Jahrgang 
1857
Seite
503
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dur Was dir behagte, Berührt er deines Mundes warme erde Wo ſie trüber Gedanken Horden, Jungfräulichkeit mit ſanftem Kuſſe. a Die Dich in Traumes Gefängniß morden, Du folgeſt mit gelaßnem Herzen o.....; kar ded, Durch ihr traulich Geplauder verjagte, Dem Fremdling, der dich auserkor; die Daß dir dein Lager faſt lieb geworden. 5 zißr ſehn dir nach anii chßner olda Und hüllen uns in Trauerflor. . vor⸗ Ach, wie wäre das irdiſche Leben, ſchen Reich an Schmerzen und ſchweren Plagen, regt. Nur zu ertragen, 4 3 abirmliſche S gfer. othe Wenn Ihr, denen das himmliſche Streben, Nur kapft V furt Liebend die Leiden uns wegzufragen, Nor⸗ Gott als die herrlichſte Zierde gegeben Du wunderſt dich, mein trauter Junge, olks⸗ Wenn Ihr uns fehltet in kranken Tagen! T bittre dühnedsen 3 üme Ich trage mit gelaßnem Herzen den. Ihr macht jeglich Gebreſt erträglich, Und nie zum Klaglied rege meine Zunge? See Nehmet auf euch die Hälfte der Schmerzen; das 0 4 5 rten Heitere Kerzen Daß ich man theures Gut verloren, auf⸗ Zündet ihr an im Dunkel, wo kläglich Was ich beſeſſen.. Wimmern nach Hoffnung duldende Herzen; Und mein zu nennen mich vermeſſen, elche Tröſtung ſpendet ihr nächtlich und täglich, Und keine Seufzer ſang zu fremden Ohren? ſehr Daß wir die bitterſten Leiden verſchmerzen. Das macht, ich dient' in jungen Jahren imer 1 4 4 Ir, Gaaar. 3 nach Himmliſche Aerzte, was wären die feſtern Im Lazarethe, ... r. N.. N 9

nzu Männerherzen in Leidenstagen, A urmer Proletarien Bette 3 848 Hülft ihr nicht tragen, Sah Schlimmres als den Tod ich tapfer tragen. der Heut im Lieben und Dulden, wie geſtern? ums Braucht nicht im Kloſter der Welt zu entſagen, Ich müßt mich in die Seele ſchämen, aren Alle ſeid ihr barmherzige Schweſtern, Wenn ich danehen⸗ 1 V ut Freundliche Engel in ſchmerzlichen Tagen! Dem Lieb' und Dichtung Kränze weben, an Mich murrend wollt' um das Entbehrte grämen. zur be⸗ Wenn ich mit kummertrüben Blicken l Nen Rie Fi ewau Die Armen grüßte, nach Die Himmelsbraut. Die in des Daſeins öder Wüſte flecht Ich ſoll mit Muth und Labetroſt erquicken! 4 O lieblich Kind, mit ſüßem Grauen 8 Seh' ich dein Weſen ſich entfalten, 6 Lir Feldzug iſt das Erdenleben, gd Zur holden Königin der Frauen es gilt zu tragen nen Die zarte Knospe ſich geſtalten. Und unverzagt ſich durchzuſchlagen, men Du Lilie, die mit ſchlankem Stengel Dem Arzte iſt die Vorhut übergeben. tha, Aufſtrebt zum reinen Himmelslicht, V 4. lrn⸗ So leicht, ſo ſelig, wie ein Engel Dam kapfern Feldherrn muß er gleichen; igen Wie biſt du ſchön, und weißt es nicht! ii Veiſtenn Weh 4 d eſer, orangehn, ob ſein Herz au ute, in Doch daß kein ſterblich Sehnen wage, Voran durch Sterbende und blaſſe Leichen! war Mit ird'ſcher Gluth nach dir zu ſtreben! ſel⸗ Geweiht von deinem erſten Tage lien. Iſt einem Höheren dein Leben. nie Es glühen deine Pfirſichwangen Aerztliche Schule. den. Nur für des Frühverlobten Kuß; un⸗ Nur er wird liebend dich umfangen Schulwiſſen macht dich aufgebläht,

Des Todes ernſter Genius. Das eigne Thun beſcheiden;

Die höchſte Univerſität

Noch einmal ſiehſt du Roſen blühen, Iſt die Schule der Leiden.

Vielleicht noch zweimal; deine Wangen

Wird überhauchen tiefres Glühen, Erſt wenn am Lebenskern den Schmerz

Und blauer wird dein Auge prangen. Du fühlteſt in dir nagen,

Doch wenn am grünen Buchenhügel Erſt wenn ein liebend Menſchenherz

Aufglimmt des Herbſtes Purpurſchein, Dein Leiden half tragen;

Dann ſchwebt auf raſch geſchwungnem Flügel V

Dein Bräutigam entzückt herein. S uan wandmzednin du mußt

4 ier ohne Hoffnung pflegen

Er ſchlingt die kühlen Marmorarme Dann keimet auf in milder Bruſt

Um dich, und zum Vermählungsgruße Der herrlichſte Segen.