246,708,553 Doll.; der Import in demſelben Jahre 261,468,520 Doll., die im auswärtigen Handel beſchäftigten amerikaniſchen Schiffe, die in amerikaniſchen Häfen in demſelben Jahre einlie⸗ fen, betrugen 3,861,391 Tonnen, die fremden Schiffe 2,083,948
Tonnen. Die Baumwollenausfuhr dieſes Jahres betrug 1,008,421,610 Pfd. zum Durchſchnittspreis von 8,74 Cents (faſt 4 Sgr.). Im Jahre 1855 wurden 381 Schiffe und Barken,
126 Briggs, 605 Schoner, 669 Schaluppen und Canalböte und bewacht. Auf dem Elephanten ſitzend, in gleicher Höhe mit dem
243 Dampfſchiffe in amerikaniſchen Häfen vom Stapel gelaſſen;
zuſammen ein Tonnengehalt von 583,450. Vom geſammten nere der Häuſer ſehen, die mit jämmerlichen, armſeligen Möbeln
Tonnengehalt der vereinigten Staaten ſind 770,285 in der Dampfſchifffahrt, 186,773 in der Wallfiſchfahrt, 102,928 in der Kabeljaufiſcherei, 2,491,108 in der Küſtenſchifffahrt und 21,295 in der Makrelenfiſcherei beſchäftigt. Land wurde 1855 für 11 Mill. Dollars verkauft. Man ſieht aus dieſen Zahlen, welche Elemente der Macht und des Reichthums in den vereinigten Staaten liegen und daß Geldcalamitäten in dieſem Lande vor⸗ übergehender Art ſind.
Nach dem Fall von Delhi hat ſich der Aufſtand in dem vor⸗ maligen Königreich Audh concentrirt und hier wird noch ein har⸗
ter Kampf beſtanden werden müſſen, der aber die Erdrückung des Aufſtandes zur unmittelbaren Folge haben muß. Daß die geſchlagenen Sepoys ſich nach Audh geworfen haben, erklärt ſich
leicht daraus, daß die meiſten Sepoys aus Audh ſind, hier ihre
Heimath haben. Hiernach begreift ſich die Wichtigkeit, welche
der Beſitz von Lucknau, der Hauptſtadt von Audh, für die Eng⸗ länder jetzt hat. Dort wird und muß die ungeheure Empörung ihr Ende finden. Lucknau iſt eine der bevölkertſten Städte der Welt; es hat über ½ Mill. Einwohner. Die Straßen ſind von dichten Volksmaſſen angefüllt, durch welche der Elephant mit ſeinem Geleite— denn alle Vornehmen reiten auf Elephanten—
nur ſchwer ſich den Weg bahnt. Die meiſten Einwohner ſind in Lumpen gehüllt. Zuweilen ſieht man einen Würdeträger des Reichs, in weißen Muſſelin gekleidet, einen phantaſtiſchen Turban auf dem Kopf mit einem Buſch von Paradiesvogelfedern undeinem Stern von Diamanten, auf einem reich aufgezäumten Elephanten ſitzend, umgeben von einem Schock zerlumpter Diener mit langen Flinten, Säbeln und Schilden. Oder es begegnet Einem ein geheimnißvoller vergoldeter Palankin, von bewaffneten Eunuchen
erſten Stockwerk, kann man leicht durch die Fenſter in das In⸗
verſehen ſind. Doch ſieht man viele ſchwarze Schönheiten in reichem Putz an den Fenſtern. Es war in Audh Sitte, daß jeder König ſich nach ſeinem Regierungsantritt einen Palaſt baute, ſo daß eine große Anzahl von königlichen Paläſten, freilich theil⸗
weiſe in traurigſtem Verfalle, zu ſehen ſind. Die Hälfte ſämmt⸗
licher Gemächer war indeſſen vom Harem eingenommen, denn der letzte König von Audh(der jetzt auf dem Fort William bei Calkutta gefangen ſitzt) hatte mehr als 500 Weiber und manch⸗ mal ſchloß er vier Ehen in einem Tage. Für die Krönung be⸗ ſtand ein beſonderer Palaſt mit einer Thronhalle, die der Schau⸗ platz mancher Tragödie war. An den Wänden ſieht man noch die Spuren eines Kampfes, den die Engländer hier fochten, um den legitimen Erben, den letzten noch lebenden König gegen ſeine Mutter zu ſchützen, die einen andern Sohn auf den Thron ſetzen wollte. Der Thron iſt von gediegenem Silber, mit Edelſteinen beſetzt. Eine Merkwürdigkeit Lucknau's iſt der Conſtanzio⸗Palaſt, den General Martin baute. Dieſer Mann, in Lyon 1732 gebo⸗ ren, kam als gemeiner Soldat mit Graf Sally nach Indien, ſtieg in Audh zum Commandanten der Arſenale empor und regierte den Staat faſt unbeſchränkt. Es iſt ein wunderliches Gebäude, mit einer bezaubernden Ausſicht auf die Stadt.
Unſerer heutigen Nummer liegt das bereits angekündigte Statut für die gewerblichen und
volkswirthſchaftlichen Vereine, aus der Feder des Herrn Schulze⸗Delitzſch, bei.
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