Beſtimmung anzeigt. Den Obſtgarten erhält der jewei⸗ Lage, Bauart, Schutz gegen die eindringende Kälte und
lige Bewohner dieſes Hauſes für 31 Fl. 30 Kr. jährlich in Pacht. Rechts und links vom Eingang ſind Raſen plätze mit einigen Blumengruppen. Hier ſtehen Fuchſien in freiem Lande, es erfreut die ſchöne Weigelia rosea mit ihrem reichen und hier auf halbſchattigem Standort be ſonders lange dauernden Flor, die Japaniſche Anemone entzückt noch bis in den Winter hinein durch ihre herr lichen roſenrothen Blüthen, während eine Anzahl ſeltener und ſchöner Staudengewächſe vom Frühjahr bis zum Herbſt hin dem Ganzen Färbung und Leben gibt. Auf den 2 „mittleren runden Gruppen ſteht je ein Calycanthus oder Gewürzſtrauch, auf den 2 entfernteren je eine Allerhei⸗ ligenweichſel als Bäumchen gezogen und auf Süßkir ſchenhalbſtämme veredelt. Dieſe Weichſel iſt als frei⸗ ſtehender Zierbaum ſehr ſchätzbar und ſchmückt ſowol durch ſeinen ſchlanken Aſtbau, wie durch ſeine Blüthen und erſt im September erſcheinenden recht guten Früchte.
An der Süd⸗ und Weſtſeite des Hauſes befinden ſich Spalierbäume mit verſchiedenen Obſtarten und Sorten; ſüdlich 2 Pfirſiche, die vortreffliche Maltheſer Pf., eine der vorzüglichſten Frühpfirſiche, die auch Belle de Paris heißt und die zu den Maßdal enenpfirſichen gehörige Prinzeſſin Marie von Württemberg, ebenfalls eine ſehr ſchöne und gute Frucht. Zur Bekleidung eines größern Bauerraumes bei b habe ich die Lucas's Früh zwetſche als Hochſtamm angeflanzt und deren Aeſte faſt rechtwinklig ausgebreitet. Es trug das erſt im Jahre
eine eigenthümliche, aber ſehr einfache Coaksheizung ge⸗ währen dieſe Vortheile und dabei halten ſich die dar⸗ in ſtehenden Camellien, Azaleen, Neuholländer⸗Roſen, Farren vortrefflich. Der halbrunde Raum hinter dem Glashauſe dient zur Aufſtellung der Topfgewächſe wäh⸗ rend des Sommers.
Bei g iſt eine Felſengruppe arrangirt, für die ein ſchö⸗ ner Taxusſtrauch: den Hintergrund gibt und worauf allerlei Algenpflanzen, beſonders für die Frühlingsflor cultivirt werden.
In der Nähe iſt bei h eine runde ungefähr 8“ im Durchmeſſer haltende und 5 tiefe Grube, welcher ſämmt⸗ liches Abwaſſer von der Küche in einem verdeckten Kanal zugeführt wird. Iſt die Grube angefüllt, ſo wird der
Ueberfluß auf den Raſen und an die Obſtbäume aus gegoſſen. Dieſes Waſſer iſt das, welches zum Begießen
verwendet wird und es genügt meiſtens. daß dieſes Waſſer eine Menge düngender enthält und es ſollte deshalb daſſelbe überall mehr als gewöhnlich benutzt werden. Nur zu den Topfpflanzen, die in Haideerde ſtehen, iſt es nicht zuträglich.
Bei ii ſtehen zwei Gruppen, vorzüglich mit wurzel echten Oſtheimer Weichſeln und Haſelnüſſen((Barcelo. niſche und weiße und rothe Lambertsnuß) bepflanzt, die eine mit Jehovahblümchen(Saxifraga- umbrosa), die andere mit Monatserdbeeren eingefaßt.
Eine größere Obſtgruppe iſt k; in derſelben ſtehen
Bekannt iſt, Beſtandtheile
1854 gepfropfte Bäumchen im Sommer 1856 ungemein 2 vwooll. Als frühe und reichtragende Zwetſche verdient dieſe voon Siegel in Braunau erzogene Sorte jedenfalls Be achtung.
Südlich vom Wohnhauſe c iſt ein kleines warm ge⸗ legenes Gemüſegärtchen, in welchem ich vorzüglich frühen Scalat(beſonders ſchönen Winterſalat) Blumenkohl, Früh hlrabi, Körbelrüben und
2 Hochſtämme— Parpers grauer Pepping— ein recht guter Lederapfel und die vortreffliche engliſche Wintere goldparmene. Zwiſchen und um dieſelben ſind mancherlei Obſtſorten in Buſch⸗ und Pyramidenform angepflanzt und am öſtlichen Ende eine Partie Weichſeln. V
Eine längliche Beetgruppe! begleitet einen Theil des am ſüdlichen Zaun hinlaufenden Weges. Hier ſind der
Die 2
bſt Suppenkräuter ziehe. Di Wegſeite entlang eine Anzahl Apfelzwergbäumchen ange⸗ nun Querbeete erhalten jährlich eine Einfaſſung von Reſeda pflanzt, welche an einer 1'über dem Boden ſich hinziehen und werden mit Dahlien bepflanzt, in deren Vordergrund den dünnen Latte horizontal angeheftet worden ſind. Man
eine Reihe Roſen aus Töpfen ins Land geſetzt werden. nennt dieſe zu Einfaſſungen ſehr paſſende Spalierart V
Dort befindet ſich nun auch eine ziemlich geräumige von Cordon horizontale oder Winkelzug(vergl. Hardy V
wwildem Wein( Ampelopsis hederacea) dicht überklei Jägers vortreffliche Schrift über Baumſchnitt S. 88).
ddete Laube, in welcher im Sommer bei trockenem Wetter Das Ganze erhält das Anſehen einer horizontalen Guir
1 regelmßig das Morgen⸗ und Abendbrod d Jenoſſen wird. lande, da die Seitenzweige möglichſt kurz gehalten wer⸗
Das Dach iſt von ge wöhnlichen, guten Packtuch. Daſſelbe den. Hinter dieſem Apfelſpalier iſt parallel mit demſelben muß jetzt erneuert werden und da werde ich durch ein noch⸗ ein 2 Fuß hohes mit 2 Latten gezogen für Birnen, welche
maliges Ueberpinſeln deſſelben mit Waſſerglaslöſung(von auf ſchwache Wildlinge veredelt ſind und denen ich e
1 welcher 1.(7. jetzt in Stuttgart zu ungefähr 4 Sgr. zu 2 Hauptäſte gebe, die beide in gleicher Weiſe wie der
haben iſt und zu 2 Sgr. ſelbſt dargeſtellt werden lau) ihm eine auf viele Jahre dauernde Haltbarkeit geben. Der wilde Wein hat ſich an einem leichten Gitterwerk bis auf das Dach hinaufgeſchlungen und gibt dadurch dieſer Seite
eine der Zwergäpfel gehalten werden. Es befinden ſich hier 12 Aepfel⸗ und ebenſoviel der edelſten Birnſorten auf dieſem kleinen und nur 4 ½ Fuß breiten Beete.
Der älteſte hieſige Baum der engliſchen Wintergold⸗
des Hauſes ein ſehr maleriſches Ausſehen, welches zur Roſenzeit noch erhöh t wird durch zwei bei e e ſtehende Prärieroſen, deren ſch anke Triebe ſich mit dem wilden Wein vereinigen und eine unter dem Dach fortlaufende Roſenguirlande bilden. d d ſind 2 Miſtbeetkäſten, welche zu Ausſaaten und pomologiſchen Verſuchen, beſonders Vermehrungsverſuchen dienen. Auf dem Beet hinter d befindet ſich eine Reihe hochſtämmiger Roſen.
Ein kleines Gewächst haus ſteht bei f; es iſt ein Erd⸗ haus und nur für Kalthauspflanzen berechnet; ſeine Er⸗ haltung iſt ſehr wenig koſtſpielig; ich habe ſeit ungefähr
einem Winter als höchſtens ½ Klafter Holz gebraucht.
parmene befindet ſich bei m; derſelbe wurde vor etwa 45 Jahren in die Krone gepfropft. Man wirft bekanntlich dieſer vortrefflichen Apfelſorte, welche in jeder Hinſicht die allgemeinſte Verbreitung verdient, vor, die Bäume dauern nicht lange, ſie werden bald alt und geben dann nur kleine, unanſehnliche Früchte. Dieſe Erfahrung wird nur der an ſeinen Bäumen machen, der ihre Pflege nicht verſteht. Vor 14 Jahren trug dieſer Baum aller⸗ dings auch nur kleine Aepfel von der Größe eines Bors⸗ dorfers; ein ordentliches Ausputzen und mäßiges Verjün⸗ gen, welches ich im Jahre 1845 vornahm, bewirkte jedoch
mit ſeltenen Ausnahmen jährlich eine Menge der ſchön⸗
1 10 Jahren, ſeitdem daſſelbe erbaut wurde, nie mehr in eine vollſtändige neue Lebensthätigkeit, und ſeither ernte ich V


