Jahrgang 
1855
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elte. Der Generals.

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en früher wie⸗ agie der Kapi⸗ en ſich damals plößlich von Sie nicht ge⸗ al in Konſtan⸗ on Europa, in der Sie ſanden u gehen. Jetzt ganz ſonderbare Erſte ſage ich Rühe, die Sie ruſſiſchen Mi⸗ e heute noch in t gelungen, zu Ihnen für die t haben, Miß

Ohne einen cheinlich heute huld, wahrlich Es war meine e aus den Hän⸗ a befreien. Sie das ich einge⸗

eie mit dami jitt ſeien, ſagte „Flucht und Jhr es Ihnen ſeh Angeline Nah⸗ zertra aufgeho⸗

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Der Stern Amerika's.

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raſchung genommen, dann aber ſofort abgelie⸗ fert. Hier iſt das Portefeuille.

— Ahl rief der Kapitain, während Lettkau erbleichte, das iſt ja daſſelbe Portefeuille. Nun ſehen Sie, Herr von Lettkau, Sie ſcheinen ſich doch nicht als den rechtmäßigen Eigenthümer betrachtet zu haben, ſonſt hätten Sie es doch wohl behalten, denn die Engländer ſind ja keine Diebe, die Ihnen Ihr Eigenthum abnehmen würden. Herr General, auf mein Ehrenwort, der Inhalt dieſes Portefeuilles, inſofern er in Werthpapieren beſteht, gehört mir.

— Ich proteſtire dagegen! rief Herr von Lettkau, als der General Miene machte, dem Kapitain das Portefeuille zu überreichen.

— Dann, Herr General, erlauben Sie mir, daß ich einige Worte Deutſch mit Herrn von Lettkau rede! wandte ſich der Kapitain an den General.

Dieſer gab ſeine Einwilligung.

— Herr Legationsrath, ſagte der Kapitain nun in kaltem Tone und in deutſcher Sprache zu dem Rath, Sie befinden ſich in einer ſo kritiſchen Lage, daß es mich wundert, Sie noch ſo widerſtrebend zu ſehen. Ihre Pläne gegen mich und meine Freunde ſind glücklicher Weiſe vereitelt worden. Ich habe alſo keinen ſpeziellen Grund mehr, Ihr Unglück zu wollen. Aber jedenfalls werde ich auf meinem Eigenthum be⸗ ſtehen. Herr von Lettkau, Sie ſind in Gefan⸗ genſchaft des Feindes, der Verbündeten der Tür⸗ kei. Als einfacher Gefangener dürften Sie bald ausgewechſelt werden. Wenn man indeſſen er— ſährt, was Sie ſpeziell gegen die Verbündeten unternommen, ſo möchte ſich die Anſicht über Sie wohl ändern. Erſtens waren Sie es, der in Montenegro das Feuer gegen die Türkei ſchürte. Zweitens haben Sie den griechiſchen Aufſtand gegen die Türkei herbeigeführt. Aber das Beides könnte man Ihnen noch verzeihen. Anders iſt es mit Ihrer Anweſenheit in Kon⸗ ſtantinopel. Erfahren die Türken, daß Sie es geweſen, der vermittelſt jener Goôlette die tür⸗ kiſche Flotte in Brand ſtecken wollte, ſo möchten Sie ſchwerlich Gnade zu erwarten haben. Noch ſchlimmer dürfte es um Sie ſtehen, wenn die

Engländer erführen, daß es ein gewiſſer Je⸗ mand geweſen, der das Feuer in Varna an— legen ließ. Erſchrecken Sie nicht, Herr von Lettkau. Ich bin nicht zum Verräther geboren. Es widerſtrebt meiner Natur, den Angeber zu ſpielen— ich müßte denn dazu gezwungen wer⸗ den. Ich weiß zufälliger Weiſe, daß es ein ruſſiſcher Legationsrath war, der ſich zur Zeit des Ausbruchs der Feuersbrunſt in Varna auf⸗ hielt. Ich könnte ſogar beſtimmte Beweiſe bei⸗ bringen. Natürlich würden die Engländer und Franzoſen kurzen Prozeß mit demjenigen machen, der ihnen damals ſo viel Schaden zufügte und die Expedition um einige Wochen verzögerte. Alſo zwingen Sie mich nicht, den Angeber zu ſpielen, und fügen Sie ſich in das Unvermeid⸗ liche. Das Portefeuille iſt mein. Eine andere Geſchichte von dem gefälſchten Dokument in Sebaſtopol will ich gar nicht erwähnen. Ich würde dadurch auch Ihre Carriére in Rußland zerſtöͤren.

— Das Dokument war ächt! rief der Le⸗ gationsrath unruhig.

— Das reden Sie Anderen vor, ſagte van Büren kalt. In Rußland iſt Vieles möglich, das weiß ich aus der Geſchichte meines Soh⸗ nes und des Marcheſe. Aber das war unmög⸗ lich. Einen ſolchen Befehl kann der Czar nicht gegeben haben. Alſo kurz und gut, Herr von Lettkau. Das Portefeuille oder ich ſpreche!

— So nehmen Sie es, antwortete der Le⸗ gationsrath düſter. Sie vernichten alle meine Hoffnungen, mein ganzes Leben, meine Zukunſt.

— Ich muß geſtehen, daß ich mir kein Ge⸗ wiſſen daraus mache, die Pläne eines Menſchen zu durchkreuzen, der ſelbſt nach meinem Leben getrachtet hat und meinen Sohn und ein armes unſchuldiges Mädchen unglücklich machen wollte, ſagte der Kapitain kalt.

— Herr General! wandte er ſich dann an den General, der Herr von Lettkau hat nichts dagegen einzuwenden, wenn ich das Portefeuille an mich nehme.

Er empfing es aus den Händen des Gene⸗ rals, während Lettkau finſter vor ſich hinſtarrte. Er öffnete es und zählte die Papiere in dem⸗