Jahrgang 
1860
Seite
28
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wieder zu laden. Dieſes Verfahren ſetzte der Ver⸗ folgung der ſchwarzen Krieger bald ein Ziel; ſie kehrten zu ihrem feſten Lager zurück, nachdem ſie zwei oder drei Salven empfangen hatten, die ihnen ſchwere Verluſte beibrachten.

Dies waren die allgemeinen Umriſſe des Kam⸗ pfes; aber jetzt will ich euch meinen Antheil an dem⸗ ſelben erzählen. Als wir die Reihen der Zulus durchbrachen, ſtand ich zufällig an der Außenſeite der Linie, als ‚Flanker, wie die Rodiebaſches es nennen, war folglich auch mehr ausgeſetzt als dieje nigen, welche ſich mehr in der Mitte unſerer Linie befanden. Wir ſprengten in vollem Galopp dahin, und gaben uns den Anſchein, als wollten wir jeden Augenblick feuern, aber unſere Flinten waren nicht wieder geladen; dies wußten die Kaffern jedoch nicht. Als wir in den dickſten Haufen der Feinde geriethen, ſtürzten ein Halbdutzend Mann auf mich zu, aber nur zwei waren im Stande, mich zu erreichen. Der Eine von ihnen ſchleuderte ſeinen Speer und ver⸗ wundete mich im Dickbein, der Andere hieb auf mein Pferd und brachte es beinahe zu Fall. Ehe wir eine halbe Meile zurückgelegt hatten, fand ich, daß ich in Kurzem Halt machen mußte, denn mein Pferd blutete heftig, und vermochte kaum, einen leichten Galopp einzuhalten. Der Gedanke war mir ſchrecklich, in die Hände jener blutdürſtigen Wilden zu fallen; aber es blieb faſt keine andere Ausſicht,

denn nach einigen Minuten ſank mein Pferd unter

mir zuſammen, und ich ſah jetzt, daß es zwei oder drei Stiche, wahrſcheinlich von den Speeren der Verwundeten, über die wir hinweggeritten waren, in den Leib bekommen hatte. Ich rief einigen der Menſchent, die in meiner Nähe waren, zu, und bat ſie, bei mir zu bleiben, aber ein paniſcher Schrecken hatte ſie offenbar befallen, und ſie hörten mich ent⸗ weder nicht, oder achteten nicht darauf. Da ich die Gefahr, in der offenen Gegend zu bleiben, kannte, ſo lief ich auf einige Büſche in der Nähe zu, bis ich einen dicken Dornenforſt fand; in demſelben ver⸗ lief ich mich, und machte, nachdem ich einen ruhigen, dunkeln Winkel gefunden hatte, Halt, um zu über⸗ legen, was zu thun war. Die Ausſicht vor mir ent⸗ hielt wenig Reizendes, denn ich befand mich volle ſechzig Meilen von der Bai, und zweifelte nicht, meine Abtheilung würde nicht eher Halt machen, als bis ſie dort angelangt wäre, die Landſchaft dazwi⸗ ſchen alſo von den Zulus überſchwemmt ſein. Zuerſt gedachte ich, bis zur Nacht im Verſteck zu bleiben und dann den Marſch weiter zu verſuchen; aber die Unwahrſcheinlichkeit, meinen Weg durch den Buſch zu finden, und die Gewißheit, von den Kaffern ent⸗ deckt und gefangen zu werden, wenn ich den betre⸗ tenen Pfaden, auf welchen wir in die Gegend ge⸗ kommen waren, folgte, bewog mich bald, dieſe Idee fahren zu laſſen.

Ich war in einem ſehr erregten Zuſtande, als ich dieſe Schwierigkeiten überlegte, und konnte dem Wunſch nicht widerſtehen, ein wenig in die offene Landſchaft hinauszuſchauen; ſo kroch ich bis an den Rand des Buſches und ſah mich rings um. Zuerſt erſchien Alles ruhig und Niemand war zu ſehen, aber in Kurzem erblickte ich etwa eine Viertelmeile von mir drei Zulus, von welchen einer ein Pferd führte. Sie zogen langſam ihres Wegs, und be⸗

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ſchrieben einander offenbar ihre reſpektiven Helden⸗ thaten. Plötzlich fuhr mir ein Gedanke durch den Kopf. In der Gegend zwiſchen mir und den Kaffern befanden ſich mehrere Buſchklumpen, und ich faßte den Entſchluß, einen Angriff auf jene zu unterneh⸗ men und mich wo möglich ihres Pferdes zu bemäch⸗ tigen.

Der Plan war gefährlich, aber mein Fall nicht minder verzweifelt. Selbſt wenn ich den Sieg ge⸗ wann und mich in den Beſitz des Pferdes ſetzte, blieb mir keine ſonderlich große Ausſicht, zu ent⸗ kommen, denn ich hatte allein noch viele Meilen in einer Gegend zurückzulegen, wo ohne Zweifel ſtarke Banden der ſiegreichen Zulus herumſtreiften, um auf Nachzügler Jagd zu machen; doch wandelt uns immer ein eigenes Gefühl der Kraft an, wenn wir auf einem guten Pferde ſitzen, und ich ſah jetzt auf einmal, daß es der Schimmel von einem unſerer Leute war, der ſchon früh am Tage den Tod ge⸗ funden hatte.

Es liegt Etwas in meiner Conſtitution ich nenne es nicht gern Muth was mich, ſobald ich in ſehr gefährlicher Lage bin, ſehr ruhig und beſon⸗ nen macht. Ich habe einzelne Männer getroffen, bei denen das Gleiche der Fall war, während andere nervös aufgeregt und unvorſichtig werden.

Als der Gedanke mir kam, jene Männer anzu⸗ greifen, war ich auch mit meinem Plan alsbald fer⸗ tig. Ich ſah, daß ſie auf einige ziemlich hohe Bäume zukamen, welche in der Nähe eines Fluſſes zu ſtehen ſchienen, und zwiſchen mir und dieſem Fluß war der Verſteck erträglich gut. Ich wartete, bis die Geſell⸗ ſchaft vor meinem Blick verborgen war, und rannte dann auf ſie zu.

»Ich ſchaute um mich, und erwartete wirklich, einen Haufen Zulus Jagd auf mich machen zu ſehen, aber es war Niemand in der Nähe. Ich konnte rreiſchen von Weibern in der Ferne hören, das wahrſcheinlich über den Leichnamen der Erſchla⸗ genen auf dem Schlachtfelde ausgeſtoßen wurde, aber zum Glück für mich war Alles anderweitig zu ſehr beſchäftigt, um dieſen Theil der Gegend auszufor⸗ ſchen. Zweimal warf ich mich zu Boden, als die Kaffern einen kleinen offenen Grasfleck überſchritten,

und einmal kroch ich hinter einige Büſche und fürch-

tete, Alles ſei verloren, denn das Pferd erkannte mich in meinem Anzug, ſpitzte die Ohren und drehte den Kopf, um nach mir umzuſchauen. Ich war da⸗ mals kaum zweihundert Ellen entfernt, und hätten die Kaffern die Natur eines Pferdes gekannt, oder wären ſie nicht zu ſehr mit Schwatzen beſchäftigt geweſen, würde mein beabſichtigter Ueberfall, womit, wie ich wohl wußte, der Kampf ſchon halb gewonnen war, mißlungen ſein. Wiederum zogen ſie zwiſchen dicken Büſchen hin, und wiederum rannte ich vor⸗ wärts. Ich kam auf etwa hundert Ellen, aber wohl verſteckt, an ihnen vorüber, überholte ſte und warf mich unweit des Fluſſes nieder, etwa dreißig Schritte von dem Pfade.

Es war ſehr heiß und meine Hände zitterten vor Aufregung, denn der Kampf mußte in wenigen Sekunden beginnen. Ich ſpannte meine Flinte zum Glück hatte ſie zwei Läufe und wartete. Sie kamen heran; ich konnte ihre Stimme hören,

dann ihren Fußtritt, und endlich ſtanden ſie vierzig

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