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Kheinsberg.
1 in din bboeobachtet, zum Theil auch leitet, denn mächtige eſem 3 Schicſa und einflußreiche Männer ſind unter uns! b Der Kronprinz ſah den Greis erſtaunt an. 1 1 Er ſprach mit großer Ruhe, mit einer gewiſſen à Aber iterkei befangen, gar nicht mit der nd darf Heiterkeit, ganz unbefangen, g R, wou Abſicht, dem Prinzen zu imponiren. Und dennoch „ l lag in Allem, was er ſagte, ſo viel Würde, ſo viel dennchh) Feierliches, daß Friedrich ſich ſo ernſt und ſo tief à Glücs eergriffen fühlte, wie nie in ſeinem Leben. de gut:— Und kann es mir nie vergönnt ſein, die⸗ Dhurm ſen Bund näher kennen zu lernen? fragte er dann. und mit— Nein, antwortete der Greis. Es iſt ein Bund von alten Leuten, und Du würdeſt das an, mit nicht finden, was Du erwarteſt. Begnüge Dich, mir dieſe die Wirkungen zu ſehen, ohne die Urſache zu kennen. Einſt, wenn Du gethan, was Du thun entworee ſollteſt, wird der Bund ſich Dir enthüllen. Doch t geſagt hier, nimm dieſes Zeichen, dieſen Ring. Wenn ich ihnn Jemand ſich Dir naht, der Dir daſſelbe Zeichen h ſchätz zeigt, ſo weißt Du, daß er von unſerem Bunde Lheil ge⸗ 4 geſandt iſt und Dir die Wahrheit ſagt! uu ſehen, Der Kronprinz ſtand auf und nahm den Ring icht we-⸗-: in Empfang. Es war ein einfacher Goldreif, . mit einem Rubin in Form eines Herzens, den Kronpring eine goldene Schlange umſchloß, genau ebenſo b geebildet, wie das ſteinerne Zeichen über der Ein⸗ lächelnd. gangsthür. wwar alte— Und was bedeutet dies Symbol? fragte udig ſter⸗ 11n Friedrich. Ich verſtehe es nicht. ungen e-⸗— Du nirſt es verſtehen lernen, antwortete er dieſen der Greis. Auch iſt der Sinn kein gar zu tie⸗ ſter! fer und wir wählten dieſes Zeichen nur, weil ſſt es ſo wir eines ſolchen bedurften. Wenn Du an das Verbin⸗ deenkſt, was Du ſelbſt erlebt, und das iſt mehr, ich ſo ott als die meiſten Königsſöhne je erduldet, und wenn dung der 1 Du dann in Dein eigenes Herz blickſt, ſo wirſt 1 Du den Sinn veeleeicht verſtehen lernen. ttete te Friedrich blickte ernſt auf den Reif und ſchien bindung. ſehr bewegt zu ſein. s 1 an Dei⸗ Dennoch möchte ich wiſſen, woher Sie inen aaa- mich kannten? ſagte er dann. Ich ſah am Fen⸗ demchh ſter dieſes Hauſes das Geſicht eines jungen Mäd⸗ dennoc chens, das mir bekannt erſchien. Doch kann ich und den⸗ mich nicht beſinnen, wo ich es früher geſehen. vasvmdd Ganz recht, ſagte der Greis lächelnd. Es Pn nur war Lucinde, das Licht und der Stern meines
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Perlen. 12. Bd. 1. Lief. 2
Alters. Ja, wir Greiſe lieben es, uns mit der Schönheit der Jugend zu umgeben und unſer Herz an ihrem Anblick zu erfriſchen. Ja, ſie kannte Dich. Doch wenn Du es nicht ſelbſt erräthſt, woher, ſo darf ich es Dir nicht ſagen. Auch iſt es nicht wichtig genug für uns Beide.
Er zog an einer Schnur, die ſich über ſeinem Lehnſeſſel befand, und kaum war eine Minute vergangen, als der Kronprinz hinter ſich eine Thür öffnen hörte, und als er ſich umwandte, das junge Mädchen vom Fenſter vor ſich ſah, eine herrliche, zarte Geſtalt, ſchlank wie ein Rohr, von Mittel— größe. Lächelnd blickte ſie auf den Prinzen.
— Kennſt Du ſied fragte der Alte den Prinzen.
Friedrich ſchüttelte den Kopf. Es war ihm unmöglich, ſich zu beſinnen.
— Aber Du kennſt ihn, Lucinde? fragte der Greis das Mädchen.
— O gewiß, Vater, wie ſollte ich ihn ver⸗ geſſen? antwortete Lucinde ſanft und freundlich.
— Ja, ſo ſind die jungen Männer! ſagte der Greis. Selbſt die ſtärkſten Eindrücke und die lebendigſten Bilder verſchwinden raſch in ihrem Gedächtniß. Nun, es muß ſo ſein, die Jugend muß immer Neues lernen und immer neue Ein⸗ drücke in ſich aufnehmen. Es iſt gut, Luecinde, Du kannſt gehen.
Das junge Mädchen verneigte ſich gegen den Kronprinzen, der ſie noch immer betrachtete und zurückhalten zu wollen ſchien, und verſchwand durch eine Thür, die zwiſchen den Bücher⸗Repo⸗ ſitorien angebracht war. Der Kronprinz wandte ſich kopfſchüttelnd zu dem Alten.
— Unbegreiflich! ſagte er. Ich kann mich nicht beſinnen, wer ſie iſt, und doch dünkt es mir, als mahnte mich dieſes Geſicht an eine der wich⸗ tigſten Perioden meines Lebens.
— Nun, laß gut ſein! ſagte der Alte. Du wirſt Dich ihrer ſpäter ſchon erinnern. Jetzt wird es Zeit ſein, an Deine Freunde zu denken.
— Wo ſind ſie? rief der Prinz nicht ohne Beſorgniß! Sie werden meinetwegen in großer Angſt ſein.
— Sieh ſelber zu! ſagte der Alte lächelnd, und deutete auf ein Glas, das in der Wand gebracht war. Der Kronprinz ſah hinein, und
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