Jahrgang 
1857
Seite
24
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Skizzen aus

Australien.

Nach der Natur, von R. Kl.. e.

I.

Adelaide. Die auſtraliſche Landſchaft.

(Mit zwei 2

Es war eine ſchwarze, ſchauervolle Sturmnacht, in welcher wir endlich nach langer Fahrt die Känjuruh⸗Inſel umſegelten und in den Golf von St. Vincent einliefen, worin Fort Adelaide gelegen iſt. Wir hatten beigelegt und trieben in der Finſterniß, die kaum eine Hand vor den Augen erkennen ließ, nicht gar weit von dem berüchtigten Traw⸗bridge Shaol, jener großen Sandbank, die ſchon manchem Schiffe den Untergang gebracht hat, vor dem Winde umher. Der erſehnte Morgen, als er endlich er⸗

Oede Landſchaſt

ſchien, brachte keine weſentliche Aenderung im Stande der Dinge mit ſich, denn der Sturm dauerte fort und peitſchte dichte Wolken⸗ und Regenmaſſen vor ſich her, die jede Ausſicht auf das Land, das uns in Sicht ſein mußte, ab⸗ ſchnitten. Es war uns das nicht wenig unangenehm und ſpannte unſere Neugier in nicht geringem Grade, da wir dem Augenblick lange entgegengeharrt hatten, wo wir jenes Land von Angeſicht zu Angeſicht ſehen ſollten, das gleichſam wie eine fabelhafte Region betrachtet wurde, jenes Land, von dem frühere Reiſende, ſowie die geogra phiſchen Handbücher ſo viel des Wunderlichen erzählten, daß nachgerade nicht viel fehlte, dort dieverkehrte Welt zu ſuchen. Und nun, auf der Schwelle angekommen, ſahen wir nichts, als die längſtvertrauten Meereswellen, rund umher aber Alles dicht verhangen mit dem feuchten Nebelſchleier, der jedem voreiligen Blick den Eintritt wehrte. Die helle Farbe des Waſſers, ſowie das Senk⸗

Unſichten.)

blei zeugten für die Nähe des Landes, und die Rechnung wies die Rhede von Adelaide nach; deshalb ließen wir am Vormittag trotz des Unwetters die Anker fallen, um das Weitere abzuwarten. Nach Mittag endlich begann der Vorhang ſich zu lichten; die Wolken zerriſſen und zogen ſich nach dem Innern des Landes, und die Sonne Auſtra⸗ liens warf ihre erſten Strahlen auf uns herab. Zuerſt wurden gegen Norden die felſigen Klippen und Inſelchen ſichtbar, die um das berüchtigte Kap und die Halbinſel

in Australien.

York herumliegen; dann ſtiegen am Süden die Höhen der Känjuruh-Inſel über den Horizont herauf, und endlich öffnete ſich vor uns das Bild, das uns jetzt am meiſten intereſſirte. So weit das Auge reichte, dehnten ſich hinter einem niedrigen Küſtenſtriche öde Sandhügel aus; bald wurde auch das rothe Leuchtſchiff ſichtbar, und über die Küſte herüber ragten die Maſtſpitzen der im Hafen liegenden Schiffe. Von Zeit zu Zeit ließen die zurück drängenden, niedrig hinſchleifenden Wolken im Hinter grunde des Bildes einzelne Bergkuppen hervortreten, die ſich bald darauf zu einer langen Gebirgskette, von Nord nach Süd ſtreichend, vereinigten, über welche zuletzt der Gipfel des Mount Lofty ſein Haupt ziemlich ſtolz erhob. Nach einigen Stunden war das Bild ganz frei, und das Auge konnte ungehindert in die Ferne ſchweifen.

So ſehr indeſſen nach einer zwölfwöchentlichen See⸗ reiſe der GedankeLand alle anderen Empfindungen

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