Jahrgang 
1857
Seite
26
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beſtimmten ani ein, allein die Häuſer ſind zerſtreut, und wenn die Bebauung auch dem vorgezeichneten Plane folgt, ſo läf ßt ſie doch große leere Stellen zwiſchen ſich, und die zffentlichen Gebäude, wie das Caurthaus, das Landhaus ꝛc. ſtehen einſam, faſt im freien Felde, während der ganze Verkehr, vom Zufall geleitet, anſtatt im Cen⸗ trum ſich zu vereinigen, ſich anf die eigentlichen Neben⸗ ſtraßen, Hindle⸗ D außerdem die genannte Compagnie grundſätzlich kein Land verkauft, ſondern nur Pachtcontrakte auf 21 Jahre ab⸗ ſchließt, dem entſprechend auch die auf Parcellen zu errichtenden Häuſer eingerichtet werden, ſo kann es geſchehen, daß nach Ablauf dieſer Zeit, wenn die Verträge in folge irgend welcher Umſtände nicht erneuert werden ſollten, ganze Stadttheile verſchwinden und in einer anderen Gegend entſtehen. Wie ungünſtig dies Alles auf öffentliche Anlagen, wie Pflaſterung, Beleuch tung, Bewäſſerung ec. einwirken unnſ liegt auf der Hand, und lange Zeit wird vergehen, ehe dieſen Uebelſtänden abgeholfen und die Stadt ein wohnliches, mit einem Wort, ein civil liſirtes Anſehen erhalten wird.

Was die Lage derſelben betrifft, ſo iſt dieſe bei der vorhandenen Localität die am beſten gewählte. Beide Stadttheile, Nord⸗ und Südadelaide, befinden ſich auf wellenförmigen Erhebungen des Bodens, welche ſie in den Genuß der kühleren Seewinde ſetzen. Zwiſchen beiden geht der Torrensfluß in einem tiefeingeſchnittenen Bett hindurch. Hier hat auch d r Baumwuchs begonnen, und beſonders zu beiden S Seiten des Stromes hat ſich auf einem ziemlich ausgedehnten Stück, dem man den ſtolzen Namen: Park gegeben hat, der hier unermüdliche Gummibaum angeſiedelt und ausgebreitet. Aehnliche Gruppen zeigen ſich auf verſchiedenen Seiten und ziehen nach den Bergen hin, wo ſie in Wal Dungen zu dem ſo⸗ genanntenBuſch ſich vereinigen. Da dieſe Baumart, wenn auch in verſchiedenen Spielarten, in d dieſem Theile Neuhollands die entſchieden vorherrſchende iſt, ſo wird

und Rundle Street, geworfen hat. Da

den betreffenden

eh ſie der Charakter d Landſchaft weſentlich bedingt.

Dieſer Eyarakter aber iſte es, der auf das Auge des Be⸗ ſchauers jenen unbez zwinglichen Eindruck des Düſtern, Oeden und Leeren hervorbringt, der Auſtralien kenn⸗ zeichnet, und welcher durch die überall noch hereinlugende Wildniß ſehr unterſtützt wird. Hauptſächlich entſteht jenes Bild des Landes dadurch, daß die Bäume ihre Aeſte weit auseinander treiben und, trotz ihres oft mächtigen Wuchſes, nur ein höchſt dünnes Laub tragen, das zu ihrer Größe in gar keinem Verhältniß ſteht. Hierzu kommt, daß die langen, weidenförmigen Blätter nicht platt aufrecht ſtehen, ſondern loſe herabhängen und mit ihrer ſcharfen Kante gegen den Stamm gerichtet ſind. So können die Sonnenſtrahlen faſt ungehindert hindurch⸗ dringen; man hat in den dichteſten Gehölzen keinen Schatten und muß die ſo anziehendeWaldnacht gänzlich entbehren. Kein friſches Grün erfreut in dieſem Buſche das Auge; aus dem ſchmutzigen, trüben Farbenton des Laubes treten die weißlichen Stämme und Aeſte anmuths⸗ los hervor, von denen, da die Bäume, ähnlich unſerm Ahorn, jährlich ihre Rinde abwerfen, dieſe letztere oft in ellenlangen Fetzen herabhängt. So erſcheinen im grellen Sonnenlichte die Berghänge, indem das Laub mit dem grauen Hintergrunde verſchwimmt, nur als bleiche Baumgerippe und gewähren einen wahrhaft ſchauerlichen Anblick. Wenn dann noch, was faſt ſtets der Fall iſt, die Bäume weit auseinander ſteh hen, ſo geben ſie durch ihre regelloſen Wipfel den Bergen eine ſo eigene ſtruppige Contour, wie man dies nirgends anders wiederfindet. Ueberhaupt ſind es die in der Landſchaft immer ſo male⸗ riſch wirkenden und dem Bilde Zuſammenhang ver⸗ leihenden Maſſen, welche wir in Auſtralien vermiſſen; überall iſt ein leeres, loſes Durcheinander, etwas Zer⸗ riſſenes, daß uns dort entgegentritt und das durch die ſo häufig bizarren Formen auch der übrigen Pflanzen⸗, ſo wie der Thierwelt noch mehr hervorſpringt.

(Schluß folgt.)

Aus der chemiſchen Werkſtätte der Pflanzen.

Von Prof. Dr. Auguſt Vogel jun. in München.

Ein Gefühl der Bewunderung und des Staunens ergreift uns, wenn wir die unendliche Mannigfaltigkeit der bunten Pf flanzenwelt betrachten. Von den himmel⸗ anſtrebenden Wipfeln des Palmbaumes bis zu der ein⸗ ſamen Alpenpflanze, welche hoch oben am nackten Felſen⸗ abhange, in der Nähe des ewigen Eiſes gedeiht, überall in der ganzen farbenfrohen Welt des Pflanzenwuchſes, begegnen wir einem unerklärſichen Etwas, das uns mit heiligem Schauer erfüllt. Das iſt das geheimnißvolle Wehen des Gotteshauches, unergreifbar, unerforſchbar ſich ſchlingend durch die lange Kette alles Erſchaffenen. Und mögen wir das Auge den großen Wundern der Pflanzenwelt oder ihren einfachen Gebilden zuwenden, hier wie dort dringt tiefe Rührung i in unſere Seele.

Ein Samenkorn, in die Erde gelegt, entwickelt ſich und erzeugt eine Pflanze; ſie blüht, Vaa Früchte, und endlich nach Erfüllung ihrer Aufgabe eilt ſie unaufhaltſam ihrem Ende, der Verweſung, entgegen. Keimen, Wachſ en, Blühen, Samentragen und Welken, dies ſind die Stufen,

welche eine Pflanze zu durchlaufen hat, die eine während einiger ſchnell vorübereilenden Sommerwochen, die andere in einem Zeitraume von Jahrhunderten, ja von Jahr⸗ tauſenden. Was geht hier vor in der geheimen Werk⸗ ſtätte der Pflanzennatur? Von welchen Vorgängen ſind ſie bedingt und begleitet, dieſe unter ſich ſo verſchiedenen Lebensſtufen? Woher nimmt die Pflanze ihre Stoffe, wohin ſchwinden ſie, wenn zuletzt der Tod die Bande zerreißt, durch welche ihre einzelnen Theile zu einem ſchönen Ganzen vereinigt geweſen? Dieſe Fragen werden an die Chemie geſtellt, ihre Beantwortung aber muß mit dem Betriebe der Landwirthſchaft aufs Innigſte zuſammenhäugen.

Die Mannigfaltigkeit der Pflanzenwelt in ihrer äußern Erſunnts iſt ſo groß, daß man wohl mit Recht auch die Mittel, deren die Natur bedarf, dieſe reichen Wunder immer wieder aufs Neue zu erzeugen, für höchſt mannig⸗ faltig halten möchte. Doch wie einfach ſind dieſe Mittel! Waſſer, Luft und nur wenige mineraliſche Beſtandtheile

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