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396 Der Itern Amerika’s.
— Verhält es ſich ſo, Herr von Lettkau? fragte der Vorſitzende.
Ich bleibe bei meiner Erklärung, erwie⸗ derte dieſer trocken und die Achſeln zuckend.
Die Richter beriethen ſich nun heimlich un⸗ ter einander, und zogen ſich dann in eine klei⸗ nere Abtheilung des Zeltes zurück.
Herr Marcheſe, ſagte dann der Vor⸗ ſitzende, nachdem ſie zurückgekehrt waren, ich melde Ihnen, daß der Spruch des Kriegsge⸗ richts auf: Unſchuldig! lautet. Sie erlangen hierdurch Ihre Freiheit. Zugleich erſuchen wir Sie jevoch, das Lager der Alliirten zu ver⸗ laſſen oder ſich gültige Legitimationen zu ver⸗ ſchaffen.
Ich danke Ihnen, antwortete Mariano mit einer Verbeugung. Und da ich annehmen darf, daß die Comteſſe Joannina und Herr Lionel van Büren ſich in Sicherheit befinden, ſo verſpreche ich, das Lager und überhaupt die⸗ ſes Land zu verlaſſen, ſobald es in meinen Kräften ſteht.
Die Sitzung war aufgehoben, und der Ka⸗ pitain und William ſchüttelten Mariano herz⸗ lich die Hand. Dann ſprach der Erſtere einige Worte leiſe mit dem General.
Die Folge dieſer Unterredung war, daß der General den Befehl gab, Herrn von Lettkau unter gehöriger Bewachung in das Generals⸗ zelt zu führen. Dann kehrte er ſelbſt, von ſei⸗ nen Offizienen und den drei Freunden begleitet, dorthin zurück.
Unterwegs erfuhr Mariano zu ſeiner gro⸗ ßen Freude, daß Lionel glücklich mit Joannina bei dem Kapitain angelangt und jetzt wahr⸗ ſcheinlich ſchon bei ihrer Mutter ſei. Er billigte vollſtändig den Entſchluß des Kapitains, der ſeinen Sohn zum Begleiter Joannina's gewählt hatte.
— Nun, meine lieben Freunde, ſagte Herr van Büren, bleiben Sie ein wenig vor dem Zelte. Ich habe noch einige Sachen mit Herrn von Lettkau abzumachen. Ich hoffe, es wird nicht lange dauern.
. Er trat mit dem General in das Zelt. Lettkau ſtand ſehr gedankenvoll und mit ſchlecht
verhehlter Unruhe mitten in dem Zelte. Der Kapitain ſetzte ſich auf die Bitte des Generals. Lettkau ſetzte ſich ihm gegenüber.
— Ich hatte gehofft, Sie ſchon früher wie⸗ derzuſehen, Herr von Lettkau, ſagte der Kapi⸗ tain kalt und höflich. Sie trennten ſich damals unerwarteter Weiſe in Hermopolis plötzlich von mir, und ſeit der Zeit habe ich Sie nicht ge⸗ ſehen. Ich war allerdings einmal in Konſtan⸗ tinopel, bei den ſüßen Waſſern von Europa, in Ihrer unmittelbarſten Nähe. Aber Sie fanden es für gut, mir aus dem Wege zu gehen. Jetzt hat uns der Zufall auf eine ganz ſonderbare Weiſe zuſammengeführt. Fürs Erſte ſage ich Ihnen meinen Dank für die Mühe, die Sie ſich gegeben, meinen Sohn vom ruſſiſchen Mi⸗ litairdienſt zu befreien. Er wäre heute noch in Sebaſtopol, wenn es ihm nicht gelungen, zu entfliehen. Zweitens danke ich Ihnen für die Bereitwilligkeit, die Sie gezeigt haben, Miß Angeline mit mir zu vereinen. Ohne einen glücklichen Zufall würde ſie wahrſcheinlich heute noch ein Opfer jenes Fanarioten ſein.
— Das war nicht meine Schuld, wahrlich nicht, unterbrach ihn Lettkau. Es war meine aufrichtige Abſicht, Miß Angeline aus den Hän⸗ den der griechiſchen Seeräuber zu befreien. Sie erinnern ſich des Verſprechens, das ich einge⸗ gangen war.
— CEs ſcheint, als wollten Sie mir damit zu verſtehen geben, daß wir quitt ſeien, ſagte der Kapitain. Sie irren. Ihre Flucht und Ihr Benehmen in Konſtantinopel, wo es Ihnen ſehr gut möglich war, mir über Miß Angeline Nach⸗ richt zu geben, haben unſern Vertrag aufgeho⸗ ben, und ich betrachte mich heute noch als den rechtmäßigen Eigenthümer jener Million, von der die Rede war.
Ein Offizier, der in das Zelt trat, unter⸗ brach den Kapitain.
— Excellenz, meldete er dem General, der gefangene Offizier hat einem Grenadier von der Schutzwache ein Portefeuille übergeben und
ihm eine große Belohnung verſprochen, falls er es bewahren wolle, bis er ausgeliefert würde. Der Grenadier hat es in der erſten Ueber⸗
raſtng geno fert. Hier ſ — Ahln erbleichte das ſehen Sie,§ doch nich al betrachtet zu wohl behalten Diebe, die⸗ würden. Hem der Inhalt d Werthpapiere — Jch Lettkau, als Kapitain dat — Dann daß ich eini Lettkau rede! General. Dieſer ge — Herr nun in kak zu dem Ra⸗ kritiſchen La ſo widerſtret mich und n vereitelt we Grund mel ſedenfalls n ſtehen. He genſchaſt de kei. Als ei ausgewechſe ſahrt, was unternomme Sie wohl in Monten ſchürte. 3 Auſſtand das Veidee Anders iſt ſantinopel geweſen, d lich Flott Sie ſcwer ſchlinner


