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vI Vorwort.
wickelungen, geraubte Erben, falſche Praͤtendenten, unlösbare Identitätsfragen ſind mit dem Streit der Gerichtsbarkeiten, dem Herrenrecht, den Gewölben und Wundern der Feudalſchlöſſer und dem Glau⸗ ben der alten Geſchlechter vor der Kritik der Ge⸗ genwart verſchwunden; das ewig menſchliche In⸗ tereſſe der pſychologiſchen Fragen iſt durch ſie da⸗ gegen in ein viel helleres Licht gerückt. Die zwei nächſten Bände, von denen wir hier den erſten dem Publicum übergeben, enthalten in den vorgeführten Perſonen Charakteriſtiken, die eine ganze Sittenge⸗ ſchichte unſerer Zeit in ſich ſymboliſiren mögen. Eine Färbung bleibt in allen Zeiten dieſelbe, die unergründete Herrſchaft, die der Wahn über das Menſchengeſchlecht mit dämoniſcher Kraft ausübt. Wir haben es hier nicht mehr mit dem religiöſen und myſtiſchen Wahn zu thun, mit Hexenprozeſſen und Verbrechen aus Glaubensſtreitigkeiten. Dieſe trüben, vielleicht die trübſten Seiten aus der menſch⸗
lichen Verbrechergeſchichte, hoffen wir, mit wenigen
Ausnahmen, in der abgeſchloſſenen Reihenfolge ab⸗ gethan zu haben. Der Augenblick, in welchem dieſer Theil ans Licht tritt, veranlaßte uns aber eine Folge politiſcher Prozeſſe aufzunehmen, die theils der Zeit ſelbſt angehören, theils in ihr wie⸗ derſpielen.
Die Ermordung des Rathösherrn Leu von Eber⸗
ſor iſt keine gewöhnliche Mordthat aus Rache oder
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