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Erinnerungen. TMluskrirte Blärter für Wrnst und Bumor.
82. Band.(Ein und vierzigſter Jahrgang.) Heft VII.
Louiſe Meunier. Von P. D. (Jortſetzung.)
er Morgen war ſehr friſch geweſen; gegen Mittag wurde es unerträglich heiß. Da erreichten die Reiter einen Wald, durch den quer ein breiter
Weg führte. Sie ritten Schritt; alle Drei ſchwie⸗
gen, alle Drei ſpürten jenen mächtigen Einfluß
der Natur, der alles Erkünſtelte im Menſchen zu
ertödten ſcheint. Aber die brennende Tageshitze ver⸗
fehlte dennoch ihre Wirkung nicht. Louiſe, die
ſchwächſte, befiel eine große Abgeſpanntheit; ihre matte
Hand führte nicht mehr ihr Pferd; ihre Schultern und
ihre Taille ſenkten ſich unter der Laſt ihres Reitkleides; Erinnerungen. LXXXII. 1861.
ſie achtete auf nichts; ſcheinbar träumend, dachte ſie vielleicht in Wirklichkeit an gar nichts. Nur hie und da warf ſie einen Blick auf René mit einem Ausdruck, der offenbar um ſeine Gunſt bat, und wenn er ſeiner⸗ ſeits nach ihr blickte, ſenkte ſie den Kopf; ihr Geſicht war ſonſt immer gegen die Erde gerichtet, wie eine Blume, welche die heißen Küſſe der Sonne ausgeſogen haben. Lucia dagegen hielt durch ihre vorübergehende Unbeweglichkeit die Erregungen, die ſie in ſich barg, nieder; ihre gerunzelte Stirn, ihre geſchloſſenen Lippen verriethen ihre Aufregung und Ungeduld; ein Stachel regte ihre Nerven auf. Sie war gekommen zu ſiegen und war beſiegt worden; ſie wollte triumphiren und— unterlag. Sie liebte Kenél Wie? das konnte ſie ſelbſt nicht beſtimmen! Seit wann? das wußte ſie noch weni⸗ ger; vielleicht erſt, ſeit ſie in der drückenden Luft ſich
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