Jahrgang 
1857
Seite
610
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Zur Geſchichte des Schillerhauſes in Weimar.

Von Julius Eberwein.

Schiller war, wie bekannt, nicht ſelten in Geldverlegen⸗ heiten, und dieſes hatte ſeinen Grund nicht in der Größe ſeiner Ausgaben, ſondern vielmehr in der Nichtgröße ſeiner Einnahmen. Wir ſehen ihn faſt ganz mittellos aus Stutt⸗

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Es koſtet mir weniger, eine ganze Verſchwörung und Staatsaction durchzuführen, als meine Wirthſchaft, und Poeeſie iſt nirgend gefährlicher als bei ökonomi⸗ ſcher Wirthſchaft.

Carl Auguſt, Herzog von Sachſen-Weimar.

gart flüchten. In Mannheim und Oggersheim ging es ihm ſehr knapp. Ueber ſeine ökonomiſche Verwaltung ſchreibt er an Huber: Ich bin willens, in Leipzig einem Fehler zuvorzukom⸗ men, der mir in Mannheim viele Unannehmlichkeiten machte. Es iſt dieſer, meine eigene Oekonomie

zu führen. Das iſt ſchlechterdings meine Sache nicht.

In Bauerbach gefiel es ihm auch deshalb mit ſo ausnehmend, weil er dort faſt für Nichts dergleichen zu ſorgen hatte. Seit ſeiner Bekanntſchaft mit Körner war dieſer ihm der ſtets hilfbereite Freund auch in ſeinen Geldangelegenheiten. Selbſt lange Zeit nachdem Schiller von Leipzig und Dresden weg und in Weimar und Rudolſtadt war, kamen kleine finanzielle Angelegenheiten noch in dem Briefwechſel zwiſchen

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