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Illuſtrirtes
Voläsbſatt.
Herausgegeben von Heinrich Schwerdt.
Wöchentlich 1 ½— 2 Bogen. Durch alle Buchhandlungen und alle Poſtämter des Fürſtl. Thurn⸗ und Taxis'ſchen Poſtgebiets für 12 ½ Ngr., und im Deutſch⸗Oeſterreichiſchen Poſtvereinsgebiete für 15 Ngr. vierteljährlich zu beziehen.
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Durch Nacht zum Licht.
Eine Erzählung von Guſtav Nieritz.
(Schluß.)
VII.
Am Abende deſſelben Tages und kurz vor dem Schluß der Arbeitszeit trat ein Mann, gehüllt in einen weiten Mantel, zu dem Petſchirer an deſſen Glashäuschen. Des
Mannes runder Hut war mit einer breiten Silbertreſſe
umrändert und trug außerdem die vaterländiſche Cocarde. Jener öffnete ſeinen Mantel, unter welchem die allbe⸗ kannte Livree der königlichen Dienerſchaft ſichtbar wurde, und langte aus ſeiner Weſtentaſche ein halb zerſchmolzenes Petſchaft nebſt einem Siegelabdruck auf Papier hervor, wobei er zu dem Petſchirer anhob:„Sie ſind meinem Herrn, dem Kronprinzen königliche Hoheit, als ein ge⸗ ſchickter Graveur empfohlen worden. Mein hoher Herr hat aus Verſehen dieſes ſein Petſchaft in das Kaminfeuer fallen laſſen, wodurch es in den gegenwärtigen, unbrauch⸗ baren Zuſtand verſetzt worden iſt. Darum überträgt er Ihnen durch mich die möglichſt raſche Anfertigung eines neuen Petſchafts, das Sie genau dieſem Siegelabdruck nachſtechen müſſen. Wenn Sie ſich dieſes Auftrags mit Geſchick und ohne Säumniß entledigen, ſo haben Sie eine ehrenvolle und einträgliche Kundſchaft beim königlichen Hofe zu gewärtigen. Mein hoher Herr wünſcht ledoch nicht, daß der kleine Unfall mit dem Petſchaft zum Stadt⸗
geſpräch werde und verlangt darum die tiefſte Verſchwie⸗ V
genheit von Ihnen.“ Der erfreute Künſtler verſprach, was man von ihm
begehrte, fertigte das gewünſchte Petſchaft, welches jener Diener am Abende des zweiten Tags abholte und be⸗ zahlte, und beſtimmte das dafür erhaltene Geld zum Ballaufwande in der Faſtnacht, welche immer näher her⸗ anrückte.
Pechs feiner, neuer Ballanzug lag bereit und Julius wartete nur noch auf den beſtellten theuern Blumenſtrauß, den er nebſt einem vergoldeten Halter für Marianne be⸗ ſtimmt hatte, um ſich dann anzukleiden und Marianne abzuholen. Einſtweilen übte er in ſeinem Wohnſtübchen die eifrig erlernten Tänze und Touren ein, wobei er dergeſtalt ſich anſtrengte, daß die Dielen unter ſeinen Sprüngen knackten und die Taſſen auf der Kommode klirrten. Da pochte es laut an die Thüre des athemloſen Tänzers. Als er öffnete, traten zwei Männer herzu, welche ſich als Polizeidiener in bürgerlicher Kleidung aus wieſen und den Petſchirer um die Beantwortung einiger Fragen erſuchten.
„Haben Sie,“— hob der Eine von ihnen an, indem er dem Künſtler einen Siegelabdruck vorwies—„dieſes oder ein ähnliches Siegel geſtochen?“
„Es iſt meine Arbeit!“ geſtand Julius.
„Für wen und auf weſſen Veranlaſſung haben Sie dieſelbe gefertigt?“—
„Für des Kronprinzen königliche Hoheit, der einen ſeiner Diener deshalb an mich ſendete.“


