Jahrgang 
1850
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Voller Angſt hatte der König ihn gewähren laſſen, und mit dem Ausdruck des Entſetzens hafteten ſeine Blicke auf den bedenklichen Mienen Lamartinieres.

Nun, Lamartiniere? fragte er endlich.

Nun, Sire, wenn meine Herren Con⸗ fratres Ihnen nicht geſagt haben, daß es ſehr ſchlecht mit Ihnen ſteht, ſo ſind ſie entweder Eſel oder Lügner.

Wofür hältſt Du meine Krankheit? fragte Ludwig XV.

Zum Henker, Sire, das iſt nicht ſchwer zu ſehen; Ew. Majeſtät haben die Blattern.

Und Du ſagſt, das keine Hoffnung mehr iſt?

Das ſage ich nicht, Sire. Ein Arzt darf nie verzweifeln. Ich meinte damit nur, daß, wenn Ew. Majeſtät nicht nur dem Namen nach der allerchriſtlichſte König ſein wollen, es Zeit ſein dürfte, an das Ende zu denken.

Es iſt gut, ſagte der König.

Dann rief er Madame Dubarry an ſein Lager.

Mein Liebchen, ſagte er, Sie hören, ich habe die Blattern, und mein Zuſtand iſt gefähr⸗ lich, einmal meines hohen Alters wegen, und dann in Anbetracht meines ſonſtigen Leidens. Lamartiniere hat mich eben daran erinnert, daß ich der allerchriſtlichſte König und der erſtgebo rene Sohn der Kirche bin, mein Liebchen. Viel⸗ leicht werden wir uns trennen müſſen, ich möchte gern unangenehmen Scenen zuvorkommen. Thei⸗ len Sie alſo dem Herzoge von Aiguillon mit, was ich Ihnen ſagte, damit er ſich, falls meine Krankheit ſich verſchlimmert, mit Ihnen dahin einigt, uns ohne Aufſehen zu trennen.

In dem Augenblick, als der König dieſe Worte ſprach, fing die ganze Partei des Her⸗ zogs von Choiſeul laut zu murren an über die Liebedienerei des Erzbiſchofs, die, um Madame Dubarry nicht nahe zu treten, den König ohne die Sakramente ſterben laſſen wollte.

Auch zu Herrn von Reaumonts Ohren dran⸗ gen dieſe Beſchuldigungen, ſo daß er, um ihnen Schweigen aufzulegen, ſich entſchloß, zu Ver⸗

ſailles im Lazariſtenhauſe ſeine Wohnung zu

nehmen, damit der öffentlichen Meinung genug

geſchahe, und er den günſtigen Augenblick für ſeine religiöſen Ceremonieen abſehen könne, um Madame Dubarry nicht eher aufopfern zu dür⸗ fen, als wenn des Königs Zuſtand keine Hoff⸗ nung mehr aufkommen laſſe. So kam er am 3. Mai nach Verſailles, um ſeine Zeit abzu⸗ warten.

Während deſſen hatten in des Königs Nähe mancherlei ärgerliche Auftritte ſtatt. Der Kar⸗ dinal von Roche⸗Aymon war gleicher Meinung mit dem Erzbiſchofe von Paris und wünſchte ebenfalls, daß Alles ohne Geräuſch abginge, nicht ſo jedoch der Biſchof von Carcaſſonne. Dieſer ſpielte den Eiferer, und predigte ohne Aufhören: der König müſſe beichten, die Con⸗ cubine verſtoßen und die Satzungen der Kirche erfüllt werden, damit Europa und Frankreich, die an dem Lebenswandel des Königs Aerger⸗ niß genommen, wenigſtens durch das Exempel ſeiner chriſtlichen Buße erbaut würde.

Und mit welchem Rechte dringen Sie mir Ihren Rath auf? fragte ungeduldig der Kardinal.

Der Biſchof löſte das prieſterliche Kreuz von ſeinem Halsſchmucke, hielt es dem Frager dicht unter die Augen und ſagte:

Mit dem Rechte, das mir dieſes Zeichen giebt. Lernen Sie dieſes Recht ehren, Hoch⸗ würden, und laſſen Sie Ihren König nicht ohne die Sakramente der Kirche ſterben, deren erſt⸗ geborener Sohn er ſich nennt.

Das Alles ging in Gegenwart des Herrn von Aiguillon vor. Er begriff, welchen Skan⸗ dal ein ſolcher Streit verurſachen müſſe, wenn er öfſentlich werde. Inzwiſchen trat er in des Königs Krankenzimmer.

Nun, Herzog, rief ihm dieſer entgegen, haben Sie meine Befehle ausgeführt?

In Bezug auf die Frau Gräfin Du⸗ barry, Sire?

Ja wohl.

Ich wollte erſt abwarten, ob Ew. Ma⸗ jeſtät ſie wiederholen würden. Den König von Denen zu trennen, die ihn lieben damit werde ich mich nie beeilen.

Dank Ihnen, Herzog, aber es muß ſein;

Lnehmen Sie die arme Gräfin mit ſich, und