellen im Lande ſtanden ihm fri offen, aber er blieb der— Bauer von Eberſol. der: Nur in den Erziehungsrath und die geiſtliche Com⸗ ſt miſſion ließ er ſich wählen. Er glaubte ſich dazu in ſo hin weit gewachſen,„als er die beſſeren Syſteme und But Lehrarten begriff“ und„mehr, als man von dem un⸗ grei ſtudirten Manne erwarten durfte“, im Staatsökonomie⸗ bi weſen leiſtete. Seine Amtsthätigkeit in Bezug auf Sparſamkeit und Ordnung ward von Freund und Feind hol anerkannt.(Uns erſchiene die Bewunderung in umge⸗ C kehrter Reihe natürlicher; von einem unſtudirten Mann De iſt es nichts Wunderbares, wenn er ein guter Okonom tel, iſt; das aber iſt zum Verwundern, wenn ein Unſtudir⸗ In ter die beſſeren Syſteme und Lehrarten im Erziehungs⸗ den weſen begreift, über welche unter den Studirten ſelbſt tie ſo große Zweifel herrſchen!) Ueber ſeine ſtaatsmänniſche geb Einſicht können wir aber die hohe Vorſtellung ſeines ber Biographen nicht theilen, wenn wir leſen, daß er es erle war, der von der Regierung den Erlaß eines Preßge⸗ ſetzes foderte und erlangte,„damit die Preßfreiheit ſch nicht zur Preffrechheit entarte“. Damit ſollte die„fremd⸗ n artige Beimiſchung einer Afterfreiheit ausgeſtoßen wer⸗
den“. Wenn allüberall Preßgeſetze allein die Zügelloſigkeit


