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Von J. H. Müller.
Unterdeſſen(wir wollen Levin Salomon jetzt ſelbſt berichten laſſen) iſt der Rittmeiſter Weißell allhier zu Dannenberg aufgebrochen und nach Mecklenburg marſchirt, welcher mich beorderte, ihm nachzureiſen und mir einen Paß gab des Inhalts, daß ich für ſeine Compagnie zu Lübeck einige Montirung ſollte einkaufen. Ich reiste mit dem Herrn Rittmeiſter bis nach Dömitz, wo derſelbe mich mit zwei ſeiner Reiter zurückließ. Wie ich nun auf den Nachmittag(das nähere Datum iſt nicht angegeben) zu den beiden Reitern gehen wollte, habe ich auf der Dömitzer Brücke den Diener des Lieutenants Bock angetroffen, welcher letztere zu den mecklen⸗ burgiſchen Reitern gehörte, ſelbigen gegrüßt und gebeten, er möchte wegen guter Bekanntſchaft mit mir nach dem Wirthshauſe zum Neuen Hauſe gehen und daſelbſt mit mir einen Trunk Wein thun. Wie wir nun beide zum Wirthshauſe kamen, ließ ich ſofort einen Oehſel Wein langen, be⸗ zahlte ſelbigen auch und wollte darauf wieder nach Dömitz gehen. In⸗ zwiſchen aber kamen zwei von des Herrn General⸗Majors v. H. reiten⸗ den Knechten, welche obgedachter Diener hereinzukommen nöthigte, die aber nicht wollten, ſondern draußen vor dem Fenſter blieben. Da ließ der Diener eine Kanne Wein nach der andern einzapfen(wozu denn die Beiden, des Herrn Rittmeiſters Weißell Ordonnanzreiter, auf dero fleißiges Bitten gleich mittrinken mußten) bis es zu einem Thaler gekommen, welchen Thaler ich noch bezahlen müſſen.
Wie ich nun in etwas berauſcht war, bin ich wieder nach Dömitz zu meinem Wirthshauſe gegangen, wo ich mich auf die Bank in der Stube legte, um etwas auszuruhen. Da hat's ſich befunden, daß des Lieutenants Bock Diener etlichemale zu mir in die Stube gekommen iſt, in meine Ficken(Taſche) gelangt hat, daß ich darüber erwachte und ſeine Hand allemal in meiner Ficken ergriff oder ertappte, daß ich endlich nach rechter Ermunterung zu ihm geſagt: du thuſt nicht ehrlich bei mir, daß du mir, der ich jetzunter etwas Trunkens halber ruhen will, ſo oft kommſt und in meine Ficken langeſt. Er aber entſchuldigte ſich und ſagte, ich möchte ihm doch einen Dukaten oder wenigſtens einen Thaler leihen, was ich ihm aber abſchlug. So bin ich wieder eingeſchlafen, der Diener aber iſt noch mehrmals gekommen und hat meine Taſche viſitirt. Die Nacht über bis an den Morgen bin ich auf der Bank liegen ge⸗ blieben; wie ich nun zu der Zeit erwachte und aufſtand, langte ich in meine Ficken um nach dem Ringe zu ſehen: da war nicht allein der Ring
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