Jahrgang 
2 (1864)
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Ein Gang durch die Schiffszwieback-Fabrik zu Woenil.

Von S. Auguſtin.

Zu Woevil im ſüdlichen Theile Englands befindet ſich die Fabrik, welche die Schiffszwiebacke für die Marine der Königin liefert, und es dürfte vielleicht auch für den deutſchen Leſer nicht ohne Intereſſe ſein, uns auf einem Gange durch dies Etabliſſement zu begleiten. Die be⸗ wegende, treibende Kraft des Ganzen iſt eine Dampfmaſchine, deren Aktion ſich nach jedem Theile der Fabrik erſtreckt und die, wenn man ihr die gehörige Menge Weizen liefert, ganz von ſelbſt dafür ſorgt, ihn in kür⸗ zeſter Zeit in den beſten Schiffszwieback zu verwandeln. Da wir aber nur einen ſehr unvollſtändigen Begriff von der Einrichtung des Ganzen gewinnen würden, wenn wir die Prozedur nicht von Anfang an verfolg⸗ ten, ſo beginnen wir bei einer Wagenladung Getreide, die man bis an die Mauern der Fabrikgebäude gefahren hat.

Ein Dampfkrahn hebt zunächſt die Säcke bis in das oberſte Stock⸗ werk des Hauſes, und wir verfügen uns in die darunter liegende Etage, um dem Verfahren der Reinigung beizuwohnen. Der Weitzen fällt in einem ununterbrochenen Strome von oben in einen zehn Fuß langen und zwei Fuß im Durchmeſſer haltenden, ſenkrecht ſtehenden Cylinder, der von dichtem Drahtgeflecht gefertigt iſt und ſich mit großer Schnelligkeit um ſich ſelbſt dreht. Innerhalb dieſes Cylinders befindet ſich eine Spirale, eine Art archimediſcher Schraube, durch welche das Getreide ſeinen Weg hinab nehmen muß, und hat es dieſe paſſirt, ſo iſt es von Staub und allen ſonſtigen etwa anhängenden Schmutztheilchen befreit. Aller Unrath