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Rheinsberg.
machen! Nein, Buddenbrok, laßt mich nur machen! Es wird ein kleines Detachement im Schloſſe liegen, und wenn der Offizier nicht gerade ein Ulyſſes an Schlauheit iſt, ſo werden wir ihn überliſten.
Damit ging er, ohne auf ſeinen Freund zu achten, der ihm neue Vorſtellungen machen wollte, auf die Thür zu, öffnete ſie ganz, blieb einen Augenblick überraſcht ſtehen und gab dann den beiden Offizieren ein Zeichen, ihm zu folgen. Sie gehorchten ſogleich.
Wie der Kronprinz ſelbſt waren ſie überraſcht von dem freundlichen Anblick, der ſich ihnen jetzt bot. Die Thür führte unmittelbar zu einem Gar⸗ tenſaal, der mit den ſchönſten und ſeltenſten Topf⸗ gewächſen faſt verſchwenderiſch ausgeſchmückt war. Roſen, Hyacinthen und andere Blumen der ge⸗ mäßigten Zone blühten neben den üppigen Kindern der Tropen, neben Palmen, Cactus, Oleander und Myrten. Alles war von Meiſterhand kunſt⸗
faſt betäubender Duft zog durch das Zimmer. Papageien ſchliefen in ihren großen Käfigen. Kanarienvögel und andere Sänger hüpften in großen Drahtgeflechten umher, ſo daß es ſchien, als wären ſie in vollkommener Freiheit.
— Süperb! Süperb! rief der Kronprinz, der das Alles blitzſchnell bemerkte. Wenn doch Kno⸗ belsdorf das ſehen könnte! Allerliebſt! Hier in dieſem Zimmer weilt gewiß unſere junge Freundin vom Fenſter. Denken Sie ſich, Buddenbrok, hier eine Stunde mit dieſem ſüßen Engel verträumen zu können! Ich gäbe eine ſiegreiche Schlacht da⸗ für hin, und das will viel ſagen!
— Königliche Hoheit, bat der Offizier, ſcherzen Sie nicht! Wir ſtehen auf gefährlichem Boden.
— Eip, ich bitte Sie, keine Schwachheit! rief der Prinz. Sind hier Geſpenſter? Iſt das ein Zauberſchloß? Wird der Boden einſinken und die Hölle uns verſchlingend He, alter Zauberer, Theophraſtus, Paracelſus, Noſtradamus, oder wie Du ſonſt heißen magſt, zeige Dich! Und wenn das die Hölle iſt, fürwahr, ſo erſcheint ſie in ſehr verlockender Geſtalt!
In ſeiner frohen, übermüthigen Laune trat er
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ſchwarze, runde Marmorplatte, eingelegt in das getäfelte Parquet und mit rothen, eigenthümlichen Zeichen verſehen, und kaum ſtand der Kronprinz in der Mitte derſelben, ſo ſchien der Zauber, den er ſo verwegen heraufbeſchworen, ſich zu erfüllen, denn die ſchwarze Platte wich unter ſeinen Fuß⸗ tritten und der Kronprinz verſchwand blitzſchnell, noch ehe er einen Schrei der Ueberraſchung aus⸗ ſtoßen konnte.
Die beiden Offiziere ſtanden entſetzt da. Dann ſtürzten ſie auf die leere Stelle zu, entſchloſſen, ihrem Freunde zu folgen. Aber bereits war die Platte wieder in ihrer alten Lage. Buddenbrok ſprang ſogleich auf dieſelbe, erwartend, daß ſie auch unter ihm ſich ſenken würde. Aber ſie blieb feſt, und ſelbſt als Fouqué neben ihn auf der Platte ſtand, rührte ſie ſich nicht.
— Herr des Himmels! rief Buddenbrok lei⸗ chenblaß. Das grenzt ja wirklich an Hexerei.
— Wir müſſen ihm nach! Wir müſſen bei ihm bleiben! rief Fouqué. Iſt keine Treppe hier?
Die Beiden eilten durch das Zimmer, wenig darauf achtend, ob ſie die Blumen anſtießen, die Blätter und Blüthen abſchüttelten und die Vögel aufſcheuchten, die jetzt einen wilden Lärm began⸗ nen. Aber zu ihrer großen Beſtürzung zeigte ſich nirgends ein Ausweg. Der Gartenſaal endete mit einem Balkon, der mehr als zwölf Fuß von der Erde entfernt war. Möglicher Weiſe lag eine Thür hinter den Blumen verſteckt, aber ſie war jetzt nicht zu bemerken. Keine andere blieb den beiden Offizieren, als diejenige, durch die ſie eingetreten waren. Sie eilten alſo in den Vor⸗ ſaal, in der Hoffnung, dort eine Thür zu finden. Aber vergeblich. Sie bemerkten keine andere, als die große Eingangsthür, durch welche ſie einge⸗ treten waren, und zu ihrem Erſtaunen ließ ſich dieſe nicht öffnen. Sie zeigte kein Schloß, keinen Drücker und ließ ſich wahrſcheinlich nur durch einen geheimnißvollen Mechanismus öffnen, den i die Fremden natürlich nicht kannten.
— Gott ſteh' uns bei! rief Buddenbrok in tödtlicher Angſt. Wenn dem Kronprinzen hier ein Unglück geſchieht, ſo ſind wir verloren. Der Alte läßt uns maſſakriren, und wir thäten beſſer,
bis mitten in das Zimmer. Hier befand ſich eine
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uns vorher eine Kugel durch den Kopf zu jagen. 5


