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Der Stern Amerika's.
eine würdevolle, Achtung gebietende Ma⸗ trone.
Der Kapitain ſtand ſtill, nachdem er die Thür hinter ſich geſchloſſen. Die Gräfin ſah ihn an. Sie hatte ihn erkannt. Ein Zittern ſchien ſie zu durchfliegen. Sie wollte ſich er⸗ heben, vermochte es aber nicht. Der Kapitain ging raſch auf ſie zu und ſetzte ſich neben ſie auf das Sopha.
— Antonia, ſagte er ſanft und nahm ihre Hand. Wir haben uns lange, lange nicht ge— ſehen. Aber der Sohn verlangte nach ſeiner Mutter!
— Und die Mutter nach ihrem Sohn! ant⸗ wortete die Gräfin. Aber, Leonhard, war das der einzige Grund, weshalb Du mich wieder⸗ ſehen wollteſt?
— Nein, Antonia, antwortete der Kapitain. Es zog mich etwas zu Dir zurück, ſeit lange. Es war meine, meine Schuld allein, daß wir uns trennten. Ich war zu jung für Dich, wir hätten uns erſt ſpäter finden ſollen. Jetzt iſt es
freilich ſehr ſpät, aber noch iſt es Zeit. Ich
habe nun meinen Willen gehabt, ich habe die
Welt geſehen, ich habe Mühe und Arbeit, Glück und Unglück kennen gelernt, und ich bin zu der Ueberzeugung gekommen, daß mein einziges Streben auf dieſer Welt nur noch ſein könne, mich mit der Gefährtin meiner Jugend wieder zu vereinigen, von der ich mich im wilden Eifer des Thatendranges getrennt habe. Antonia, mein Herz iſt heut noch gegen Dich wie an dem Tage, als der Segen der Kirche über uns geſprochen wurde. Nein, anders doch! Heute glaube ich Dich ganz zu verſtehen. Damals verſtand ich Dich nicht. Ich bin erſt heute Dei⸗ ner würdig. Ich hätte es vielleicht vor Jahren ſchon ſein können, aber das Schickſal hat uns auseinander gehalten, und es iſt immer doch beſ⸗
ſer, wir vereinigen uns ſpät, als niemals. Un⸗
ſere Kinder haben uns zuſämmengeführt. Kann es ein ſchöneres, ein edleres Band'’geben? An⸗ tonia, Lionel iſt Deiner würdig, wie Joannina. Ich habe ihn zu einem gereiften, ſelbſtſtändigen Manne erzogen. Er wird ſeiner Mutter Ehre machen. Du wirſt ihn lieben. Sein
Herz iſt edel, ſein Gemüth gut und unver⸗ dorben..
— Leonhard, ſagte ſie, und zum erſten Male traf ihn wieder der Glanz ihres ſchönen, ſanf— ten Auges— und hätteſt Du mich noch ſo tief gekränkt, hätte ich Dir noch ſo ſehr gezürnt, aller Groll hätte ſchwinden müſſen vor dieſem Boten, den Du mir ſendeteſt. Lionel— ich bete ihn an, meinen Sohn! Als ich ihn vor mir ſah, Leonhard, Dein Ebenbild, aber ver⸗ zeihe mir, ſchöner, männlicher und ſanfter— da brach mir das Herz. Ach, Du haſt mich glücklich gemacht mit dieſem Kinde. Nun, laß es gut ſein! Ich weiß jetzt auch, wer Schuld war, daß Du von mir gingſt— ich allein! Ich weiß es wohl! Ich war eine Thörin, ich verſtand Dich nicht! Ich meinte es gut mit Dir, aber Du warſt kein Kind, das man durch Sorgfalt und Vergnügungen feſſelt. Du be⸗ durfteſt der Luft der Freiheit, der Thaten. Es iſt geſchehen! Ich habe ſehr gefehlt. Die Ver⸗ bindung mit Fiami wird ſtets ein Vorwurf für mich bleiben. Aber ich habe dafür gebüßt. Ich war die Getäuſchte, die Betrogene, die Ver⸗ rathene. Ach, Leonhard, ſeit jener Zeit— wie oft iſt Dein Bild in meiner Erinnerung aufge⸗ taucht! Wie oſt habe ich mich nach Dir, nach Deinem ernſten Geſpräch, nach Deinem mit⸗ fühlenden Herzen geſehnt. Erſt als Fiami mich verlaſſen und verrathen, erkannte ich, wen ich in Dir verloren, und hätte ich nicht meine Toch⸗ ter gehabt— Doch, es iſt vorüber! Wir Beide ſind nun alt. Wir können ohne Rückhalt mit einander ſprechen. Vielleicht ſind wir Beide ſchuldig, aber ich bin es mehr als Du.
— Laß es gut ſein, ſagte van Büren, und ſchüchtern, wie ein jugendlicher Liebhaber, drückte er die Hand der Gräfin an ſeine Lippen.
— Du greollſt mir wirklich nicht mehr? fragte ſie leiſe.
— Und Du willſt mir nicht mehr böſe ſein,
daß ich Lionel von Dir getrennt? flüſterte er, und ſie ſaßen Beide ſtill lächelnd und glücklich da, ſich ſelig in die Augen ſchauend. Es war ein ſchöner, warmer Sonnenſtrahl der reinſten und edelſten Liebe!*
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— — Laß un der Kapitain
geweſen, häͤtte
, 6 Sohn! ſagte di und wäreſt Du nina— das a ſein, Leonhard leben?
— Ich wei lächelnd. Als geſtern, da ſüh Es iſt Deine mit gewünſcht
ernſtes Auge-
— O, ſie ihn die Gräfin wie verzogen hard— was Ich habe ihn hat mich die! willen er ſo vi
— Nein, Kapitain. D twwas jung no nina konnte ke Er liebt ſie Wenige häütte den. Und er
— Sieh, Wee wir beiſ das ſo ſein glücklichen Le ti 9 drück
n ſchlan bexul 16— die Geliebte


