Heft 
(1861) 8 08
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kennen Sie den Grafen Forgäch?O ja, ſehr gut, war die Antwort.Dann wird es Ihnen ohne Zweifel ſchon aufgefallen ſein, welch' eine frappante Aehnlichkeit Sie mit ihm haben?Die Aehnlichkeit mag in der That ſehr groß ſein, denn ich bin Graf Forgäch ſelbſt, erwiederte freundlich lächelnd der Angeſprochene. Der neugierige Frager wollte eine Entſchuldigung vorbringen, aber die Stationsglocke geſtattete kein weiteres Zwie⸗ geſpräch. 3

Dieſer Dage kaufte in der Gegend von Pribram ein Gänſehändler eine Gänſeherde von 34 Stück. Er⸗ trieb ſelbe ſieben Stunden weit in ſein Heimatsdorf und übergab ſie bei ſeiner Ankunft ſeinem Buben zur Hütung. Da es ſchon Nacht war, ſchlief der Knabe ein. Als nun der Gänſehändler wieder kam, waren die Gänſe alle ver⸗ ſchwunden. Er fand zwar bald ihre Spur, mußte aber die ſieben Stunden, die er bei Tage gemacht, nochmals zurücklegen, da die Gänſe, vom Heimweh ergriffen, in ihre Heimat zurückgekehrt waren. So erzählt derCas. Die Gänſe mußten jedenfalls entweder ſehr raſch mar⸗ ſchiren, oder aber einen gewaltigen Vorſprung haben, daß ihr Eigenthümer ſie nicht früher einholte.

Kürzlich iſt in Glaz ein Streich paſſirt, wie er in neuerer Zeit bereits ind mehren ſchleſiſchen Städten ausgeführt worden iſt und zwar wahrſcheinlich von einer und derſelben Perſon. Ein anſcheinender Handlungs⸗ reiſender logirt ſich in einem der erſten Gaſthöfe ein, übergibt dem Wirthe ſeine ſchwere lederne Geldtaſche zur Verwahrung und ißt und trinkt anſtändig. Am andern. Tage von Gaſchäften kommend, beklagt er ſich über ſchlechte Einnahme und fügt hinzu, daß er noch dazu da und da den Schlüſſel zur Taſche vergeſſen habe, wo⸗ durch er außer Stande ſei, verſprochenermaßen augen⸗ blicklich 20 Thaler abzuſchicken, da er nur 11 habe. Der Wirth läßt ſich bereit finden, 9 Thaler auf die Dauer von 24 Stunden vorzuſchießen und empfängt dafür den ergebenſten Dank. Die Zeit vergeht, aber unſer Reiſende wird nicht ſichtbar. Der gutmüthige Wirth ſchöpft Ver⸗ dacht, unterſucht die Geldtaſche, welche ihm für ſein Darlehen bürgen ſoll, und findet, ſorgfältig in Papier eingepackt zwei alte Uhrgewichte, welche durch Form und Schwere Kourantrollen heucheln.

In der Radetzkyſtraße zu Graz fand am letzten September Abends ein großer Zuſammenlauf ſtatt. Anlaß hiezu gab ein irrſinniger junger Mann aus guter Familie, welcher ſich in einem heftigen Anfall von Raſerei mit einem ſcharf geſchliffenen Schwerte auf die Haustreppe ſtellte und Jeden, der die Treppe paſſiren wollte, bedrohte. Es mußte eine Militärpatrouille herbeigeholt werden, welche ſich des Raſenden erſt dann bemächtigen konnte, nachdem er einen der Soldaten am Arme ſchwer ver wundet hatte.

In der franzöſiſchen Stadt Rhodez hat eine junge

Witwe, welche die Folgen eines Liebesverhältniſſes für ihre Ehre fürchtete, durch freiwilligen Hungertod ihrem Leben ein Ende gemacht. Sie zog ſich in ein Gehölz zurück, wo ſie erſt nach bierzehntägiger Hungersqual ihren Leiden erlag.. Am 6. September wurde in Kralowic ein Frauen⸗ zimmer zu Grabe getragen, das rückſichtlich ihres leiden⸗ vollen Lebens kaum ſeines Gleichen finden dürfte. Bald nach ihrer Geburt gelähmt, konnte ſie ſich bis zum zehnten Jahre nur mühſam bewegen. Vom zehnten bis zum neunehnten Jahre vegetirte ſie ſitzend, und von da an bis Je ihrem Lebensende, nämlich bis zum 39 Jahre, lag o regungsunfähig im Bett, wo ſie nach und nach 2 einer Mumie zuſammenſchrumpfte. Endlich erlöſte ſie vd Tod von ihren Martern.

em Monat Oktober ſindet in Rom die Hochzeit de ſcen Fürſtin von Wittgenſtein mit dem Pianiſten Liſzt ſtett. Derſelbe iſt vor Kurzem vom Großherzog von Weimar zum Kammerherrn ernannt worden.

Rachdem Kreutzberg mehre Wochen lang ſeine Menagerie, in Hamburg in der Vorſtadt St. Pauli zur

Feuilleton.

Schau geſtellt, wurde dieſelbe an die Elbe transportirt, um nach Bremen befördert zu werden. Unterwegs aber entkam ein Löwe, der 5000 Thaler gekoſtet haben ſoll, aus dem Behälter und packte ein Droſchkenpferd an der Gurgel. Mit vieler Mühe gelang es, den Löwen, während er gierig das Blut des armen Pferdes ſchlürfte, durch Stricke feſtzuhalten, wobei er jedoch erdroſſelt wurde.

Von General Lyons, der kürzlich in Miſſouri gefallen iſt und deſſen Tod ſo allgemein bedauert wird, erzählen amerikaniſche Blätter, daß er, obwohl als tapferer Mann bekannt, doch ein entſchiedener Gegner des Duells war, ja ſogar einmal den moraliſchen Muth hatte, eine Ohrfeige einzuſtecken, ohne ſeinen Angreifer zu fordern. Trotzdem wurde er ſein Leben lang als braver Officier geehrt und iſt als tapferer Mann gefallen.

In der Nacht vom 12. auf den 13. September ermordete ein in dem ungefähr eine Stunde von Pader⸗ born belegenen Dorfe Elſen wohnender Hilfsbahnwärter ſeine im hochſchwangern Zuſtande befindliche Frau, indem er dieſelbe im Bette überfiel und ihr mit einem Hammer und einem Inſtrument, mit welchem die Senſen geſchliffen zu werden pflegen, den Hirnſchädel gänzlich zerſchmetterte. Nach vollbrachter That ſchleppte er den Leichnam auf den Hausflur, legte ihn unter eine dort befindliche Boden⸗ lucke und ſtürzte eine Leiter über denſelben, damit es den Anſchein gewinne, als ſei ſeine Frau beim Herab⸗ ſteigen der Leiter mit derſelben umgeſtürzt und habe ſo ihren Tod gefunden. Der Mörder iſt bereits der Staats⸗ anwaltſchaft eingeliefert worden. Als Beweggrund ſeiner That wird angegeben, daß er mit einem andern Frauen⸗ zimmer ſchon längere Zeit in einem vertrauten Verhält⸗ niſſe gelebt und dieſe habe heiraten wollen.

Die Stadt Rheinau am linken Rheinufer im Elſaß wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts durche Ueberfluthungen des Rheins zerſtört und allmälig ver⸗ ſchlungen. Seitdem hat der Strom ſein Bett weiter links geriſſen, ſodaß die Trümmer jener Stadt jetzt am rechten Ufer auf badiſchem Grunde liegen und dort kürzlich auf⸗ gefunden worden ſind.

Ein Wiener Hötelbeſitzer iſt auf den originellen Gedanken gekommen, ſeine Lokalitäten nach Art einer alten Ritterburg herſtellen zu laſſen. Die Kellner ſollen als Knappen gekleidet, mit bunten Schärpen einhergehen, alle Ankommenden werden mit Trompetenſchall empfangen, Minneſänger laſſen ihr Saitenſpiel erklingen, kurz Alles ſoll nach Ritterſitte eingerichtet werden..

Ein achtzigjähriger Greis aus oinem polniſchen⸗ Orte in der Nähe der Stadt Wolborcz hat ſich unlängſt auf einem von ihm ſelbſt im Walde errichteten Scheiter⸗ haufen verbrannt. Der Arme war in ſeinem Hauſe ſchlechter Behandlung ausgeſetzt und ſuchte den Tod, um ſich von derſelben zu befreien.

Neulich erſchoſſen ſich in Baden⸗Baden wieder zwei junge Männer, die an der Spielbank ihr ganzes Beſitz⸗ thum vielleicht auch das ihnen anvertraute fremde Gut verloren hatten. Dergleichen Unglücksfälle gehören leider in den Bädern, welche Spielbanken enthalten, zu den gewöhnlichen Erſcheinungen, obwohl man ſelten davon⸗ ſpricht. Alle Spuren der That werden raſch beſeitigt; die Uinglücklichen werden nächtlicher Weile und ſtill wegge⸗ ſchafft, ſo daß oft die Mitbewoh ner des Hauſes, ja des⸗ ſelben Stocks nichts dovon erfahren. Man thut dies, um das Spiel nicht zu ſtören, um die Luſt daran nicht zu verleiden und bei den Badegäſten keinen Schrecken gegen Dasſelbe zu erzeugen. Nicht nur die Spielpächter und deren Handlanger, ſondern auch Gaſtwirthe, Kaufleute, Wohnungsvermiether, kurz Alle, welche von den Fremden Vortheile ziehen, ſind befliſſen, dergleichen Trauerſpiele zu verbergen, ſo daß oft kein Laut davon offenbar wird.

Kürzlich wurde in Leipzig zu einem Wundarzt ein zweijähriges Kind gebracht, welches ſeit mehren Wochen heftige Leibſchmerzen hatte und nicht die geringſte Berührung des Leibes vertrug. Bei der Unterſuchung fand der Chirurg rechts neben dem Nabel eine außer⸗