Zeitschriftenband 
13 (1848)
Einzelbild herunterladen

6

Der Leuenmord in Luzern.

der die Jeſuiten hinter ſich zogen, als ſicherſte Leibwache, oder an unſichtbaren Fäden von ihnen gezogen wurden, Alles das ſind Fragen, die uns hier nicht beſchäftigen und die wir aus Unkenntniß der ſpeciellen Verhältniſſe nicht beantworten können. Ueberhaupt ſchreiben wir dies nicht für ſchweizer Leſer, die über manches Unrichtige hierin den Mund verziehen mögen, es iſt eine Einleitung nur für unſere deutſchen Leſer zur Verſtändigung des nach⸗ folgenden Falles niedergeſchrieben nach dem Reflex, den wir auf unſerm Spiegel in der Ferne aus den Partei⸗ nachrichten auffingen.

Joſeph Leu wurde das Haupt dieſer grollenden, ſich zurückgeſetzt fühlenden Demokratenpartei des Landvolkes, die an Zahl die herrſchende, liberale oder ariſtokratiſche, Städterpartei überwog. Ihr fehlte nur eine Vereinigung, ein Führer. Sie fand ihn in dem jungen, unabhängigen, reichen, populair beredten Landmann Joſeph Leu, deſſen kerngeſunde Natur und volle Kraft des gewaltigen Kör⸗ pers ſeinem Namen entſprach. Schon in der Jugend, Wirthshäuſer und Spiel meidend, ernſten Sinnes, er⸗ ſtarkte in ihm das Bewußtſein,daß ein Schweizer das Recht und die Pflicht hat, in öffentlichen Angelegenhei⸗ ten wie in den häuslichen im Geiſte der Wahrheit ſich Urtheile zu bilden und für die Wahrheit einzuſtehen. Schon als Jüngling ſprach er in den Verſammlungen mit, vielleicht in unziemlicher Weiſe, denn als er einſt aus einer Verſammlung entweder heraus gewieſen wor⸗ den, oder doch nicht Zutritt erhalten hatte, lehnte er eine Leiter von außen an das Fenſter der Kirche, in welcher ſie gehalten wurde, und haranguirte von dieſer ſeltſamen Tribüne herab die Verſammelten. Gegen die Reformen in kirchlichen Dingen war er der unermüdliche Oppo⸗ nent und ſetzte es durch, daß, dem Regierungsbefehle

entgeg wurde D

res i geſinn rige wähl ſung die übet

welc

Kör

zu W

auch

moch

Pol

vol

dot tat ner ſch ein 6 15 len len in au ge

1