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——— — Diejenigen glücklich zu machen, ergänzte
der Greis ruhig, die durch den Rathſchluß der
Vorſehung dazu auserſehen ſind, einſt zu Dir als ihrem Vater, Beglücker und Freund emporzuſehen.
Der Kronprinz ſah ihn überraſcht und nicht ohne Verwirrung an. Kannte dieſer Greis, in
ddeeſſen Haus er durch einen Zufall gekommen
war, und den er nie geſehen hatte, kannte er
den Stand des Prinzen?
— Sie irren ſich, ſagte Friedrich, der ſich
noch nicht ganz verrathen wollte, ich wüßte nicht, daß die Vorſehung mir eine ſo ehrenvolle und
ſchwere Stellung anvertraut hätte. — Prinz Friedrich von Preußen, ſagte der
Greis ernſt, in Deinen Händen werden einſt die Bereite Dich vor,
Geſchicke von Europa liegen. Deine Aufgabe zu erfüllen! So war der Kronprinz wirklich erkannt? Wie
war das möglich? Indeſſen, dieſer Greis konnte
ihn einſt irgendwo geſehen haben, ohne daß er es wußte.
— Die Geſchicke von Europa? ſagte er, jede weitere Verſtellung aufgebend. Wie iſt das möglich? Das Reich, das mir mein Vater hin⸗ terlaſſen wird, iſt eines der kleinſten in Europa.
— Gerade deshalb trägt es den Keim gro⸗
ßer Zukunft in ſich! antwortete der Greis. Prinz Friedrich, höre auf meine Worte! Deine Freunde und die Dich kennen, ſagen, Du ſeieſt ein kluger
Mann, der viel verſpreche, und Dein Geſicht und Dein Auge verkünden, daß dem ſo iſt. Deine Stellung und der hohe Beruf, den Dir die Zu⸗
kunft anweiſt, müßte Dich von jeher zu einer
ernſten Betrachtung der Dinge genöthigt haben. Wenn Dein Auge offen iſt, ſo wirſt Du längſt
geſehen haben, wohin die Welt drängt und wo⸗ nach die Menſchen ſich ſehnen. 2 finkt nieder und eine neue ſendet bereits die
Die alte Zeit
Strahlen ihrer Morgenröthe zu uns herüber.
Grohße Geiſter arbeiten an der Befreiung des Menſchengeiſtes aus der Nacht der Unwiſſenheit, und ſelbſt in den armen und gequälten Herzen deerer, die nichts Anderes kennen, als Mühe und
Arbeit, regt ſich die Sehnſucht nach einem Funken jenes Lichtes, das über uns anbricht.
Kheinsberg.
1.rnle Prinz Friedrich, die Vorſehung hat Dich dazu auser⸗
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wählt, der Träger dieſer Fackel zu ſein, die unſer Jahrhundert erleuchten ſoll. Die Jugend träumt und hofft Alles verwirklichen zu können. Sie muß ſo denken, ſonſt fehlte ihr der Sporn zum thätigen Handeln. Das Alter ſchaut bedächtiger auf den Gang der Dinge. Du wirſt hoffen, die Welt in ihren Fugen umwandeln und dieſen Erdtheil neu ſchaffen zu können, Du wirſt glauben, daß es nur in Deiner Hand liege, aus dieſen Mil⸗ lionen armen Sterblichen ebenſoviel Glückliche zu machen. Du ſollſt es hoffen und glauben, damit Dein Eifer nie erlöſche. Aber erreichen wirſt Du dieſes Ziel nicht. Und dennoch wird Dein Mühen (ſegensreich ſein, wie nie das eines Fürſten. Vom Thron aus wirſt Du zündende Blitze werfen in die Herzen der Menſchen, und edle Geiſter wer⸗ den ſich bemühen, Dir nachzueifern. Nicht die Menſchheit wirſt Du umgeſtalten, wohl aber wirſt Du eine Schaar von Streitern des Geiſtes bil⸗ den, die Dein Werk fortführen. Das iſt genug. Nicht Einem Einzigen iſt es vergönnt, Alles zu thun. Er muß ſich begnügen mit den Schranken, die ihm die menſchliche Schwäche ſetzt. Aber Du wirſt viel thun und Du kannſt es, denn Du wirſt einer der Mächtigſten der Erde ſein. Du wirſt ein großes Reich ſchaffen, ausbilden und ſichern. Haſt Du Dir das nicht ſelbſt gelobt?
— Ich habe es in meinen kühnſten Träumen gewünſcht, rief der Kronprinz ergriffen. Aber wer ſagt Ihnen, daß ich es bin, den die Vor⸗ ſehung dazu auserwählt?
— Die Vernunft und die Ueberlegung, ant⸗ wortete der Greis. Vollführt muß die Aufgabe dieſes Jahrhunderts werden. Die Menſchen müſ⸗ ſen anfangen zu denken, die Wiſſenſchaft muß ein Gemeingut Aller werden. Aber noch leben wir hnicht in Zeiten, in denen ein ſchlichter und ein⸗ facher Mann ſo große Werke vollführen könnte. Die Völker, gewöhnt in Treue und Liebe zu ih— ren Herrſchern zu leben, müſſen durch einen ihrer Herrſcher ſelbſt von den Banden geiſtiger Finſter⸗ niß erlöſt werden. Und wer ſollte dieſer Fürſt ſein, der die Strahlen der Aufklärung in die Tiefen ſeines Volkes ſendet? Jener Ludwig, der jetzt Frankreichs Thron mit ſeinen Maitreſſen theilt und länger leben wird, als ſein Volk es


