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Fluſſe. Sie hatte vor dieſem verzweifelten Schritte Das wilde Pferd war nimmer hold ihr Geld und jenen Ring für Shandors Kind in V Vergoldeten Gebiſſen. die Heimath geſendet. V Nein, frei zu ziehn durch Flur und Feld
Zu ruhn am Waldesfeuer, Die Welt als Haus, den Himmel als Zelt,
Solch Leben iſt uns theuer.
Was aber iſt indeſſen aus Giſela geworden? Die Neuvermählten hatten auf ihrer Brautreiſe glück⸗ liche Tage, aber als Arthur nach der Rückkehr wie⸗ der ſeine Güter bewirthſchaftete, und ſich Giſela manche Stunde allein in ihrem Schloſſe ſah, ward Athemlos hatte Giſela dieſem Geſange gelauſcht. es ihr faſt ſo wie Shandor in der Reſidenz zu Muthe. Sie ſchloß das Zimmer, und verſchwand mit den Für die Häuslichkeit hatte ſie keinen Sinn, für gei- letzten Klängen durch das offene Fenſter. Niemand ſtige Unterhaltung fehlte ihr die Vorbildung, Schnitt hatte ſie geſehen, als ihr Gatte zurückkehrte. Einige und Farbe ihrer werthvollen Kleider waren ihr in Tage lang durchſtreifte er die Umgegend vergeblich; gleichem Grade zuwider, und ihre zahlreichen Dienſt⸗ am dritten gewahrte er den Rauch eines Zigeuner⸗ doten wußte ſie ſich nicht anzueignen. Ein Blick lagers. Er ſchlich ſich durch's Buſchwerk näher:
in's Freie, und ein ſchmerzliches Lächeln war die Giſela ſaß in ihrer Mitte, und erzählte von ihren einzige aber unverſtandene Antwort, wenn ihr zärt- traurigen Tagen im Schloſſe. Ein Zigeuner fragte, licher Gatte ſie nach der Urſache ihrer Bläſſe und ob ſie, wie es bei den Hochzeiten in Ungarn üblich ihres Trübſinns fragte. iſt, ihrem Uram(Bräutigam) die Stiefel auch recht Eines Abends ſaß ſie am Fenſter und ſtierte derb um die Beine geſchlagen, was Giſela mit Lachen
über die weite Ebene hin, die ſie als Kind ſo oft bejahte. barfuß aber mit fröhlichem Muthe durchwandert; da Ddiie Geſchichte iſt zu Ende. Daß Arthur ſeine vernahm ſie bekannte Klänge, die ihr Herz vor freu⸗ Güter verkaufte, ſich dem ungariſchen Freiheitskampfe digem Schrecken erbeben machten, und zwiſchen den anſchloß und darin fiel, iſt bald erzählt. Die letzte Nachricht von dem Sänger Shandor und ſeiner Ver⸗
Weiden des Baches erblickte ihr ſcharfes Auge eine vorüberziehende Zigeunerbande. Der Zug mit den lobten, Giſela, iſt durch den Baron F⸗ der in jener Roſſen und Wagen kam näher, und aus dem Ge⸗ Gegend für militäriſche Zwecke Pferdeaufkäufe be⸗ büſche klang eine bekannte, von einer Zither beglei⸗ ſorgte, und Beide einige Jahre ſpäter bei einer
Bande geſehen hatte, in's Publikum gekommen. Der
tete Zigeunerſtimme: 1b vormalige Kammerſänger ſaß luſtig trällernd mit
Der Wind durchſauſet Pußt und Wald, der Guitarre auf einem Karren, und Frau v. P. Der Mondlendt go ioin Sruer⸗ V ſtand wieder barfuß, das gewohnte Pfeifchen im Und kocht ſein Mahl am Feuer. Munde, unter andern Zigeunerweibern(S. Bild in Lief. 5). Der Baron, der den Sänger früher per⸗
Frei iſt der Lachs in Fluß und Meer, ſönlich wohlgekannt hatte, lud die Bande zu einem dre 3 der Tuſc audiugi werhr Glaſe Wein in die nächſte Haideſchenke, wo er ihnen Noch freier wie von Zügeln. vergebens fühlbar zu machen ſuchte, was es heiße, 4 eine Seele auf dem Gewiſſen zu haben, und ein⸗
Jung Mädchen komm mit mir in's Schloß: ſehen lernte, daß Malz und Hopfen an dieſen Leu⸗ d heldnd Aife Nincertroß ten verloren iſt. Shandors Sohn, dem einige hoch⸗ Und andre ſchöne Dinge. geſtellte Frauen eine ſorgfältige Erziehung zu Theil werden ließen, ward flüchtig, und mit Haut und
Der Geier will für Draht von Gold Haaren wieder Zigeuner. G. F. A. Kolb.
Sein freies Neſt nicht miſſen;
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Eine Zeſchichte vom Lichtenſtein.
Lichtenſtein, das Eigenthum und die Schöpfung
„Eine Wart' aus Römerzeit des Grafen Wilhelm von Württemberg, vom innern
Stund vom Schlößlein nicht zu weit;
j 8.. Neuerzeichennaronntßnan er. b Burghofe aus betritt, und in dieſer Inſchrift liegt Ritter niſten drauf ſich ein, die ganze Geſchichte der ſtolzen Feſte, deren Ruhm Namtten drum ſich„Lichtenſtein“, bis weit über Württemberg hinausgedrungen iſt, zu⸗ Legten dieſe Burg hier an, gleich den Ruhm ihres Erbauers verkündigend.
Maten wnchn Fhuuhurſähn. Ein enges und tief eingeſchnittenes Thal führt Hier allein noch Schutz im Land. von dem württembergiſchen Städtchen Pfullingen bis Drauf ſchaut ich als Jägerhaus weit hinein in die Gebirge der ſchwäbiſchen Alpen. ſe ieteee de Geunt Tzutd, den on den digm Hat verurſacht manchen Streit, Echaz bewäſſert wird, bildet das maleriſch gelegene Dörſchen Honau, und über dieſem Dörſchen ragen
Doch bis jetzt ihn nicht gereut.“ die kühnen Felſenzinnen der Alpkanten, deren ober⸗
Dieſe Inſchrift auf blauem Grunde erwartet ſter Rand faſt durchaus mit einem ununterbrochenen den Beſucher, der die wunderbar ſchöne Ritterburg Waldſaume gekrönt iſt. Rechts oben, hart über
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