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ſie— von der Brücke hinabſtürzen in die brauſende
Birs.
Schnell wie ein Blitz fuhr es durch ſeine Seele,
daß er ſie zu dieſem Schritt getrieben habe, daß er ſie gemordet— ein Zittern und Beben überfiel ihn, ſein Gewiſſen begann ihn auf's Härteſte anzuklagen, und in der größten Seelenangſt holte er einen Knappen, beſtieg mit demſelben einen Kahn und fuhr die Birs hinab, um ſie vielleicht noch zu retten.
Nur ſpärlich leuchtete der Mond den beiden Männern, welche mitten in dunkler Nacht auf der Birs dahin fuhren, der Eine am Ruder emſig ar⸗ beitend, der Andere in dumpfem Sinnen, das nur zuweilen ein ſchwerer, tiefer Seufzer oder ein ſchmerzlicher, verzweiflungsvoller Ausruf unterbrach;
nach derſelben haſchen, aber wie er ſie zu erreichen glaubte, verſchwand ſie, und die Wellen zogen mur— melnd über ſie hin. Die Verzweiflung Hugo's ſtei⸗ gerte ſich von Minute zu Minute; immer ſtand ihm das ergreifende Bild vor den Augen, blickte ihn ſo liebevoll an und durchſchnitt ſeine Seele. Und im— mer wieder tauchte die Geſtalt auf, jedeswal wollte er ſie faſſen, jedesmal entging ſie ihm-or; mit allen Kräften mußte der Knappe r', endlich lenkte der Kahn in den Rhein, die§ von Baſel flohen geſpenſterartig vorüber, to⸗ ud ſchäumend brachen ſich die Wellen an dey hen der Rhein⸗ brücke, immer weiter flog Boot den Rhein hinab, aber immer erſchien auch wieder der Leich⸗ nam, um den Ritter immer wieder in Schrecken zu verſetzen. Bald erblickte man die Umriſſe der ge⸗ waltigen Burg Iſtein; das Herz Hugo's drohte
oft umhüllte auch völlige Finſterniß die Birs und den Kahn.
Ueber Hugo war ein finſterer, unheimlicher Geiſt hereingebrochen; die ſchweren Anklagen ſeines Ge⸗
wiſſens, der Groll über den ſchändlichen Betrug des fremden Fränuleins, der ſchauerliche Augenblick, in welchem Bertha vor ſeinen Augen verſank— alles
das hatte ihn zu ſtiller Verzweiflung getrieben.—
V Plötzlich fuhr er aus ſeinem Brüten auf; der Mond
J ſtein.
beleuchtete gerade den Leichnam Bertha's, der neben dem Kahne herſchwamm; das ſtille, bleiche Antlitz war ein Ebenbild des höchſten Friedens, in dem Blick der halbgeſchloſſenen Augen lag die Verſiche⸗ rung, daß ſie im Tode noch geliebt. Hugo, erſchreckt von dieſer Erſcheinung, raffte ſich empor und wollte
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beim Anblick derſelben zu zerſpringen; ſo ſehnte er ſich, endlich das Ufer zu erreichen und jene furcht⸗ bare Erſcheinung nicht mehr ſehen zu müſſen; immer fieberhafter klopften ſeine Pulſe, endlich, endlich ſtieß der Kahn an's Land, mit einem Ausruf der Freude ſprang der Ritter auf den Boden Iſteins, ſank aber ſogleich wieder zurück, denn vor ihm lag — die Leiche Bertha's von Angenſtein.
Erſt nach langen furchtbaren Tagen erwachte Hugo aus ſeinen Phantaſien; der Kampf hatte auf⸗ gehört, ſtill und ergeben wandelte er hinab an das Ufer, wo der Leichnam ſeiner Geliebten begraben lag, weinte und betete und beſchloß, eine Kapelle zu bauen, worin er, abgeſchloſſen von der Welt, ſich die Ruhe und den ewigen Frieden erflehen wollte.
Der Beſchluß wurde ausgeführt. Heute noch ſteht auf dem gewaltigen Felſen, der einſt das
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