1 125 f. je Birnen. Durch ganz beſondere Tragbarkeit zeichnen ſich ſchönen großen blaßroſafarbenen Blumen und gibt im f aus: mehrere Quittenbäume, die Goldparmäne, einige Herbſt in den meiſten Jahren einen recht ſchätzbaren Er⸗ t⸗ Bäume des Kleinen Florinerapfel, der Danziger Kant⸗ trag an Früchten, welche immer geſucht ſind. Mein ig aopfel, hier Calvillartiger Winterroſenapfel, die Muskat⸗ Zaun, der jetzt 7 Jahre alt iſt, iſt theilweiſe über manns⸗ ch Rieinette, der Graue Kurzſtiel, Parkers grauer Pepping, der hoch gewachſen. Beſchnitten wird dieſer Zaun nicht. rch Geſtreifte Backapfel und an Birnen beſonders die dnaus⸗ Der obere Theil des nördlichen Zauns(gegen die Straße en⸗ birne oder Weinbirne und die Römiſche Schmalzbirne. zu) iſt eine hohe Weißdornenwand, welche wenigſtens 25 der Da mir mein Obſtgarten vorzüglich auch zu pomolo⸗ Jahre alt ſein mag. Ueber dieſelbe ragt eine auf einen ele ggiſchen Forſchungen dient, ſo wird ſich Niemand wun⸗ kräftigen Weißdornenſtamm vor ungefähr 10 Jahren ge⸗ ct deern, wenn ich berichte, daß ſich in demſelben allein 15 pfropfte Birne(die Sparbirne, Franzmadam,, welche at⸗ V ſogenannte Sortenbäume, theils Hochſtämme, theils ſeither ſchon 2 mal ſehr voll hing und recht gute Früchte - Pyramiden befinden; es ſind dies Bäume, auf deren lieferte. en⸗ ggweige eine Menge verſchiedener Obſtſorten veredelt ſind. Noch vieles möchte ich über meinen Garten erzählen, Ein Birnbaum hat circa 120 Sorten; meiſtens veredle allein es wäre Unrecht, die Geduld der verehrten Leſer er— ich aber nur 25— 50 Sorten auf einem Baum, um eine dieſer Blätter durch dieſen einen Gegenſtand noch län— pe beſſere Ueberſicht zu behalten. Immerhin mögen, das ger in Anſpruch nehmen zu wollen. Meinen Zweck habe Beeerenobſt eingerechnet, ſich jetzt in dieſem Obſtgarten ich auch wohl, wie ich glaube, erreicht; ich wollte ein Bild in⸗ etwa 800 Obſtſorten befinden, gewiß eine anſehnliche aus der Wirklichkeit— nicht einen bloſen Plan, der nir⸗ gl Zahl. Außer dem wiſſenſchaftlichen Intereſſe, welches gends ausgeführt iſt— geben und zeigen, wie durch ein eln ſolche Sortenbäume haben, gewähren ſie auch dem Obſt⸗ fache Spaziergänge(die weder mit Sand noch ſonſt einem V liebhaber gar reichen Genuß und große Abwechſelung. Material bedeckt ſind, ſondern nur gewöhnliche 5 ½— 6 ſt Auch die Umzäunung eines Gartens ſoll nutzbringend Fuß breite Erdwege ſind) und einige Gruppen ein früher unr ſſein!— Dieſer alte Spruch findet ſich hier in voller An⸗ ſchmuckloſer Obſtgarten zu einer einfachen ländlichen woeendung. Weſtlich gegen die Straße hin und ſüdlich bis Gartenanlage umgeſchaffen werden kann, wodurch ſowohl ant zu dem Abſatz iſt eine Hecke der großen Hagebuttenroſe, dem Garten ein wirklicher äſthetiſcher Werth verliehen, cer Rosa villosa, angelegt, deren Früchte von den Conditoren als auch ſein Ertrag namhaft geſteigert werden kann und V fährlich ſtark geſucht und gut bezahlt werden. Um dem ſeine Erhaltung dennoch nur verhältnißmäßig ſehr wenige eln kleinen Gemüſegarten etwas Schutz gegen die rauhen Arbeit und Koſten verurſacht. 33 Sſtwinde zu geben, iſt an den Roſenhaag angrenzend Liit„Anmerkung. Wer ſich über die neueſten Erfahrungen im Ge⸗ „ Sctück Zaunlänge mit großen Haſelnußſorten bepflanzt. biete der Obſtbaumzucht unterrichten will, den verweiſen wir auf auf DDite weitere ſüdliche Zaunlinie iſt durch eine Maulbeer⸗ die von Oberdieck und Lucas herausgegebene ren,. Hhecke zur Seidezucht gebildet. Die untere öſtlich gelegene Monatsſchrift für Pomologie und praktiſchen Obſt⸗ eine und drei Viertheile der nördlichen Zaunlänge habe ich mit bau. Dritter Jahrg. Stuttgart. Köhler. Fäbhrlich 12 Hefte à ier⸗ OQuuitten und zwar der dauerhafteren Apfelquitte ange⸗ reerült Pere fl. ſer ec Nidnngeie 1 1. lauzt. Disſer Strauchbildet nach 4 3 Jahren einen Rnaaſn htannanunahenſſnt un iſe Ama ich⸗ faſt undurchdringlichen Zaun, leidet faſt nie durch Rau⸗ möglichſt zu verbreiten und zu fördern. Möge ſie überall Eingang nig pen, ſchmückt bei Beginn des Sommers durch ſeine und Beachtung finden! Die Red. ige⸗ ttu⸗— ſch⸗ ſind, 5. 35 Von früherem Gaunerweſen in Deutſchland. Von Heinrich Jäde. nu Man hört nicht ſelten die bitterſten Klagen, wie das„Willſt Du Dich erneren, and— Gaunerweſen, trotz aller polizeilichen Wachſamkeit, mehr Se enigirflneün nd. ſich vor zudrina⸗ Wan der Bur ins Holz fert Ein und mehr überhand nehme und wie man ſich vor z g⸗ So renn in freislich an. lichen Bettlern und gefährlichen Langfingern nicht genug oder: ſind hüten könne. Daß aber auch in dieſer Beziehung die„Daß wir nit hungers ſterben, und Weelt nicht etwa ſchlechter geworden, als ſie vor Jahr⸗ E. mäſſen Rit füiah nerbn nd⸗ hunderten war, möge die folgende, wahrheitsgetreue Dar⸗ Die Wichen Kaufleut erben⸗ ind⸗ ſtellung erhärten. Und was die freien Reiter können, thut auch der freie den Wenn wir die Straßen nicht reiten können: LCandsknecht, wenn er ſoldlos geworden: chen Was haben wir dann zu verzehren?“„Der ſechſt der ſprach: hielt wir uns recht, rem. Das iſt freilich bitter! Denn man muß wiſſen, daß ſo wäͤren wir gar frumm Landsknecht, din. alſo vor dreihundert Jahren nicht etwa ein reitender Poſt⸗ ſennnüen wir iiih Vrn höne bote ſang, der ſein redliches Brod erwarb, indem er dem und nemen in was ſie haben; den Verkehre diente, oder ein Strick⸗ und Straßenreiter im wir tun nit wie ander tockmeuſer, dume Dienſte der Gerechtigkeit und Polizei. die heimlich ſchinden und ſchaben.“ atürh⸗„Der uns das Liedlein new geſang, Da klingt noch Stolz heraus! Der Gewaltmuth, der edes Ein freier Reuter iſt ers genant.“ offen das Leben auf das Spiel ſetzt, blickt mit Verachtung een Neu hat ers geſungen, aber die Sache iſt alt, und auf die, welche mit verſteckter Benutzung der Umſtände V an Lieder aus dem 15. Jahrhundert ſprechen ähnlich. Andere beeinträchtigen. und V 2 ₰
Jahrgang
1857
Seite
125
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