1857.
Durch alle Buchhandlungen und Poſtämter für 12 ½ Ngr. vierteljährlich zu beziehen.
Inhalt: Des Geldes Fluch. Novelle von Theodor König. Zweites Kapitel.— Bilder aus dem Ungarlande. I. Das Erdbeermädchen. II. Scho⸗ katzen.— Volkswirthſchaftliche Skizzen. Von H. Schulze. I. Der Menſch und die Geſellſchaft.— Aus der Krankenſtube. II. Der Typhus. (Schluß.)— Dr. Barth’s Reiſen in Afrika. II. Bd.— Die Armee im Britiſch⸗Indien.— Die Kartoffelknolle und ihre Erkrankung. Von Dr. J. Speerſchneider. II.— Aus dem Weltleben.— Was beliebt: Die Coalition der Papierfabrikanten.— Philiſterium und Rentierthum in
Deutſchland.— Der atlantiſche Telegraph.— Die Elbzölle.— Das Leben der Thiere im Auguſt.
V Zes Geldes Fluch. V
Novelle von Theodor König. Zweites Rapikel.
V Inzwiſchen hatte ſich Karoline lebhaft mit dem Rechts-⸗ vortrefflich. Als Ihr Rechtsbeiſtand müßte ich eigentlich anwalt unterhalten. Derſelbe war ein junger, heiterer wünſchen, daß er ſich weniger gut befände, daß er insbe⸗ und geiſtreicher Mann und hatte, ſeitdem er vor Kurzem ſondere in Bezug auf unſre Angelegenheit weniger Zuver⸗ mit Karoline zum erſten Male in Berührung gekommen, ſicht und Selbſtvertrauen beſäße.“ eine lebhafte Theilnahme für ſie gefaßt.„Wie meinen Sie das?“
„Aber ſagen Sie mir um des Himmels Willen,“„Ich meine, daß er ſeine Anſprüche von Tage zu Tage fragte er kurz vor dem Eintritt des Commerzienrathes, erhöht, daß er bereits mehr als das Doppelte der „wie kamen Sie in dieſes Haus? Und wie haben Sie Summe fordert, welche ihm anfänglich genügte! es fünf lange Jahre darin ausgehalten? Für das erſte i, ei, er iſt wohl raſend, der gute Graf,“ ſagte der dieſer beiden Räthſel könnte allenfalls„der Zufall“ als Cröſus mit ſichtbarer Angſt und Aufregung, indem er Ssſung gelten.“ Lineenen eierſohane zibetiinißn ſüchte vornheref
. inf„Hätten Sie mir, wie ich wünſchte, von vornherein V„Und die Löſung des zweiten liäat lit don einfachen unbeſchränkte Vollmacht gegeben oder hätten Sie nicht
Umſtande,“ fiel Karoline ein,„daß wir in jedem Kreife i ſehe. lenge gezögert, ineine Vorſchli meenſchlicher Wirkſamkeit Gelegenheit finden, unſre Pflicht fnduiſde hach dſe Einwilligu 1 1 4 e enunnehöun I aus uüben r ind kin weirig Gules thun 50,000 Thaler billiger zu ſtehn gekommen ſein.“
Der Cintritt des Commerzienrathes bewog Karoline,„Sie ſcherzen, lieber Anwalt!“ ſtammelte der Greis V ſich vi etſawenn 55 i keindr bediannt ien de mit wahrer Seelenangſt.„Um des Himmels Willen ge⸗ nur bis zur Thür des Empfa er ſtehen Sie, daß Sie ſcherzen.“
dann zurück.„Als ich das erſte Mal mit dem Grafen conferirte, V„Wie befindet ſich mein Schwiegerſohn, der Graf?“ villigte zeidi he bekannt iſt, in die Wieded um Mit dieſen Worten, welche den Beweis liefern, daß unſer den Preis von 30,000 Thalern.“
V Harpagon für Rang und Titel keineswegs unempfindlich„Richtig, richtig, und ich bewilligte dieſe Summe.“ V war, eröffnete er die Unterhaltung.„Leider, als es zu ſpät war. Sie zögerten vierzehn „Der Herr Graf,“ entgegnete der Juriſt, befindet ſich Tage mit der Antwort; und dann erklärte der Graf, er


