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1. Zu hr Rei⸗ im aus e ſind. Lamm
inerſeits
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Paſcher und Spion.
Eine Geſchichte aus der Zeit der franzöſiſchen Kontinental⸗Sperre.
1. Kapitel. Liſt gegen Gewalt.
ner Jacke abſetzte. Die feuchte Kälte machte ihn zuſammenſchaudern.
„Ich verſuch' es!“ murmelte er, wie vorhin, im gedämpften Tone.„Der Burſche iſt nicht daheim,
Tbeil an In der engſten und winkelichſten Gaſſen und— wenn er auch käme, was habe ich im Grunde tis e von H ziemlich gleich weit entfernt vom V von ihm zu fürchten? Drinnen iſt es warm und ge⸗ dan Binnen und der Vorſtadt St. Pauli, welche müthlich, außen kalt und unfreundlich; warum alſo 4* der Vo gewöhnlich nur mit dem Ausdrucke zögern?“ mdieſem„Hambi. erg“ bezeichnet, ſtand noch vor etwa Die Hausthür war von dem Fenſter nur wenige ten des fünfzig eine alte baufällige Hütte, unſchein⸗ Schritte entfernt. Der Mann legte ſie entſchloſſen Wemn bar vot ‚armlich von innen. Der flüchtige zurück, drückte auf die Klinke und fand die Thür Sdi Ke rüber Gehenden bemerkte ſie kaum, unverriegelt. Er trat in den ſchmalen engen Haus⸗ ſ faſt erdrückt von den großen drei⸗ flur, verſchloß hinter ſich die Thür wieder, und tappte Mona⸗ und vie en Nachbar⸗Gebäuden, vor denen ſie im Finſteren weiter. Die Räumlichkeit mußte ihm er dock ſich, w zewußtſein ihrer Niedrigkeit, von der V bereits bekannt ſein, denn trotz der herrſchenden, hat zwei geraden enlinie etwas zurück in eine ſchmale undurchdringlichen Dunkelheit fand er ohne Mühe aͤehe Schlipp ſam verkrochen hatte. den Eingang zu dem kleinen Zimmer, das er noch rr bur Es bend, ein rauher, unwirthlicher No⸗ eben von außen beobachtet hatte, öffnete ihn, ohne ncce von vember⸗ und obgleich die Sonne noch nicht anzuklopfen, und trat mit einem ruhig geſprochenen lange u angen war, deckte doch bereits tiefe„guten Abend, Vater Peitmann, guten Abend, Finſtern Straßen, eine Finſterniß, welche hier Jungfer Doris“ in das von einer alten, kleinen Oel⸗ geikſon in der en Gaſſe nur nothdürftig durch das Lampe erleuchtete Gemach ein. G bat, röthlich⸗ eicht einiger wenigen Laternen erhellt„Jan, biſt du es?“ rief eine helle, friſche Mäd⸗ kbeſtir wurde. chenſtimme dem Kommenden entgegen.„Wir haben d ſehe Ein in dicht zugeknöpfter Seemanns⸗Jacke, dich nicht ſo früh erwartet.“ ur uns. SBi tief in die Stirn gedrückt, ſchritt„Ich bin auch nicht Jan, ich bin Peter,“ verſetzte u Felde laug n ie Straße, und blieb dem kleinen der Eingetretene, welcher noch ganz im Schatten an als ſinf Harſt tehen, deſſen ſchmale Fenſter von der Thüre ſtand, und näherte ſich mit zwei Schritten imen en und traulich einladend durch die dem helleren Lichtkreiſe.„Hoffentlich komme ich nicht Dunkell wauerten. Einige Minuten ſtand er, ungelegen, Jungfer, wenn Ihr auch einen Anderen wie ang l, regungslos, die Augen unverrückt erwartet habt.“ auf die geheftet, und ſichtbar ſchwankend, ob Die Geſichtszüge des jungen Mädchens, welche 4 er nähe a, oder ſeine Wanderung weiter fort⸗ eben noch in heller Freude geglüht hatten, verwan⸗ luan, ſetzen ſ Endlich hatte er ſeinen Entſchluß ge⸗ delten ſich plötzlich in eine finſtere, mürriſche Miene, faßt, de den leiſe gemurmelten Worten,„man als ſie den Eingetretenen erkannte,
Beens*näherte er ſich behutſam gedämpften„Ihr ſeid es, Peter Wilken,“ ſagte ſie in kaltem, ndele, an Schritt Häuschen, machte erſt ganz dicht vor abſtoßendem Tone,—„nun wahrhaftig, Euch hätten un. 5 dem Fe zalt, und ſuchte einen Ueberblick über wir am allerwenigſten hier erwartet. Nicht wahr, utſ va⸗ den ir Raum der Hütte zu gewinnen. Er Vater Peitmann?⸗
h näherte jeſicht den Fenſterſcheiben, und ſpähte„Gewiß nicht,“ verſetzte der Angeredete, ein hüb⸗ hindurc dem Schimmer des Lichtes, das ihn ſcher alter Mann mit grauen Locken, die noch immer, nn Walh überſtra onnte man ziemlich deutlich ſeine Ge⸗- trotz ſeiner hohen Jahre, in Fülle ſein ehrliches, binlun ſtalt un Geſichtszüge erkennen. Es war ein wettergebräuntes, von tiefen Furchen durchzogenes dnen, u 1 ittlerer Größe in gewöhnlicher See⸗ Geſicht beſchatteten.„Ich möchte wohl wiſſen, was * g, mit niedriger Stirn, ſtark hervor⸗ Ihr bei uns noch zu ſuchen habt, nachdem mein Sohn gin vlit⸗ n iſe, und etwas aufgeworfenen Lippen. allen Umgang mit Euch abgebrochen hat, und nichts ſn Sel Ohne äßlich zu ſein, machte dieſes Geſicht mehr von Euch ſehen und hören will.“ doch keit genehmen Eindruck, denn in dem Aus-⸗„Und was habe ich denn verbrochen, daß Jan Iine man drucke zenden forſchenden Augen, welche das meinen Umgang meidet, und daß ich ſo unfreundlich b Fenſten öhren zu wollen ſhienen, lag ein ge⸗ hier von alten Freunden empfangen werde?“ fragte vin wiſſes was an die Lif und Verſchlagenheit V Peter, indem er ſich das Anſehen eines tief Gekränk⸗ bren d6 des Fi h ud an die ſcheue Tücke des Wolfes ten zu geben ſuchte.„Iſt es recht und billig ge⸗ 5 erinnen handelt, einem Unſchuldigen den Rücken zuzudrehen, er glüßte Wod Minuten und länger verharrte der und ihm ohne allen Grund Verachtung und Miß⸗ ict liden 2 ingenommenen, ſpionirenden Stellung, trauen zu zeigen?“ achen. Nebel, welcher die Luft erfüllte, ſich„Jan wird ſchon ſeinen guten Grund haben, denn 1 n Ein zie t rieſelnden Regen verwandelte und ſich er iſt ein verſtändiger Burſche, der keinem Menſchen 4 Minuten„ ſinen Tropfen auf dem groben 8 ſfe ſei⸗ ein. unrecht zufügt,“ entgegnete der alte Mann kalt AAS wo 5 “ n


