Jahrgang 
1860
Seite
27
Einzelbild herunterladen

acht⸗ Theil Hot⸗ ie er elben die Schilf arme Feuer diit plötz⸗ Doch f zu gangs nach⸗ denſch und ar es dern

impfe noch Fuß Juß Nicht chſten. dort, ffihr⸗ und

com⸗ hwar⸗ Alf⸗ t ein anner,

u Bo⸗

nanchen

Drei⸗ ne die

tungen

n Be⸗ einen, vniſten enſchen

et ſei⸗

ſarke

2 7 3

Jan ſoll jetzt eines ſeiner Abenteuer erzählen.

Wenn wir jung ſind, haben wir manches Trac tament vor uns, denn es gibt der Beluſtigungen aller Art eine Menge, denen wir entgegenſehen; werden wir aber älter, ſo ermüden wir daran und bedürfen Veränderung. Zu viel von demſelben Ding thut nicht gut. Nun, ich denke immer, Alles, was wir zum erſten Mal thun, prägt ſich auch unſerem Gedächtniß am tiefſten ein, ob wir nun ein Roß be⸗ ſteigen, ein Geſpann Ochſen treiben, eine Flinte ab⸗ ſchießen, einen Bock tödten, einen Elephanten bekäm⸗ pfen oder ſonſt Etwas ausrichten.

Nun, wie Manchen von euch, die mich kennen, bewußt iſt, habe ich eine oder zwei Thaten vollbracht, worauf ein Mann allerdings ſtolz ſein darf. In meiner Hütte ſind die Schwänze von zweihundert Elephantenſtieren, alle mit meiner eigenen Flinte, von meiner Schulter aus, geſchoſſen; zehn Löwen⸗ häute, jede mit nur Einer Kugelſpur, und hätte ich alle die Schwänze und alle die Häute genommen, bei deren Habhaftwerdung ich mitgeholfen habe, ſo beſäße ich davon zehnmal ſo viel. Doch das gehört jetzt nicht hieher; ich will euch jetzt von dem erſten Kampfe, den ich beſtanden habe, erzählen.

Ihr habt uns nicht die Hälfte von dem, was Ihr gethan, angegeben, bemerkt einer von der Ge ſellſchaft;ſagt uns doch, was alle die kleinen Kreuze an Eurem Flintenſchaft bedeuten.

Dieſe, ſagt der erſte Sprecher,ſind für Kaf⸗

fern andere für Amakoſen, andere für Zulus, andere für Motabilis. Was zeigen die größern Kreuze an? fragt jener wieder. Es ſind deren drei hier; dieſe ſind, ich ſchäme mich nicht es zu geſtehen, für Engländer.

Wie! ruft einer der engliſchen Beſucher;das

ſind Marken für Menſchen, die Ihr getödte Ei, da ſind drei oder vier Dutzend kleine und drei große!

Ja, da ſind zweiundfünfzig kleine Kreuze und drei große, auf dieſem Rohr. Ich habe noch ein anderes, mit ein wenig mehr darauf, aber das ſind nur Buſchmänner und Grenzkaffern Buſchklepper. Aber das hier ſind lauter Krieger, Leute im Ge⸗ fechte, Mann gegen Mann getödtet, und Mancher in ſolcher Nähe erſchoſſen, daß Einer von uns Bei⸗ den das Leben laſſen mußte. O, wir haben ein

abt? .

hartes Leben auf der Ebene geführt, und mußten

unſern Grund und Boden durch die Kraft unſerer Arme und die Sicherheit unſerer Schießwaffe be⸗ haupten. Was der Vater uns hinterließ, war nicht unſer Eigenthum, wenn wir nicht auf Die loszu⸗ drücken vermochten, welche uns, was wir beſaßen, zu rauben ſuchten; aber ich hoffe, es kommen jetzt ruhigere Zeiten.

Aber nun zu der Erzählung meines erſten Kam⸗ pfes, den ich auszufechten hatte:

Ich lebte mit meinem Pater auf der Weſtſeite des Gebirgs, als wir von der Niedermetzelung Re⸗ tiefs und ſeiner Geſellſchaft durch die Zulus, ſowie von dem unter Weibern und Kindern, die ſchutzlos an der Natal⸗Bai ſich befanden, angerichteten Blut⸗ bad Kunde erhielten.

Boten wurden zu allen ‚Menſchen rings herum

m geſandt, um zur Rache des Mordes unſerer Freunde

und Verwandten aufzufordern. Beinahe jeder Mann unter uns, ob alt oder jung, entſprach dem Rufe, und wir verſammelten uns, etwa dreihundert achtzig an der Zahl, unter Piet Uys.

Unſere Streitkräfte in zwei Parteien theilend, rückten wir gegen den Feind vor und eröffneten das Feuer auf ihn. Als wir eine Strecke weit in dem Gebirgspaß, auf deſſen beiden Seiten die Zulus, einige achttauſend Mann ſtark, ſich aufgeſtellt hatten, vorgedrungen waren, vernahmen wir einen Lärm hinter uns, und bemerkten, daß beinahe tauſend Mann, die ſich in Hinterhalt gelegt hatten, uns den Rückzug abſchnitten und uns nachrückten. Es lag etwas Schreckliches in dem Anblick dieſer Wilden, die mit dem Blute von Hunderten unſerer Freunde und Verwandten befleckt waren. Schulter an Schul⸗ ter, drei Mann hoch, ihre Aſſagaien ſchwingend, auf ihre großen Ochſenhautſchilde ſchlagend, ihre Schlachtgeſänge anſtimmend, drangen ſie im Ge⸗ ſchwindſchritt vor. Eine unſerer Abtheilungen, unter Potgeiter, gerieth ſogleich in Verwirrung, denn die Pferde wurden in Folge des Lärms von Seiten der Zulus ſcheu. Die andere unter Uys hatte ſo den ganzen Anſtoß auszuhalten, während zu gleicher Zeit der Feind, der auf den Hügeln geſtanden war, von beiden Seiten eindrang. Ein allgemeines Feuer wurde von uns eröffnet, und die Zulus fielen alle ſchnell rings herum. Wenn wir eine Linie von ihnen niedergeworfen hatten, rückte eine andere, ſtär⸗ kere in deren Stelle; und wurden zufällig Einzelne von unſerer Partie von dem Hauptcorps getrennt, ſo waren dieſe Nachzügler auch ſogleich umringt, in⸗ dem die Zulus ſich wirklich an die Beine ihrer Pferde hingen und ſelbſt im Todeskampf nicht losließen, während Andere die Reiter auf den Boden rißen und mit ihren Speeren niederſtießen. Es war ein ſchrecklicher Anblick, und auf mich, der nie zuvor einen erſchoſſenen Mann geſehen hatte, machte er noch einen mächtigern Eindruck, als auf die, welche ſolchen Scenen ſchon oft beigewohnt hatten, denn es waren Boers unter uns, die ſchon mehrmals mit Moſelekathe's⸗Kriegern gefochten hatten; abex keiner, erzählten ſie nachher, kam jenen Zulus an Entſchloſt ſenheit und Wildheit gleich. Wir ſchoſſen ſie zu Hunderten nieder, aber alsbald wurden ſie durch eine größere Anzahl erſetzt. Unſer Anführer Uys und mehrere Andere wurden umringt und erſchla⸗ gen; und jetzt galt es für uns einzig, einen Weg durch die feindlichen Reihen uns zu bahnen um mit heiler Haut davonzukommen: wir warfen uns alſo ſchnell auf das hintere Corps, feuerten eine Salve ab und drangen in die Oeffnung, welche unſere Ku⸗ geln gemacht hatten. Nicht ohne den Verluſt von mehreren Menſchenleben entkamen wir aus unſerer gefährlichen Lage, denn die Krieger wichen nicht zu⸗ rück und unſer Weg ging über die Körper der Er⸗ ſchlagenen oder Verwundeten. Viele der letztern hingen ſich an die Beine der vorüberſpringenden Pferde und verhinderten ſo die Reiter am Entrin⸗ nen. Als die Gegend offener wurde, ſah ſich unſere Mannſchaft in den Stand geſetzt, beſſer zu manövri⸗ ren; man ließ die Zulus, obwohl die Pferde faſt

alle niedergeſtoßen worden waren, auf eine ent⸗ ſprechende Nähe herankommen, dann gaben ihnen die Boers eine Salve und galoppirten davon, um

4*

35 8

w