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— Ich habe allerdings nicht viel Zeit, un⸗ terbrach ſie der Rath, der ruhig und mit ſeiner gewöhnlichen ſoldatiſchen Haltung mitten im Zim⸗ mer ſtand. Ich kann Ihnen keine fünf Minuten Zeit gewähren.
Fünf Minuten! das iſt wenig! rief Joan⸗ nind' lachend. Und doch iſt es genug, um Ihnen zu ſagen, mein theuerſter Signore, daß ich des Lebens hier überdrüſſig bin und wieder zurück will nach meinem ſchönen Italien.
— Unmöglich! ſagte der Rath und ſchüttelte langſam den Kopf. Was vermiſſen Sie denn hier? Was fehlt Ihnen, Signora?
— Alles, Alles, Herr Ruſſe! antwortete die Italienerin trotzig und faſt heftig, aber doch mit einer Anmuth, die ihren Zorn faſt wie Koket⸗ terie erſcheinen ließ. Ich habe nichts hier, was mich erfreuen könnte. Ich lebe, wie eine Eule. Nur des Nachts darf ich mich am Fenſter zeigen und auch dann nur mit Ihrer hohen Erlaubniß. Ich will zurück nach Italien, und würde es ſehr ſonderbar finden, wenn Sie meinen Wunſch nicht erfüllen wollten.
— Es thut mir leid, Signora, ſagte der Rath, aber Sie müſſen hier bleiben!
— Und das ſagen Sie mir mit ſo ruhiger Miene? rief Joannina, und dieſes Mal ſah ſie wirklich bitterbös aus.
— Gewiß, denn ſowohl Ihre Anweſenheit hier, als meine Weigerung, Sie fortzulaſſen, ſind das Reſultat reiflicher Ueberlegung! ant⸗ wortete der Rath.
— Ueberlegung! Ich haſſe dieſe ewige Ueber⸗ legung! rief die Italienerin. Ich war eine När⸗ rin, daß ich Ihnen folgte. Ich hätte in Donato bleiben ſollen.
Der Rath zuckte die Achſeln und antwortete nicht, während Joannina heftig an den roſa Bandſchleifen zupfte, mit denen ihr Kleid be⸗ ſetzt war.
— War das Alles, was Sie mir zu ſagen hatten? fragte er dann.
— Nein! antwortete ſie trotzig. Ich hatte mir eine große Rede ausgedacht, mit der ich
Stern Amerika's. 7
Sie beſtürmen wollte. Aber Ihre eiſerne, kalt⸗ blütige, grauſame Ruhe raubt mir alle Faſſung. Es iſt abſcheulich, mich ſo zu behandeln. Ich lebe ja hier wie eine Gefangene!
— Joannina, liebes Kind! ſagte der Rath lächelnd und in väterlichem Tone, ich bitte Sie, Ihre Ungeduld nur noch kurze Zeit zu mäßigen. Ihre Anweſenheit hier iſt nothwendig, Sie wiſ⸗ ſen das. Sie amüſiren ſich nicht, das kann ich mir denken. Aber Sie haben Zeit zur Ueber⸗ legung und zum Nachdenken hier, und das thut einem ſo leichtfertigen Kinde, wie Sie ſind, ſehr noth.
— Still, ſtill! rief das junge Mädchen miß⸗ müthig und wandte den Kopf von ihm ab. Still mit dieſen Predigten, ich mag ſie nicht hören!
— Dann nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich wieder gehe! ſagte der Rath, deſſen Ruhe und Gelaſſenheit unerſchütterlich geblieben waren.
— Gott bewahre, ich will froh ſein, wenn Sie fort ſind! rief Joannina bitter.
Der Rath wollte die Kerze nehmen, als Guitarrenklänge aus nicht gar weiter Entfer⸗ nung herübertönten. Man hörte deutlich durch die ſtille warme Nacht die vollen harmoniſchen Akkorde dringen. Joannina lauſchte auf und richtete ſich empor. Ihr ganzes Geſicht verklärte ſich bei dieſen heimathlichen Klängen. Aller Miß⸗ muth war vergeſſen. Ihre Augen leuchteten, ihre Lippen öffneten ſich erwartungsvoll und ſchmach— tend ſehnſüchtig. Zwei Reihen der herrlichſten Zähne tauchten hinter ihnen hervor.
— Was iſt denn das für ein Nachtvogel? ſagte der Rath, deſſen Geſicht etwas finſterer geworden war, und warf einen mißtrauiſchen Blick auf Joannina.
— Still, ſtill! flüſterte dieſe, und winkte ihm mit der Hand Schweigen zu.
Gleich darauf hörte man den Geſang einer vollen und ſchönen Männerſtimme zu den Akkor⸗ den der Guitarre ertönen. Trotz der Entfernung konnte man den Geſang deutlich verſtehen. Es war eine ächt italieniſche Melodie, und die Stimme des Sängers, von Natur wohllautend,


