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nicht tief befunden wurde, aber doch die Hirnſchale zerquetſcht hatte und offenbar durch einen Spaten oder ein anderes ſtumpfes Geräth beigebracht zu ſein ien.
ic Hierauf traten Alle in das Haus. Metta hatte ſich indeß wieder erholt. Sie flog dem Richter um den Hals und beſchwor ihn, bei Gott und Allem, was heilig war, ihren Vater aus dieſer großen Noth zu erretten, und erſuchte ihn zugleich, ihr doch zu geſtatten, daß ſie dem Armen in das Gefängniß folgen dürfe, was ihr der Richter, wiewohl nur ungern, denn am Ende auch erlaubte. Niemand von Allen hatte während der Reiſe nach dem Amts⸗ ſitze, wo ſich das Gefängniß befand, auch nur ein Wort geſprochen, und Söfrenſen trennte ſich mit ge⸗ brochenem Herzen von dem Gefangenen und deſſen Tochter, ſeiner Verlobten.
Die Leiche des Ermordeten wurde am folgenden Tage auf dem Kirchhofe zu Weilby ehrlich be⸗ graben.
Alsbald nach der Beerdigung fand auch das erſte Zeugenverhör vor Gericht ſtatt. Die drei erſten Zeugen beſtätigten mit emporgehobenen Händen ihre frühere Ausſage von Wort zu Wort, keine Silbe wurde davon genommen, keine hinzugefügt. Auch traten außerdem noch drei neue Zeugen, die beiden Knechte des Pfarrers, und die Viehmagd, auf. Die
zwei Erſten waren an jenem Tage in der Geſinde⸗
ſtube geſeſſen, und weil das Fenſter offen ſtand, hatten ſie deutlich vernommen, wie der Pfarrer und der Ermordete einander heftig ſchalten und jener die Worte ausſtieß:„Du Hund, ich werde dich prü⸗ geln, bis du todt zu meinen Füßen liegſt!“ Sie bezeugten ferner, daß der Pfarrer, wenn er in Zorn
weſen ſein. Ich armer Mann habe Niemanden zur Vertheidigung hier auf der ganzen Erde, das ſehe ich wohl! Will Er im Himmel auch ſchweigen, ſo muß ich mich ſeinem unerforſchlichen Willen fügen!“ — Hierauf ließ er Kopf und Hände ſinken und ſeufzte ſchwer auf.
Viele der Anweſenden konnten ſich der Thränen nicht erwehren. Es ließ ſich ein leiſes Gemurmel vernehmen, daß der Angeklagte doch vielleicht un⸗ ſchuldig ſein könnte, allein dieß war mehr nur Wir⸗ kung des Mitleids und der Erſchütterung der Ge⸗ müther, als wirkliche Ueberzeugung. Ach! Söfren⸗ ſen's Herz hätte den armen Mann am liebſten gleich freigeſprochen, allein das Gefühl durfte ja nicht Herr über den kalten Verſtand und die ſtrenge Pflicht des Richters werden.„Weder Mitleid, noch Haß, weder Gunſt, noch Neid, dürfen auch nur einen Gran in die Wage der Gerechtigkeit legen“— ſo dachte und handelte der rechtliebende Mann.
gerathe, ſich nicht bedächte, mit dem Erſten dem V
Beſten, was er gerade bei der Hand hätte, zuzu⸗
A ſchlagen, und daß er auf ſolche Weiſe einſt ſeinen
vorigen Viehjungen mit einem Pfahlſchlägel geſchla⸗ gen habe. Die Viehmagd erklärte: daß ſie in der⸗
ſelben Nacht, in welcher Jens Lorſen den Pfarrer S
im Garten geſehen haben wollte, wach im Bette ge⸗ legen ſei; ſie habe ſodann die Thüre, welche von der Diele in den Garten führt, knarren hören, worauf ſie aufſtand, hinausſchaute, und den Pfarrer im Schlafrocke und mit der Nachtmütze in den Gar⸗ ten hinausgehen ſah. Was er dort vorgenommen, habe ſie nicht bemerkt, allein eine gute Stunde
nachher habe ſie die Thüre wieder knarren gehört.
Als nun die Zeugen alle abgehört waren und der Richter den Angeſchuldigten fragte, ob er die That bekennen wolle, oder was er im umgekehrten Falle zu ſeiner Vertheidigung zu ſagen habe? faltete dieſer die Hände über der Bruſt zuſammen und ſprach:„So wahr mir Gott helfe und ſein heiliges Wort, ich will die Wahrheit reden, und ſo bin ich mir nichts Anderes bewußt, als was ich bereits vorhin bekannt habe. Ich habe den Verſtorbenen mit dem Spaten geſchlagen, doch nicht anders, als
daß er gleich nachher aus dem Garten entrinnen
konnte. Was ihm ſpäter begegnet ſein mag, oder wie es kommt, daß er in meinem Garten begraben liegt, das weiß ich nicht. Das betreffend, was Jens
Lorſen und die Magd bezeugen, mich zu nächtlicher
Stunde im Garten geſehen zu haben, ſo lügen ſie entweder, oder mag es ein Blendwerk der Hölle ge⸗ Keisrſtunden. 1860.
—₰
(Siehe S. 18.)
Nach ſeiner innigſten Ueberzeugung konnte der Richter ſelbſt nicht anders als ſo ſchließen:„Der Angeklagte hat den Niels Bruns erſchlagen, doch ſchwerlich mit Vorbedacht, oder aus böſem Willen. Zwar iſt bekannt, daß es ſeine Gewohnheit war, denjenigen, auf welche er erzürnt war, zu drohen, daß er es ihnen einmal, wann ſie am wenigſten daran dächten, gedenken würde, allein nie hat man erfahren, daß er derlei Drohungen an Jemanden ausführte. Nun will ja jeder Menſch gern ſein Leben erhalten und ſeine Ehre retten, daher beharrt er auf dem Läugnen, ſo lange er es vermag.“
Morten Bruns, ein ſtarrköpfiger Geſelle, immer boshaft und nun noch boshafter ob der Ermordung ſeines Bruders, begann nun von Werkzeugen zue reden, wodurch verſtockte Sünder zum Geſtändniße gebracht werden könnten; allein der Richter wollte N und konnte gegen einen ſolchen Mann die Folter nicht anwenden; denn haas iſt dieſe auch anders,
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