Jahrgang 
1857
Seite
475
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Durch alle Buchhandlungen und Poſtämter für 12 ½ Ngr. vierteljährlich zu beziehen.

Inhalt: Die Goldbarren. Skizzekvon Fr. Gerſtäcker.(Fortſ.) Bilder aus den deutſchen Gauen. V. Skizzen aus der Rhön. Die griechiſchen

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Tragiker in Deutſchland. Volkswirthſchaftliche Skizzen. Von H. Schulze⸗Delitzſch. IV. Das ſociale Uebel. Die plaſtiſche Darſtellung der Pilze. Von Ludwig Köhler. Aus dem Weltleben. Was beliebt: Internationaler Congreß. Luthfullah Khan's Denkwürdigkei⸗

ten. Ueber Indien. Bernhard von Watzdorf.

Die Goldbarren.

Skizze von Friedrich Gerſtäcker.

(Fortſetzung.)

Auch dem Unterſteuermann, der ſonſt eine tüchtige Portion vertragen konnte, war der, heute ohne Waſſer angemiſchte überſüße Grog in den Kopf geſtiegen, und ſehr erwünſcht kam ihm die Aufforderung des Oberſteuer⸗ manns: jetzt lieber zur Coye zu gehen, damit er nachher wieder auf ſeiner Wacht munter und bei der Hand ſein könne. Er taumelte mehr als er ging die Cajütentreppe hinab, und warf ſich dort, angekleidet wie er war, auf ſein ſchmales Lager.

Den Augenblick hatten die beiden Verbündeten ſchon lange herbeigeſehnt, denn die Nacht war mehr und mehr vorgerückt, und Zeit zum Ausſchlafen durften ſie keinem ihrer Leute laſſen.

Die Matroſen lagen ebenfalls ſchon ſämmtlich ſchnar⸗ chend überall an Deck unhergeſtreut. Kaum wußten ſie deshalb den letzten, den Unterſteuermann ſicher in ſeiner Coye, als der Capitain das Ruder ſich ſelber überließ und dann mit dem Oberſteuermann raſch und ſo geräuſch⸗ los als möglich das am Stern des Schiffs an ſeinen Krahnen hängende Schiffsboot in See hinunter ließ.

Alles dort hinein gehörende, wie Compaß, Lebens⸗ mittel und Getränke, war ſchon über Tag zurecht gelegt worden und brauchte jetzt nur hinabgereicht zu werden, und als Ballaſt folgten nun die koſtbaren Ballen, die der Capitain dem Oberſteuermann hinunter ließ.

Die Barren hatte der Oberſteuermann heut über

Tag, während er die Wacht zur Coye hatte, immer zehn und zehn in Segeltuch eingenäht, und das ziemlich geräu⸗ mige Boot, nur von zwei Leuten bemannt, trug die Laſt bequem und leicht. Alles beendet gebrauchte der Capitain noch die Vorſicht den Chronometer zu verſtellen, damit der Unterſteuermann nicht ſobald einen Hafen erreiche, und als ſie eingeladen was ſie des Mitnehmens werth fanden, ſchifften ſie ſich beide ein, henkten den Block aus, der ſie noch an Bord feſt hielt, ſetzten ihr kleines Segel und ließen bald das vor der Hand noch ruhig ſeine Bahn verfolgende Schiff in weiter Ferne hinter ſich.

Der Unterſteuermann, der ſich noch von Allen am nüchternſten gehalten, wachte zuerſt wieder auf. Die Briſe war ſtärker geworden, die See ging etwas höher und die beiden niedergelaſſenen Blöcke, an denen das Boot gehangen, ſchlugen in regelmäßigen Zwiſchenräumen, mit der Bewegung des Schiffes, gegen den Spiegel deſſel ben an.

Der Seemann richtete ſich in ſeiner Coye auf und horchte auf das ungewohnte Geräuſch. Der Kopf war ihm noch wirr und wüſt von dem im Uebermaß genoſſenen Rum, und im Magen ſchien es ihm auch nicht ganz recht zu ſein, denn er ſchnitt ein miſerables Geſicht. Faſt inſtinkt⸗ artig griff er aber nach ſeiner Uhr in der Taſche, und als