Jahrgang 
1861
Seite
165
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dieſem Umſtande mußte es zugeſchrieben werden, daß die Theilnahme an dem Aufſtande eine verhält⸗ nißmäßig ſo kleine blieb. Wäre er ebenfalls beige⸗ treten, ſo würde ſich die Macht Karl Eduards um das Doppelte, ja Dreifache geſteigert haben, und das Endreſultat hätte ganz anders ausfallen können, als es nunmehr ausgefallen war. lohnung ſolch' Staat, und zugleich weil man wußte, daß ſein Ein fluß mehr bewerkſtelligen würde, als die zahlreichſte engliſche Armee, waren dem ſtolzen Mareullamore vom duliſch en Staatsrathe Vollmachten ertheilt wor⸗ den, das arme zerriſſene und geplagte Schottland um jeden Preis zu pacificiren, und darum durchzog er mit einem Theil ſeines Clans die revolutionirten Provinzen, und ſuchte überall die verlorne Ordnung wieder herzuſtellen.

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gleich darauf, während die Dienerſchaft die Flügel⸗ thüren weit aufriß, den Saal.

Es war eine hohe ſtolze Geſtalt, welcher man das Alter von ſechzig Jahren nicht anſah! Ohne von der ganzen Verſammlung Notiz zu nehmen,

ſchritt Maccullamore auf ſeine Schweſter zu und gab

Darum, zur Be⸗ unbeſtreitbarer Verdienſte um den

Alle dieſe Umſtände waren den im großen Saale

des Schloſſes Neßby Verſammelten gar wohl be⸗ kannt, und zwar ſowohl dem Herzog von Cumber⸗ land und ſeinen Anhängern, als auch der Lady Neßby und ihren Clanleuten. Ja, die Letztere hatte ſogar wahrſcheinlicherweiſe ſchon vorher von der Ankunft ihres Bruders Kunde erhalten, und konnte daher in Allem, was ſie that, um ſo ſicherer zu Werke gehen! Doch ſei dem, wie ihm wolle, ſo iſt wenigſtens ſo viel gewiß, daß die alte Lady beim Tone dieſer Pfeife ſich noch einmal ſo ſtolz aufrich⸗ tete und ihren Widerſachern mit herausfordernder Miene in die Augen ſchaute, während zu gleicher Zeit ihre Leute ſchrieen:Die Campbells, die Campbells! Das iſt der Pibrach des Macculla⸗ more!

Um ſo niederſchl agender wirkte jene Pfeife auf

e Parthei des Herzogs von Cumberland, und wenn auch er ſelbſt den wilden Trotz in ſeiner Miene beibehielt, ſo zeigte er ſich doch offenbar den

Einflüſterungen des Lord Derby nunmehr weniger

abgeneigt, denn früher.

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Jetzt trat auch der Geehl Gueſt, welcher unter dem Herzog kommandirte, und

dieſem Letzteren, als einer ſeiner treueſten Anhänger

bekannt war, herzu, und vereinigte ſeine Vorſtellun mit denen des Lords.Mäßigen Sie ſich, mein Herr Herzog, flüſterte der General,denn wenn der Staatsrath in London von dieſen Dingen hört, ſo nimmt er ſie zum Vorwand, um Eurer Hoheit das Oberkommando, welches er Ihnen nur widerwillig anvertraut hat, wieder dn entziehen. Dieſer letztere Grund leuchtete dem Herzoge ein, und er erhob ſich mit einer würdevollen Verbeugung gegen die Lady Neßby.Ich bin vielleicht etwas

zu ſehr vom Zorne hingeriſſen worden, Mylady,

ſagte er,

nicht geſchehen.

Die Gräfin verneigte ſich ebenfalls.Alſo bin ich keine Verhaftete mehr? meinte ſie in ihrer ſonſt gewohnten trockenen und herben Weiſe.Merkwür⸗

cullamore, für eine Geſinnungsänderung hervorzu⸗ 2

bringen vermag! Abermals wollte der Herzog auffahren; aber er bezwang ſich gewaltſam, denn eben marſchirten die

Kolonnen des Herzogs von Argyle beim Scheine der Fackeln vor dem Schloſſe auf, und dieſer ſelbſt, ge⸗ folgt von wohl Zwanzigen ſeiner Offtziere, betrat

betrachten Sie meine letzten Worte als

dig, was doch die Ankunft meines Bruders, des Mac⸗

ihr die Hand. Dann erſt drehte er ſich um und verbeugte ſich kurz und froſtig gegen den Herzog von Cumberland und deſſen Gefolge.

Das iſt ein ſonderbares Benehmen, mein Herr Herzog von Argyle, begann der Herzog von Cum⸗ berland, deſſen Stirnadern vor Zorn bis zu einer n 3 angeſchwollen waren.Wiſſen Sie nicht, welche Ehrfurcht Sie dem Sohne Ihres Souveräns ſchuldig ſind?

Ich bin kein Hofmann, Hoheit, erwiederte der Herzog von Argyle mit viel Ruhe und Kälte. Aber erlauben mir Eure Hoheit eine Frage: ſind Sie vielleicht nicht gaſtlich hier empfangen wurden, oder hat man Ihnen gar Widerſtand entgegenge⸗ ſetzt?

Ich kann mich über den Empfang, den mir Lady Neßby zu Theil werden ließ, nicht beklagen, entgegnete der Herzog von Cumberland.

Wirklich? ſprach Maccullamore immer noch kalt und ruhig, aber ſeine dichten Augenbraunen zogen ſich ſo ſehr zuſammen, daß ſie nur noch Einen Dochen bildeten.Wirklich? Wie kommt es denn aber, daß ich dieſelben blutigen Scenen, welche das ganze Land in Allarm bringen, auch hier wiederholt ſehen muß? Wie kommt es, daß die Wohnungen, welche meine Schweſter ihren Pächtern baute, den Flammen übergeben, und die unſch huldigen Pächter ſelbſt mit kaltem Blute daneben gemordet wurden?

Gemordet? rief der Herzog von Cumberland, den ſeine Faſſung gänzlich verlaſſen wollte.

Gemordet, ſagte ich, wiederholte Maccullamore mit furchtbarer Kälte.Oder wie konnte 1 einen andern Ausdruck brauchen? Sie kommen als Gaſt auf Schloß Neßby, Sie eſſen das Brod und trinken den Wein meiner Schweſter, und während deſſen gaben Sie Befehl, deren Unterthanen hinzuſchlach⸗ ten und deren Eigenthum zu zerſtören. Solch' Ver⸗

fahren ſteht nicht in dem Wörterbuch der Ehre, das

ich kenne.

Verräther! ſchrie der Herzog von Cumberland. Dies Wort ſollen Sie büßen!

Der Argyle iſt kein Verräther, entgegnete der Herzog von Argyle mit derſelben Kälte, wie zuvor; aber er erlaubt ſich Eurer Hoheit einen Rath zu geben. Nehmen Sie Ihre Blutbefehle zurück und behandeln Sie mein Vaterland nicht ferner als eine eroberte Lroriſz Thun Sie dies nicht, ſo iſt Ihr Ruhm von Culloden dahin, und der Haß des ganzen Landes haftet an Ihren Ferſen.

Aber jetzt war es mit der Selbſtbeherrſchung des Herzogs von Cumberland vorbei.Ich nehme keinen Befehl zurück, ſchrie er mit einer vor Wuth faſt kreiſchenden Stimme.Sengen und brenneu ſollen meine Leute! räther! Maſeacriren ſollen ſie ſie, wo ſie ſie tref⸗ fen! Solches iſt mein Whileß und wer es wagt, ſich dem zu widerſetzen, deſſen Blut oll fließen, wie das der Rebellen!

Ihr habt's gehürt, meine Herren, ſprach jetzt

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Ausrotten ſollen ſie die Ver⸗